Es neige sich dem Ende

10 08 2010

höre ich es von den Bäumen zwitschern. Tatsächlich ist heute der drittletzte Tag unserer Reise. Läck bobi, ist das schnell gegangen.

Die letzten zwei Wochen verbrachten wir auf Malaysias Festland und auf der Trauminsel Tioman. Meinen letzten Beitrag habe ich aus Kota Bahru, ganz im Norden an der Ostküste, geschrieben, wo wir uns eine zweitägige Verschnaufpause vom Autofahren gönnten. Anschliessend fuhren wir die Ostküste runter nach Kuantan und dann direkt weiter nach Kuala Lumpur. Wir konnten es kaum erwarten, wieder in einer Gross-Stadt zu sein, wo vermehrt der „Westliche Wind“ pfeifft. Der nördliche Teil von Malaysia ist sehr schön, hat viele Wälder, Bergen etc. aber für Touristen wird noch nicht besonders viel geboten. Und wie ich ja schon geschrieben habe, kommt man sich dort als Frau ohne Kopftuch sehr komisch vor.

Uns hat KL sehr gut gefallen. Dort lebts! Drum blieben wir auch grad zwei Tage dort. Wir gastierten im Stadtteil China-Town, wos einen riesen Nacht-Markt und viele verschiedene Restaurants und Hotels gibt. Dort waren wir endlich mal wieder nicht die einzigen Touris und wir haben es genossen, in einem Strassen-Cafe zu sitzen und „Leute zu schauen“ und dabei ein Bier – Tigerbeer – zu trinken! 🙂
Um uns die Stadt mit all ihren Besonderheiten etwas genauer anzuschauen, haben wir eine Sight-Seeing-Tour mit einem Touri-Bus gemacht. So sahen wir viele Gebäude, Parks und Moscheen, aber am Eindrucksvollsten waren die Petronas-Towers, die höchsten Zwillings-Türme der Welt. Die sind also schon sehr hoch! Leider wars nicht möglich dort hoch zu fahren, aber direkt im Komplex der Towers gabs ein riesiges 6-stöckiges Einkaufs-Center, mit dem waren wir auch ganz zufrieden. Das war auch sehr eindrücklich! Dort fand man praktisch alle internationalen Läden, die man sich vorstellen kann und zu jeder erdenklichen Kleidermarke gabs einen Shop. Und all diese Menschen! Läck bobi!

die Petronas-Tower von unten

die Petronas-Tower von unten

Nachtmarkt in China-Town

Nachtmarkt in China-Town

mmmmmh, Rossfleisch! :-)

mmmmmh, Rossfleisch! 🙂

Nach KL ging unsere Reise weiter nach Melakka, die älteste Stadt Malaysias. Diese Stadt ist geschichtlich sehr interessant, da sich dort zuerst die Portugiesen, anschliessend die Holländer und zuletzt die Engländer nieder- /Spuren hinterliessen. An der Architektur der Gebäude ist dieser europäische Einfluss sehr gut zu sehen. Wir sahen zum ersten Mal seit langem wieder mal eine Kirche! Und dass auf einem backsteinernen Gebäude „Stadthuis“ stand, fanden wir auch witzig. Als wir einmal am Abend in einem Restaurant direkt am Fluss assen, kamen wir uns vor wie in Italien, der Ort hatte schon etwas südländisches. Auch sonst hat Melakka seinen Charme. So gabs auch dort einen Nachtmarkt, allerdings wesentlich kleiner als der in KL, doch sogar inkl. Karaoke Bühne. Dort konnte jeder Möchtegern sein nicht vorhandenes Gesangs-Talent in voller Lautstärke dem recht grossen Publikum um die Ohren schleudern. Hmmmm.

die grosse Karaoke-Bühne inkl. Zuschauer in Melakka

die grosse Karaoke-Bühne inkl. Zuschauer in Melakka

Die Stadt haben wir uns dann auch noch von oben angeschaut. Nämlich gibts dort einen Aussichts-Turm, dessen Plattform hoch und runter fährt und man für wenig Geld einsteigen kann und 15 Minuten lang die Aussicht über das schöne Städtchen am Meer geniessen darf.

ein wenig Melakka von oben

ein wenig Melakka von oben

Velo-Taxi mit Blumengarnitur

Velo-Taxi mit Blumengarnitur

Unsere nächste Station war Johor Bharu, die südlichste Stadt, ziemlich direkt an der Grenze zu Singapur. Dort lieferten wir unser Auto ab, das uns über 2’500km während 13 Tagen hervorragende Dienste geleistet hatte. In Johor Bharu gönnten wir uns ein Zimmer in einem riesen Hotelkomplex, wo es Fittness-Raum, Sauna, Jacuzzi, Swimming-Pool, div. Restaurants etc. hatte. Was wir natürlich auch alles nutzten.

Am letzten Mittwoch fuhren wir dann von Johor Bharu aus mit einem Reisebus ins zweistunden entfernte Mersing an der Ostküste. Das der Reisebus komfortabler war als alle, die ich bisher in Europa, USA und Australien gesehen habe, muss ich unbedingt noch erwähnen und die Tatsache, dass diese zweistündige Fahrt uns umgerechnet Fr. 4.- pro Person gekostet hat, auch. In Mersing konnten wir gleich die nächste Fähre erwischen und „fährten“ so nach Tioman, gemäss Times-Magazin eine der zehn schönsten Inseln der Welt. Und, ja, sie ist sehr schön.

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Wir gastierten hier die ersten zwei Tage in der grössten Hotel Anlage der Insel und liessen es uns bei Frühstück-Büffet mit feinem Chörndli-Brot und Znacht-Büffet so riiiichtig gut gehen. Nach zwei Tagen nahmen wir ein Boot-Taxi, weil es sehr wenige Strassen auf der Insel gibt, geschweige denn Autos, und liessen uns an einen anderen Beach kutschieren. Das war vielleicht eine Spritztour!! Wir waren, als wir am Salang Beach ankamen, total nass und haben dann gleich unser nächstes Hotel gesucht, wo wir nun die letzten vier Tage verbrachten.

Auf Tioman hat es an ca. 6, 7 Stränden Dörfchen, die aus Hotels mit kleinen Chalets, kleinen Restaurants, kleinen Shops, kleinen Souvenier-Geschäften und Tauch-Schulen bestehen. Die Einheinmischen leben praktisch alle vom Tourismus und es hat verhältnismässig  viele Touristen. Alles ist sehr einfach, aber alle sind sehr freundlich und wir haben wirklich angenehme, relaxende Tage auf der Insel verbracht. Beim Schnorcheln wurde ich zweimal von einem kleinen frechen schwarzen Fisch gebissen, wir haben ein Seepferdchen gesehen, Simons Wanderung zum nahegelegenen einsamen Monkey Beach hatte sich zu einem Adventure-Trip entwickelt, der ihn über Stock und Stein führte, er sich nur an den am ganzen Weg entlangführenden Stromkabeln orientieren konnte und ihm zu guter Letzt auch noch eine drei Meter lange, faustdicke Schlange über den Weg lief. Jaja, es war ganz schön.

Simon am Monkey-Beach

Simon am Monkey-Beach

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Nun sind wir in Singapur angekommen, der letzten Destination unserer Reise. Hier wollen wir auch noch die Stadt anschauen, und das machen, was man halt in Singapur so macht: Shopping  und Sightseeing.

Und am Freitag morgen sind wir schon wieder zu Hause. Hmpf. Mittlerweilen hätte ich mich schon so ans Reisen gewöhnt, dass ich glatt noch weiter könnte, aber mein leeres Bankkonto und meine Mutter sind anderer Meinung. 🙂

Natürlich freue ich mich sehr, alle meine Leute wieder zu sehen, aber dennoch ist es unglaublich, dass meine Reise schon wieder vorbei ist. Habe ich doch so lange daraufhin gefiebert, konnte kaum erwarten bis es endlich losgeht. Dann gings los, und ganz ehrlich gesagt, als ich am 2. März in Zürich ins Flugzeug eingestiegen bin, wäre ich am Liebsten wieder umgekehrt. 😉 Ich musste mich am Anfang schon ans Reise-Leben gewöhnen, aber rückblickend finde ich, dass ich es gar nicht so schlecht gemacht habe. Ich habe so viele verschiedene Orte, Plätze, Stätten gesehen, Leute kennen gelernt, Reisende getroffen, Verwandte besucht, Zufälle erlebt und hatte sicher auch ein paar Mal grosses Glück. Ich bin froh, dass ich gesund und mit einem grossen Rucksack voller Eindrücke und Erfahrungen (und bestimmt 3000 Fotos) heimkehren kann und eeeeendlich meinen jüngsten Neffen kennen lernen kann! 😉 (und natürlich auch alle anderen Nichten und Neffen wiedersehe, die ja schon soooo groooss geworden sind!).

Am Ende meines letzten Beitrages, bedanke ich mich herzlich für alle Kommentare und E-Mails, die ich während den letzten 5,5 Monaten von Euch erhalten habe. Ich habe mich immer sehr gefreut, etwas aus der Heimat zu hören, so war ich doch noch ein Stück weit zu Hause.

Ich freue mich auf Älplermagronä, sälber chochä, Lindt Schoggi, Bratwurscht, Senf, Orangen Jus, Zopf vom Anni, Omelettä vom Mutti, Fondue, Tischgrill, Wasser vom Hahnä, Toilettenpapier ohne Grenzen, Gorgonzola Käse, alle anderen Käse-Sorten, Brot, Brot, Brot, Uifschnitt, Latte Macchiato, Zweifel Pommes-Chips und am Liäbschtä grad alles Midänand! Hehe

Bis bald

Annelis (mittlerweilen wieder Tschau-Sepp-Champion, nach langer Durststrecke) und Simon (Schlangen-König und momentan TS-Zweiter)



Malaysia, Malaysia

28 07 2010

In Malaysia ist einiges ganz anders.

Zwar mussten wir zum Glück nicht schon wieder eine neue Sprache erlernen, weil sowohl in Indonesien wie auch hier wird Bahasa gesprochen, einfach mit kleinen Dialektunterschieden. Somit können wir uns auch hier weiterhin mit unseren Sprachkenntnissen durchschlagen (dass sich diese auf „Terima Khasi“ beschränken, was „Vielen Dank“ bedeutet, muss ich nicht unbedingt erwähnen.) 🙂
Glücklicherweise kommt man überall mit Englisch recht gut durch, allerdings hier noch besser als in Indonesien (in Indonesien galt scheinbar das Gesetz, wenn der Indonesier etwas nicht verstehen will, versteht er es nicht, auch wenn er es verstehen würde).

Aber zurück zu den Unterschieden.
Dass in Malaysia 53% der Einwohner zum Islam gehören, haben wir bevor wir hierher kamen nur so kurz im Reiseführer überflogen und dachten uns jaja, so schlimm wirds wohl nicht sein, ist ja doch nur die Hälfte.
Hmpf.
Meine neue Definition vom Islam ist: Ich werde mit Blicken durchlöchert. Und wir müssen elendlich verdursten.

Wie mir Simon erzählt hat, sind in Europa im Moment Diskussionen über Burka-Verbote im Gange. Ich meinerseits bin ja froh, dass die hier keine Burka-Pflicht haben. Weil bei der Hitze (30-40Grad) so einen dicken schwarzen Ganz-Körperschleier zu tragen…. ich glaube, ich würde verschmelzen.
Und die trinken ja auch alle keinen Alkohol… Im Moment könnte man schon fast meinen, wir seien Alkis, weil wir seit zwei Tagen ständig auf der Suche sind nach einem Bier… Was löscht den Durst besser als ein eiskaltes Bier an so einem schwülheissen Tag? Äbä.

Wenn ich schon am Jammern bin, dann noch dies: In Indonesien haben wir seeeehr viel Reis und Nüdeli gegessen. Zu viel. Vorallem auf unserer super Boots-Tour, da haben wir so richtig genug davon bekommen. Seither vermeiden wir diese typischen hiesigen Gerichte (z.b. Nasi und Mie Goreng) wenn möglich.

Nun ist es ja so, dass in Malaysia einige Millionen Chinesen leben. Jeder Zweite von denen führt ein Restaurant (und der andere ein Lebensmittelgeschäft). Die chinesischen Restaurants sind also praktisch die einzigen, die man wirklich überall findet. Der Kenner weiss, zu chinesischem Essen isst man Reis, und der aufmerksame Leser merkt nun, dass wir nun oft auch auf der Suche nach einem nicht-chinesischem Restaurant sind. Nicht nur der Reis und die Nüdeli lassen mich davonlaufen, auch hatte ich bisher jeweils das Gefühl, wenn ich einen Teller mit chinesischem Essen vor mir hatte (mit Fisch, Chicken oder was auch immer), das sei Hund oder Katz. Und solche Gedanken verderben mir den Appetitt (die vielen wilden Katzen mit den verstummelten Schwänzen, die überall rumstreunen, machen das Ganze auch nicht besser).
Glücklicherweise findet man hier in Malaysia in jedem Kaff mindestens einen KFC (Kentucky Fried Chicken). Und in jedem grösseren Ort einen McDonalds. Und in jedem grösseren Einkaufscentrum einen Starbucks. Und Glücklicherweise zeigt uns das gute GPS-Navi auch jeweils treuherzig den kürzesten Weg dorthin. 🙂

So, fertig gejammert, nun noch zu unserer bisherigen Entdeckungs-Tour durch malaisches Territorium.

Gestartet sind wir in Kuala Lumpur (im Volks-Släng spricht man nur von KL), wo wir unser ganzes Zeug in einen schönen Mietwagen (Ford Focus) geworfen haben und mir das Navi sogleich die undankbare Aufgabe des Kartenlesens abgenommen hat. Es hat uns gut und sicher durch the big city KL geführt (wir konnten sogar noch ein paar Blicke auf die weltgrössten Zwillingstürme, Petronas-Towers, werfen und sind dann grad oberhalb der Stadt eine Hindu-Schreine anschauen gegangen. Die heisst „Batu Caves“ und ist eine grosse goldige Statue, direkt vor dem grössten auf asiatischem Boden stehenden Kalkfelsen. Man konnte auch die vielen Treppenstufen hochlaufen und in den Felsen reingehen, dort wimmelte es nur so von kleinen Äffli, die sämtlichen Abfall durchschnoisen und wahnsinnig frech sind.

Wir fuhren weiter richtung Norden, in die Berge. Cameron Highlands hiess unser Ziel und wir hatten fast einen Kälte-Schock, weil 20Grad, sowas kennen wir ja schon fast nicht mehr. Dieses feuchte, kühle Klima ist jedoch gut für Plantagen welcher Art auch immer. Dort sieht man deshalb riesige Flächen mit allerlei Gemüse, Erdbeeri und Tee. Wir konnten es natürlich nicht lassen und pflückten in einer dieser Erdbeeri-Plantagen ein paar rote Früchtchen. Wie es in Asien halt ist, gabs natürlich an jeder Ecke einen Souvenier-Shop, wo man allen Seich mit Erdbeeri drauf kaufen konnte. Auch fuhren wir dort auf den höchsten mit dem Auto zu befahrenden Berg Malaysias, aber Aussicht würde ich dem nicht sagen, was man von dort aus gesehen hat, ich habe eigentlich nur Wald gesehen. (N.b.: die Wälder bestehen hier aus Mangroven-Bäumen.)

Wir flüchteten mit unserem gutklimatisierten Auto wieder in die Wärme, ans Meer natürlich und fuhren auf die Insel Penang. Diese Insel ist vom Festland aus über eine 13,5km lange Autobahnbrücke zu erreichen (eine der längsten Brücken der Welt). Dort wars ganz schön, wir logierten in einem Hotel am bekanntesten Beach und schlugen uns im Hard Rock Cafe die Bäuche voll (das war grad ächli ein Festschmaus!!). Wir fuhren auch mit unserem Schlitten über die ganze Insel und besichtigten so den „Tropical Spice Garden“, die „Tropical Fruit Farm“ und einen schönen auffälligen Hindu Tempel, wo wir auch gleich gesegnet wurden.

Wir fuhren anschliessend weiter in den Norden und wollten eigentlich noch auf eine andere Insel rüber“fähren“, aber leider hätten wir unser Auto nicht mitnehmen können und so haben wir ganz amerikanisch entschieden: Ohne Auto gehen wir nirgendwo hin.

Deshalb fuhren wir von der Westküste quer durchs Land an die Ostküste und sind nun in Kota Bharu, der Kulturellen-Hauptstadt Malaysias, und logieren am „Pantai Cinta Berahi“, zu deutsch: Strand der leidenschaftlichen Liebe. 🙂

In diesem Teil des Landes werden zwar praktisch keine Burkas mehr getragen, dafür tragen alle alle alle Frauen ein Kopftuch. A L L E ! (Anm. Simon: Alle ausser Annelis und Chinesinnen, da gibts dann auch noch einige).
Und man kann diese Kopftücher auch an allen Märt-Ständen kaufen. (Glaubt mir, ich war schon ein paar Mal kurz davor, so ein lustiges Ding zu kaufen, am liebsten in pink mit ganz vielen glitzernden Steinchen dran.)
Ich finde ja, dass diese Kopftücher für die meist pfuisibäggli runden Frauenköpfe nicht gerade vorteilhaft sind. Eine lustige Frisur würde da viel eher passen. Aber mich fragt ja keiner.

Wie dem auch sei, für uns gilt weiterhin: Malaysiaaa, Malaysiaaa, wenn chemmer endlich wieder äs Biär go haa?
😉

Batu Cave, nördlich von KL

Batu Cave, nördlich von KL

im Erdbeeri-Paradies

im Erdbeeri-Paradies

die Teeplantagen erstrecken sich wie ein grüner Teppich über die Cameron Highlands (Zitat aus dem Reiseführer)

die Teeplantagen erstrecken sich wie ein grüner Teppich über die Cameron Highlands (Zitat aus dem Reiseführer)

Hindu-Tempel auf Penang

Hindu-Tempel auf Penang



von Lombok nach Flores

17 07 2010

Hawaii? Naja.  Phuket? Hmm.  Bali? Oke.  Lombok? Wooow!

Wir sind praktisch verliebt in eine Insel! 🙂 Gleich nach unserer Ankunft mit der Schnellfähre von Bali sind wir mit einem Taxi zum Touristen-Hauptort Sengigi gefahren. Auf dieser 20minütigen Fahrt haben wir nur so gestaunt über die grünen Reisfelder, die Küsten, die Strände, die Aussicht aufs Meer, über einfach alles. Zwischendurch mussen wir den Mund vor lauter Staunen wieder schliessen.

Wir logierten in einem kleinen aber feinen Hotel in Sengigi mit sehr netten Angestellten. Wir waren fünf Tage dort und haben u. a. mit dem Roller die Insel entdeckt und einmal wurden wir auch einen Tag lang von einem Hotelangestellten auf der Insel rumgeführt und bekamen so wahnsinnig Interessante Einblicke in das Leben der Einheimischen.

Lombok wird die „kleine Schwester von Bali“ genannt. Aber unserer Meinung nach hat sie viel mehr zu bieten. Die Einheimischen leben noch in den kleinen Hütten mit Lehmboden, geflochtenen Wänden und Strohdach. Sie führen ihre eine Kuh pro Familie spazieren, es laufen wahnsinnig viele wilde Hühner und Hunde rum, viele halten ein paar Ziegen und die Menschen sind ja soooo unglaublich freundlich! Es hatte wirklich wenig andere Touristen dort und immer wenn uns die Einheimischen zum Beispiel auf dem Roller gesehen haben, strahlten die uns jeweils an (mich jedenfalls, Simon meinte, die würden mich einfach nur auslachen…) Jedenfalls, und das wurde uns auch von den Hotelangestellten bestätigt, haben die Einheimischen einen sehr fröhlichen und aufgestellten Charakter.

Auf unserer Entdeckungsreise über die Insel, waren wir in einer Holzschnitzerei, einer Töpferei, einem Weberei-Dorf, einer Batik-Malerei und einem original Lombok-Dorf. Die Arbeiten wurden übrigens nur von den sehr begabten Frauen verrichtet, die Männer sind dort nur zuständig für den Verkauf der Produkte. Jede Frau erlernt ihre Handarbeit von ihrer Mutter und Grossmutter, sie wird also in die Zunft „reingeboren“ und gibt sie später ihren Töchtern weiter. Eine Frau ist dort nur heiratsfähig, wenn sie eine Handarbeit beherrscht. Männer, die eine dieser Handarbeiten erlernen, gelten als zeugungsunfähig und können nicht heiraten.

Die hergestellten Produkte sind sehr schön und wir konnten uns nicht davon abhalten, praktisch überall ein paar Souveniers zu kaufen. Ich konnte mich übrigens auch noch in einen solchen Web-Rahmen einspannen lassen (da wird man wirklich eingespannt, sonst funktioniert das ganze Gerät nicht) und konnte unter der Anleitung einer Weberin und unter den Augen von mind. 4 Frauen und 6 Kindern eine Linie weben. Folglich bin ich jetzt ja heiratsfähig. Glück gha! 😉

Mit dem Roller sind wir auch wieder mal durch einen Affen-Wald gefahren (Affen sind ja schon seeeeeehr freche Tiere). Wir fuhren durch das Hinterland, durch Dörfer wo wirklich weit und breit keine Touristen waren und somit total authentisch waren. Das war für uns auch das spezielle an der Insel: Man kann zwar in Hotels mit dem üblichen Standard (sprich: mit westlichen Toiletten) wohnen, aber man muss nicht weit fahren, um das „echte“ Landleben zu sehen. So sahen wir viele Leute bei der Arbeit auf den Reisfeldern oder der Soyaernte. Auf Lombok wird auch der Wasser-Spinat häufig angebaut und ist oft auf den Speise-Karten zu finden.

Wir hatten zwar immer sehr gutes Wetter, wurden allerdings während einer Roller-Fahrt von einem sehr starken einstündigen Regenschauer überrascht und mussten in einem kleinen Unterstand mit ein paar Einheimischen warten, bis der Regen wieder vorüber war. Zwei Kilometer weiter hatte es keinen Tropfen geregnet.

Handgefertigte Holzprodukte mit typischen Lombok Verzierungen

Handgefertigte Holzprodukte mit typischen Lombok Verzierungen

Batik-Bild in der Herstellung

Batik-Bild in der Herstellung

Ich in der Weber-Lehre

Ich in der Weber-Lehre

Wir in original Lombok-Tracht mit Sarongs, die Vorort hergestellt wurden

Wir in original Lombok-Tracht mit Sarongs, die Vorort hergestellt wurden

Simons neuestes Leibgericht: Wasserspinat.

Simons neuestes Leibgericht: Wasserspinat.

typische Lombok Kuh. Sieht aus wie eine Kreuzung zwischen Geiss und Kuh, mit weissem Füdli.

typische Lombok Kuh. Sieht aus wie eine Kreuzung zwischen Geiss und Kuh, mit weissem Füdli.

Simon mit seinen neuen Freunden. Er wurde grad als Fussball- und oder Baseballtrainer dort behalten. (Zugegeben, ich musste noch etwas weniges dafür bezahlen, damit sie ihn behalten haben.)

Simon mit seinen neuen Freunden. Er wurde grad als Fussball- und oder Baseballtrainer dort behalten. (Zugegeben, ich musste noch etwas weniges dafür bezahlen, damit sie ihn behalten haben.)

Soya-Transport

Soya-Transport

Regenpfütze die entstand, als wir uns in einem Unterstand vor dem Regenschauer versteckt haben

Regenpfütze die entstand, als wir uns in einem Unterstand vor dem Regenschauer versteckt haben

Abenteuerliche Boots-Tour

Ist man auf einer Reise, sucht man ja auch das Abenteuer. Und wo könnte man dies im Land mit den meisten Inseln sonst suchen, als auf dem Meer. Folglich haben wir letzte Woche während 4 Tagen (3 Nächte) eine Boots-Tour von Lombok nach Flores gemacht. Diese Tour war schon eine spezielle Erfahrung. Wir waren 18 Passagiere aus dem Welschland, Deutschland, Holland, Schottland, Dänemark und Californien. Bis auf drei junge Frauen waren alle Päärchen. Es waren auch 5 Crew-Mitglieder auf dem Boot, die noch weniger Platz zum schlafen und sich bewegen hatten, als wir. Wir haben uns auf dem Oberdeck in einem Massenlager zum Schlafen zusammen gepfercht, meistens jedoch hat man sich auf dem Unterdeck rumgetrieben um zu sünnelen, zu lesen, zu reden, zu essen oder zu dösen. Eigentlich waren es eine sehr erholsame Fahrt, jedoch lernten wir zu verzichten. Auf Privatsphäre, Platz, Hygiene, sauberes Geschirr, Ruhe während der Fahrt (der Motor war wahnsinnig laut), während zwei Nächten auf Schlaf (wenn wir während der Nacht fuhren -> lauter Motor) und vorallem auf ein anständiges WC. Dieses war nämlich nur ein einquadratmeter grosses Kämmerli, mit einem Loch im Boden, durch das man direkt ins Meer sehen konnte und man sich eine gute Taktik zum Treffen überlegen musste, wenn mans sich nicht den ganzen Tag „verheben“ wollte. Und: man wurde von einer ekligen Kakerlake beim „Geschäfte machen“ beobachtet. Wie ihr wohl merkt, es war nicht so angenehm und wir alle vermieden den Besuch dieses Örtchen so lange wies nur ging.

Die zweite Nacht war wirklich ein Abenteuer, weil wir eben die ganze Nacht durch gefahren sind und es sehr fest gewindet hat, folglich hatte unser Klapperschiff mit grossen Wellen zu kämpfen. Unser vertrauen an die Sicherheit des Schiffes und in die Fähigkeiten der Matrosen hat sich recht schnell verflüchtigt, als wir entweder krampfhaft versucht haben, sich in den Schlaf schütteln zu lassen (was fast unmöglich war, weil: lauter Motor) oder man wie Simon, zwei Crew-Mitglieder beobachten musste, die eine sich verselbständigte Blache versuchten wieder am Masten zu befestigen. Ohne Licht. Und es war ja sowas von stockdunkel, ohne Mondlicht und nichts. Diese Nacht war wirklich der Horror und am nächsten Morgen teilten wir alle unseren schlimmsten Befürchtungen und Eindrücke, die wir während einer schlaflosen Nacht erlebt haben, miteinander. Weil, wir hatten ja weder eine seriöse Sicherheitseinführung, noch einen Leader, der einigermassen gut Englisch konnte, noch wusste keiner von uns, wo denn eigentlich Sicherheitswesten wären, resp. ob es überhaupt hat. Glücklicherweise haben wirs ja überlebt. (Ob ich allerdings wiedermal so eine lange Boots-Tour machen will, sei mal so dahin gestellt….)

Natürlich haben wir auch kuule Sachen erlebt. So haben wir ein paar Inseln unterwegs besichtigt, wo wir in einem Wasserfall duschten , in einem Salz-See schwammen, einen Berg mit einer wahnsinns Aussicht auf das Meer und die umliegenden Inseln besgtiegen und zum Schluss die eigentliche Attraktion des östlichen Indonesiens: die Komodo-Drachen anschauen. Diese werden auch Warrane genannt und sehen eigentlich weniger wie Drachen aus, eher wie Riesen-Eidechsen. Sie gelten als einzigen noch lebenden direkten Nachkommen der Dinosaurier. Wir waren auf zwei Inseln, wos jeweils einen National-Park mit freilaufenden Warranen, Büffel, Hirsche, Wildschweinen, Affen etc. hatte und wir haben auch alle diese Tiere gesehen. Ich war auch noch Zeuge einer eher seltenen Darbietung: Zwei Warrane beim Kämpfen! Das war der wahnsinn. Leider hatte ich ausgerechnet dann keinen Fotoapparat dabei…

Am Donnerstag sind wir dann mit dem Boot in Labuan Bajo auf der Insel Flores angekommen. Weil wir hier nun bemerkt haben, dass es schwieriger ist, auf der Insel herumzureisen, als uns gesagt wurde, haben wir entschieden die nächsten vier Tage hier relaxed anzugehen, in einem Luxus-Hotel zu logieren und uns auf unsere Malaysia-Reise vorzubereiten. Natürlich wollen wir mit Tagestouren schon noch was von der Insel sehen. Vergeben sind wir ja schon nicht hier.

Falls es jemanden interessieren sollte, obs uns denn nie langweilig wird, den muss ich enttäuschen. Nein. Weil, wir sind ja fast süchtig nach unserem lieblings Karten-Spiel, „Tschau Sepp“. (Falls sich jetzt noch jemand fragen sollte, wer denn schon seit längerem in deutlicher Führung liegt: selbstverständlich ich.) 🙂

Aussicht vom Berg auf der Insel Gili Laba

Aussicht vom Berg auf der Insel Gili Laba

Ein Komodo-Dragon, oder auch Warran genannt

Ein Komodo-Dragon, oder auch Warran genannt

Unser Nachtlager auf dem Oberdeck

Unser Nachtlager auf dem Oberdeck

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Paradiesische Inseln

7 07 2010

Ich und der weis(s)e Mann (oder Rothaut oder „Reetschäli“, wie ich ihn im Moment auch zu nennen pflege) wir sind ja jetzt seit gut zwei Wochen endlich wieder vereint.

Gestartet haben wir unsere gemeinsamen Ferien in einem riesen Hotel in Jakarta, wos einen Swimming-Pool, Restaurant und Bar und alles drum und dran hatte. Natürlich haben die vielen, vorwiegend muslimischen, Familien mit furchtbar vielen Kindern nicht gefehlt. (btw: In Jakarta ist ein sehr grosser Anteil der Bevölkerung muslimisch.) Ich kam mir ja schon recht komisch vor, als einzige Frau weit und breit ohne Kopftuch. Oder dass ich im Swimming-Pool die einzige Frau war, die nicht einen ganzkörper Badeanzug trug. Da ist man ganz plötzlich recht „anders“.

Ganz zu Beginn haben wir ja noch die dämlichsten Touristen-Alpträume erlebt: Von einem bösen Taxifahrer reingelegt worden (ich), auf Gepäck ganze drei Tage warten dürfen (Simon), morgens am Bahnhof stehen und erfahren, dass der Zug in die gewünschte Richtung erst Abends um neun fährt und schon ausverkauft ist (beide). Bei den ersten beiden Problemen galt, tief durch zu atmen und sich nicht zu fest aufzuregen und beim letzteren: Ein Taxi zum Flughafen zu nehmen und vorort Tickets für einen Flug am Nachmittag in die gewünschte Richtung zu kaufen. Ist ja schliesslich auch ein Erlebnis.

Wir flogen also von Jakarta nach Yogyakarta, diese Stadt ist bekannt als die kulturelle Hauptstadt von Indonesien. Unterschreiben würden wir dies beide nicht, weil vor lauter Autos, Roller, Menschen, Gehupe, kleinen Geschäften und dreckigen Strassen ohne Troittoirs konnten wir nicht viel davon erkennen. Wir machten einen Ausflug an den Fuss des Vulkans und genossen die Aussicht auf nichts, weil er gerade von einer grossen Rauchwolke umgeben war. Jedoch bekamen wir dabei einen ersten Einblick in die ländliche Gegend und die ist schon total unterschiedlich zu den Städten. Viel grün, viele Reisfelder, die Menschen wohnen in kleinen Hütten mit Strohdächern. Sie tragen „Burdinen“ mit frischen Gras umher, überhaupt, sie tragen alles selber, jenachdem auf dem Rücken, Kopf oder ihren Rollern, man sieht hier keine landwirtschaftlichen Maschinen. Ausserdem waren wir noch im Monkey-Forest (Affen-Wald) wo wir sehr viele wilde Äffli gesehen haben, die man füttern konnte. Wenn dann so ein dummer Mensch auf die dämliche Idee kam, so ein süsses Äffli anfassen zu wollen, hat man scharfe Zähne zu sehen bekommen. (Wieso ich das weiss?? Pfff…. Nur so…).

Wir hatten genug von den Grossstädten und wollten endlich los, auf unsere Inselreise durch Indonesien. So flogen wir nach Bali, der gutbekannten Ferieninsel. Dort war es ja schon sehr traumhaft. Wir haben immer in sehr guten Hotels logiert, die wir zum Teil auch nach den Tipps aus dem Reiseführer ausgesucht haben. Man findet in jeder Preisklasse sehr gute Hotels an bester Lage und nachdem sich meine Ansprüche an eine Unterkunft wieder etwas erhöht, resp. an Simons angepasst haben (bisher war ich gewöhnt möglichst günstig zu wohnen und habe eigentlich immer mein Zimmer und das Bad mit anderen Leuten geteilt), ist es auch nicht mehr ganz so schlimm, wieder etwas mehr für ein Zimmer zu bezahlen. Ich komme mir fast vor wie in der TV-Sendung „Einfach/Luxuriös“, bisher war ich „Einfach“ am Reisen, jetzt bin ich „Luxuriös“ in den Ferien. 🙂

Wir haben auf Bali einmal zwei Roller gemietet, schliesslich musste ich dem Neuankömmling zeigen, dass ich jetzt ein Profi auf diesem Gefährt bin. Während vier Tagen haben wir auch noch ein Auto gemietet und sind damit rumgefahren. Es gienge ja noch, sich ans Fahren auf der anderen Strassenseite zu gewöhnen, wenn dann nicht noch die schmalen Strassen, der Gegenverkehr und die Millionen von Rollerfahrern wären und die Tatsache, dass Indonesier scheinbar ein anderes Gefühl von Abstand haben. Mit anderen Worten: „mä chund schiär Vegel uber!“ hätte man nicht starke Nerven. So wie wir. Meistens. 🙂

Übrigens gibts hier ja praktisch keine Fussgänger. Ausser Nachts. Und dann sieht man die ja nicht. Ausser die Touristen, die sieht man nämlich, weil die Taschenlampen mitführen. Oder vielleicht wars auch deren Sonnenbrand, der so geleuchtet hat (wie bei meinem Herrn Freund (man will ja nicht auf mich hören…)) 🙂

Mittlerweilen sind wir auf der nächsten Insel Lombok mit einer Fähre angekommen. Diese Insel ist noch besser! Mehr grün, weniger Verkehr, noch nettere Einheimische… weniger Taxis aber dafür Pferdekutschen! 🙂

Hier ist es ja sehr heiss. Heisser als bei es bei Euch angeblich im Moment sei. Auch nachts wird es nicht besonders kühler. Somit kommt jeweils, wenn wir uns Abends auf den Weg zum ausgehen machen, der Standardwitz zum Zuge: „nimmsch de nu äs Jäckli mit, gäll. Hahahahaha.“ Hehe.

Übrigens haben wir hier in Indonesien schon 4 Schweizer getroffen und drei davon kamen auch aus Obwalden! Das ist schon recht witzig.

Armenviertel in Yogyakarta

Armenviertel in Yogyakarta

Burditrägermeisterschaft?

Burditrägermeisterschaft?

Äffli hirten

Äffli hirten

Indonesisch lernen gehört halt auch dazu

Indonesisch lernen gehört halt auch dazu

im Pool in einem Hotel auf Bali

im Pool in einem Hotel auf Bali

Terrassen mit Reisfelder auf Bali

Terrassen mit Reisfelder auf Bali

Eiertransport

Eiertransport

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Phuket

24 06 2010

Diese zwei Wochen auf Phuket waren genial!
Gleich an meinem ersten Tag habe ich eine Australierin kennen gelernt, mit der ich mein Hostelzimmer teilte und da wir beide neu angekommen waren, beide alleinreisend und gleichlang bleiben wollten, haben wir diese zwei Wochen zusammen verbracht. Wir hatten so viel Spass, ich weiss gar nicht wo anfangen.

Ich habe im Städtchen Patong residiert, das ist nach Phuket die zweitgrösste Stadt auf der Insel. Es lässt sich dort extrem günstig Ferien machen und ich kann es jedem weiter entfehlen. Man kann dort so viel unternehmen: Von Ausflügen auf andere Inseln, Fischen, Elefantentrekking, Shopping, gut Essen, die Insel erkunden, sich vom Partyfieber anstecken lassen oder einfach nur am traumhaften Strand liegen. Hier ein Auszug von unseren Erlebnissen mit Bildern:

Ausflug nach Phi Phi Island (sprich: „Pi Pi“, nicht „Fi Fi“ oder so)
dort gabs schöne Strände, Gelegenheiten zum Schnorcheln, feines Essen und viele viele Kleidershops… Hab beim schnorcheln endlich doch noch Nemo gesehen! Juhuu!
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Fisching-Tour
Das war wirklich ein Erlebnis! Selber die Fische aus dem Wasser ziehen und direk am Abend essen. Mhhhhh!
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Big Buddha
Im südlichen Teil der Insel wurde auf einem Berg ein riesengrosser Buddha gebaut, resp. die bauen eigentlich immer noch. (Ich glaube, den Thais pressierts allig nicht so, wenn die am Bauen sind. Es hat ja soooooooo viele Baustellen!) Das war eindrücklich, wir hatten eine traumhafte Aussicht und wurden sogar von einem buddhistischen Mönch gesegnet.
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Buddhistischer Tempel anschauen
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Fischermarkt in Rawai Beach
Das ist ja auch mal was anderes: Auf dem Markt den Fisch aussuchen und ins Restaurant nebenan bringen und kochen lassen. Mhhhhh! Die Auswahl war gross, man konnte sich zwischen allen möglichen Tieren aus dem Meer entscheiden und falls man Bedenken über die Frische dieser toten Tiere hat, kann man ja auch einfach einen noch lebigen Krebs oder so aussuchen….

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Rollerfahren
In Thailand sind ja sooo viele Roller unterwegs, da kommts ja auf zwei mehr auch nicht mehr an. 🙂 Es war sooo kuuul, auf den hügeligen Strassen entlang der Küste zu düsen. Unterwegs hat uns auch noch der Regen eingeholt, wir waren ja sowas von pflotschnass. Glücklicherweise hat er aber nicht so lange gedauert und schon bald waren wir wieder vom Fahrtwind trocken geföhnt.
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Schweizer WM-Spiele schauen
gehört ja schliesslich auch dazu, oder! Natürlich durften dabei die feinen Cocktails nicht fehlen.
Sich ins Nachtleben zu mischen gehörte hier irgendwie einfach dazu. Das Angebot der unterschiedlichsten Bars (ich glaub für jede Europäische Nationalität ist eine Lokalität vorhanden) ist gross, allerdings hat sich jetzt, in der Nebensaison, alles auf die Haupt-Ausgeh-Strasse konzentriert. Ausserdem konnte man direkt am Beach live Musik hören und sehen.
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Shopping
für jede Frau ein Paradies!! Sämtliche Designer-Marken die man sich vorstellen kann, zu recht erschwinglichen Preisen. Und in allen Versionen. Da gabs ja alles: Taschen, Kleider, Schmuck, Gürtel, Schuhe, Koffer, Parfums, etc. Natürlich war alles zum verhandelbaren Preis, mittlerweilen bin ich ja ein echter Profi was das betrifft.
Die Lieblingssätze der Shopbesitzer konnten wir dann auch nach kurzer Zeit schon auswendig: „Hello Määm, come in, take a look, yes, come in. Shirts, nice dresses, yeeeees come in. Make you a goooood price. Very cheap!“ „Same same, but diffrent!“ das war hier so der Standard-Satz.
Auch gabs eine Märthalle wo man wirklich alles kaufen konnte: Früchte, Gemüse, Gewürze, Fleisch, Fisch (tod und läbig) etc.
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Beauty & Wellness
Da auch dieses Angebot recht gross und günstig war, konnte ich mir das natürlich nicht entgehen lassen. So gabs Manicure, Pedicure, eine neue Haarfarbe, enthaarte Beine und einige Massagen für wenig Geld.

Tierwelt
Ich hab hier Bekanntschaft mit einigen lustigen Tieren gemacht!
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Am letzten Sonntag und Montag hats mich aber noch mit einer Migräne, die sich dann in eine Hals-Cheeri verwandlet hat, ins Bett geworfen. (So musste ich dann halt am Montag Abend das Schweiz-WM-Spiel mit einem Halstuch (bei der Hitze!!) ansehen.) Mitterlweilen gehts mir aber wieder besser.

Wir haben auch mit einigen Einheimischen Bekanntschaft gemacht und es war interessant etwas über deren Leben und die Kultur zu lernen. Der Sex-Tourismus ist hier wirklich present und ehrlich gesagt bin ich am Anfang recht erschrocken darüber. Man sieht hier die direkten Gegensätze: Riesige Hotel-Komplexe und direkt daneben hausen die armen Thais in Wellblech-Hütten. Die hübschen jungen Thai-Frauen, die ihren Körper an die alten weissen Männer verkaufen müssen, um die Familie zu ernähren. Es ist krass, was man hier alles mitansehen muss, es ist einfach nur traurig.
Die Thais an sich sind sehr freundlich und wenn man will auch sehr offen und erzählen gerne über ihre Kultur. Einer „unserer“ Beachboys, die uns immer die Sonnenschirme und Liegestühle bereit gestellt haben, hat uns einiges erzählt und uns geraten, einen Thai-Boyfriend zu suchen, weil es dann viiiiel einfacher sei, hier Urlaub zu machen, man müsse keine Unterkunft suchen und werde auf der ganzen Insel rumgeführt. 🙂

Von der Tsunami-Katastrophe, die diese Insel auch recht getroffen hatte, hat man eigentlich oberflächlich gesehen, nichts gesehen. Wir haben im Nachbarstädli einen Gedenkstein besichtigt und überall entlang der Strände waren „Tsunani-Evacuation-Zone“ markiert. Was mir aber aufgefallen ist, und was bestimmt auch auf den Tsunami zurück zu führen ist, man sieht praktisch nur neuere Autos. Ich hatte erwartet, dass hier viele schrottreife alter Klapperkisten rumfahren mit unzähligen Thais hinten drin und man sich fragen würde, wie dieses Gefährt das überhaupt aushält. Aber ich nehme an, dass diese nach dem Tsunami wohl gar nicht mehr fahrtauglich waren und ersetzt wurden, eben mit neueren Autos. Trotzdem habe ich glaubich zwei solche alte total verrostete Vehikel gesehen, an denen wirklich nicht mehr alle Teile dran waren. Bei den grossen neueren Autos wurde scheinbar gerne das Spiel gespielt „Wie bringen wir möglichst viele Leute auf meinen Jeep hintendrauf und fahren damit über die steilsten Strassen?“ Und auch bei den Rollern galt: Je mehr der Bauch eingezogen wird, desto mehr Leute haben Platz. Zum Teil wird dieses zweirädrige motorisierte Fortbewegungsmittel wirklich als Familienkutsche benutzt, ich habe nicht nur einmal Vater, Mutter mit 2-3 Kindern auf einem Roller gesehen. Alle ohne Helm natürlich. 🙂

Abgerundet wurde mein traumhafter Phuket-Aufenthalt am Mittwoch noch mit der Nachricht meiner lieben grössten Schwester, dass sie frischgebackene Mutter geworden ist und jetzt wieder ein neues Menschlein in meinem Leben eine Rolle spielt. Ich freue mich schon drauf, in gut zwei Monaten den kleinen Mann kennen zu lernen!

Jetzt gehts weiter in Indonesien, wo ich nun endlich endlich endlich meinen schweizer Boyfriend wiedersehe!! Und mich dann sicher für die nächsten sieben Wochen nicht mehr von ihm trennen werde. 🙂

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Letzte Australien Tage

11 06 2010

Die letzten Tage (meine letzten überhaupt) in Australien habe ich vorwiegend in Adelaide im Süden unten verbracht. Jedoch, weil in Australien ja alles umgekehrt als bei uns ist, wars im Süden recht kalt. So kalt, dass ich mir am ersten Tag ein anständiges (sprich Stadt-taugliches) Jäckli kaufen musste. Für unsereins nord-europäischer Abstammung wars recht lustig, zu beobachten, wie die Leute sich dort in ihrem sogenannten „Winter“ kleiden. Man sieht da wirklich alles: Von T-Shirt und Flip-Flops bis Winterjacke mit Schal und Kappe (direkt nebeneinander versteht sich). Wer jetzt hören will, welche Temperaturen wir denn hatten: ich weiss es nicht. Warscheindlich so um die 15 Grad oder so.

In Adelaide habe ich in einem gemütlichen Hostel gewohnt, wo ich ein paar gspässige Sachen erlebt habe (die ich hier jetzt aber absichtlich nicht ausführlich beschreibe, muss ja dann auch noch etwas zum erzählen haben). Nebst diesen gspässigen Sachen habe ich auch noch ein paar nette Frauen kennen gelernt, mit denen ich mich während meinem 5-tägigen Aufenthalt gut unterhalten habe. In der City selber gabs ein paar nette Plätze zu sehen. So waren zum Beispiel alle Museen gratis. Ich war im Southern Australian Museum, im Migrations Museum und im Kunst-Museum. War alles ganz nett. Nett war auch die Rundle Mall und die Rundle Street, wos tonnenweise Läden hatte zum Shoppen. Und am Sonntag einen Märt mit vielen selber gemachten Sachen. (Natürlich habe ich nichts gekauft, habe ja schliesslich eine Schwester, die schon alles selber näht.) Die Stadt an sich hat einen recht europäischen Charakter, und auch die Gegend darum herum hat mich sehr an – na? – die Schweiz erinnert. Nein, glaubt nicht, dass mich das Heimweh plagt und ich überall vertraute Orte zu sehen glaube, nein, es ist wirklich so.

Am Donnerstag zum Beispiel habe ich mit einer Deutschen, die ich im Hostel kennen gelernt habe, eine Wein-Degustations-Tour ins Barossa Valley gemacht. Der Weinkenner weiss nun wovon ich spreche: Barossa Valley ist weltberühmt und das grösste Weingebiet Australiens. Man kann Touren buchen, bei denen man mit einem Bus zu diversen Wein-Gütern gebracht wird und dort Weine degustieren kann.

Und hier noch eine gratis Geschichts-Lektion: Der Süden von Australien wurde in der Mitte des 19. Jh vor allem von Deutschen Lutheranern besiedelt (oder besudelt 😉 …) die aus Deutschland geflüchtet sind, weil der damalige deutsche Kaiser die Lutheraner nicht mochte und sie dazu aufforderte, sich mit einer anderen Glaubensgemeinschaft zusammen zu tun. So kam es, dass im Süden viele Ortschaften deutsche Namen hatten, die jedoch praktisch alle während den Weltkriegen umbenannt wurden, in mehr australisch klingende. Nur ein Dorf hat seinen ursprünglichen Namen nach dem Krieg wieder angenommen: Hahndorf. (Läck, ich könnte hier noch so viel schreiben, über dieses Dorf und so, aber das interessiert euch ja doch nicht. (Und falls doch, werde ich euch dass gerne mal erzählen.) Eins noch: Man findet um Adelaide herum praktisch nur Lutheranische Kirchen.

Jedenfalls äbä, im Barossa Valley hat mich die Landschaft sehr an die Schweiz erinnert, wegen den vielen gründen Wiesen, den Kühen auf der Weide, den Bergen (oke, es waren gutgemeinte Hügeli) und halt der ländlichen Gegend. Und es hatte viele Bäume und Heu- und Silo-Ballen (ich hoffe, liebe Familie, diese Frage ist nun damit geklärt und ihr könnt wieder ruhig schlafen.). Während unserer Wein-Tour konnten wir nicht nur riesige Rebberge bestaunen sondern auch einen Baum besichtigen, in dem im 19. Jh. eine Familie 5 Jahre lang gewohnt hat, das weltgrösste Schaukel-Pferd neben einer Holzspielzeug-Fabrik (ja, ich habe an meine Gotten-Meiteli gedacht) besteigen und auch noch eine Früchte-Trocknerei besichtigen (oder ämel den Fabrikladen).

Besagter Baum. "the Herbigs Family Tree"

Besagter Baum. "the Herbigs Family Tree"

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The wolds biggest rocking horse. (ich konnte leider nur auf dem kleinen reiten...)

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die gefallen euch wohl besser als die Schlange, oder?

Übrigens hat meine Begleiterin über unseren Wein-Auflug einen Beitrag für ein deutsch-australisches Radio gemacht. Sobald dieser Beitrag geschaltet wird und im Internet abrufbar ist, werde ich selbstverständlich den Link hier posten.

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zwei möche-gern Weinkennerinnen bei Versuch ein einigermassen ernsthaftes Foto für die Radio-Homepage zu machen.

Ausserdem habe ich am Freitag noch die Meer-Seite gesehen, Adelaide selber liegt ja nicht direkt am Meer. So war ich in Victor Harbor und bin dem Murray River entlang gefahren. Und im bereits erwähnten Hahndorf war ich natürlich auch.

Am Sonntag Abend gings dann weiter mit dem Zug nach Perth. Allerdings nicht mit irgendeinem Zug, sondern mit dem Stolz der Australier: mit dem Indian Pacific. Dieser verkehrt quer über den ganzen Kontinent von Sydney nach Perth und ist bekannt für die längste gerade Zugstrecke der Welt, die durch die Nullarbor-Wüste führt. Langweilig wars mir während dieser 40stündigen Reise nicht, weil eine Engländerin, die ich im Hostel in Adelaide getroffen habe, auch mit im Zug war. Es war ja sooo gemütlich. Den ganzen Tag nur faulenzen und lesen und nichts machen, hach, bis man nicht mehr weiss, wie man noch sitzen soll… 🙂 Der Zug hat unterwegs auch zweimal Halt gemacht, damit man frische Luft schnappen und die Füsse vertreten konnte. In Cook war der erste Halt. Diese Ortschaft ist mitten in der Nullarbor-Wüste, irgendwo im nirgendwo. (Nullarbor bedeutet übrigens „null Bäume“ und dem ist wirklich so, so weit das Auge reicht…) In Cook konnte man lesen, dass die Ortschaft 4 Einwohner, 6 Hühner, 3 Ziegen und 3 Mio. Fliegen hat. 🙂 Der zweite Halt war in Kalgoorlie, das an dem Ort gebaut wurde, wo zwei glückliche Gold-Gräber Ende 19. Jh. per Zufall auf Gold gestossen sind (und somit den Goldrausch im Westen ausgelöst haben).

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zwei Pijama-Tanten irgenwo im nirgendwo

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In Cook im Souvenier-Shop gesehen

Am Dienstag und Mittwoch war ich also noch in Perth, im Westen Australiens. Halt auch eine Stadt wie so viele andere auch. Dort war ich im Perth-Mint, die erste Gold-Münzerei im Westen Australiens, die während dem grossen Gold-Rausch um die vorletzte Jahrhundertwende eine grosse Rolle gespielt hat. Dort konnte man einen echten Goldbarren heben (der leider gesichert war), viele goldige Münzen anschauen und zusehen, wie so ein Goldbarren hergestellt wird. Perth liegt auch nicht am Meer, sondern am Swan-River, der aber zum Meer führt. Am Mittwoch bin ich dann (sozusagen als schöner Abschluss meines Australien-Aufenthalts) mit einem Schiff dem Swan-River entlang nach Fremantle, dem nächsten Städtli direkt am Meer, geschifft. Gemütlich wars und ich hatte eine schöne Aussicht. In Fremantle hoffte ich eigentlich, einen Sonnenuntergang direkt über dem Meer zu ergattern, leider waren mir da aber die Hafen-Giraffen im Weg.

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Blick zurück auf Perth vom Schiff aus

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am Swan River (übrigens hats in diesem River fast 20 Delphine)

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besagter Sonnenuntergang hinter den Hafen-Giraffen.

Am Donnerstag hiess es dann: Adios Aussies, Thailand ich komme. *Freu*

Ja soooo, nun, möchte ich noch ein kurzes Fazit über meine 2monate Australien abgeben:

Es hat mir gefallen, ja, aaaaber, zwei Monate waren jetzt genug. Klar, zum „nur“ Australien ansehen, sind zwei Monate natürlich recht wenig, aber da ich ja auf Weltreise bin, und ja vom Weiterreise-Fieber geplagt bin, ist es wirklich Zeit, mich wieder mal an eine neue Währung zu gewöhnen. Australien war schön. Aber ich muss sagen, die Ostküste hätte ich (bis auf Sydney und das Tauchen am Great Barrier Reef) auch auslassen können. Weil das, was ich mir von diesem Land erhofft habe, habe ich erst im Outback gefunden. Nichtsdestotrotz, ich habs genossen. Die Aussies sind lustige Leute, mit einem speziellen Humor (bei dem ich wegen den speziellen Dialekten häufig gar nicht, oder erst später, nachgekommen bin). Und sie haben gutes Bier (allerdings hat mir kürzlich jemand erklärt, dass meine Favoriten die typischen Frauen-Biere seien… jänusode). Ich habe gemerkt, dass sie furchtbar schlechte Filme und TV-Serien machen, mit so grottenschlechten Schauspielern und furchtbar unpassender Filmmusik! (Mir läufts jedes mal kalt den Rücken runter, wenn ich nur schon dran denke, wuaaaaa.)

Ich habe einiges über das Land gelernt, über die Geschichte vor der Besiedlung der Europäer und auch von der Geschichte nachher und diverse schwarze Kapitel davon. Es war schön, endlich diese Gegend zu sehen, über die ich schon so viel gelesen habe und bin stolz, diese Reise unverletzt, nicht bankrott (noch nicht…) und unbeschadet hinter mich gebracht zu haben. (Ich hoffe ja schwer, dass ich das in zwei Monaten auch wieder schreiben kann…)

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Heute bin ich in Thailand angekommen, auf der Insel Phuket, wo ich es mir die nächsten zwei Wochen so richtig gut gehen lassen werde.



The Ghan, The Alice, The Rock, The Olgas, The King

2 06 2010

Das letzte Wochenende habe ich im Outback verbracht. Wie mir schon viele Leute unterwegs versprochen haben, habe ich dort „the real Australia“ gesehen. Aber lasst mich mal alles von  vorne erzählen:

Am Mittwoch fuhr ich mit dem „The Ghan“ Zug von Darwin nach Alice Springs. Eigentlich ging die Fahrt ca. 1 Tag, aber da der Zug nach ca. 5 Stunden Fahrt in der Ortschaft Katherine einen 4-stündingen Zwischenstopp für Touren zum Katherine River einlegt, relativiert sich das ein wenig. Weil, wenn man dann wieder von dieser Tour zurück kommt (übrigens habe ich an diesem River zwei Wallabies und eine Schlange gesehen… wilde, versteht sich) isst man Znacht und danach legt man sich gelegentlich mal schlafen. Und am Morgen um 10 Uhr ist man ja schon in Alice.

Ich hatte noch eine lustige Begegnung im Ghan: Als ich in den Zug einstieg und meinen mir zugeteilten Sitzplatz suchte, habe ich gemerkt, dass ich wieder neben genau derselben jungen Frau sitze, die schon neben mir im Flugzeug von Cairns nach Darwin sass. Und als wir dann so miteinander über unsere Reise und die weiteren Pläne gesprochen haben, fanden wir heraus, dass wir auch in Alice im selben Hostel wohnen und dieselbe 3-Tages-Tour ins Outback machen. Sie kommt aus Teneriffa und hat diesen lustigen spanischen Akzent. Das war witzig! Die Zugfahrt war übrigens sehr angenehm, man hat genügend Beinfreiheit (mein grosser Bruder würde sagen, es sei „Erwachsenen-Gerecht“) und das Bahn-Restaurant ist nicht so teuer. Und man wird am Morgen von einem waaaaahnsinnig schönen Sonnenaufgang geweckt!

Alice Springs ist ja der Ausgangspunkt um zum Uluru (Ayers Rock) etc. zu gelangen. Deshalb sind eigentlich auch alle Leute, die man dort in den Hostels trifft, entweder am Kommen oder Gehen von dort. Ich habe mir am Donnerstag Alice auch noch angeschaut, aber nach ein paar wenigen Stunden hatte ich eigentlich gesehen, was man sehen muss. Eine schöne Aussicht über das Städtli hat man vom ANZAC-Hill, den man leicht besteigen kann (Reisebusse fahren auch hoch…)

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Aussicht auf Alice vom ANZAC-Hill

Vom Freitag bis Sonntag war ich also auf der Tour zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Australien. Ich war in einer Gruppe mit 24 Leuten, vorwiegend Frauen und die meisten davon auch alleine am Reisen. Es waren tolle und interessante Leute dabei und ich habe gute Bekanntschaften gemacht. Unser Tour-Guide war eine junge Frau, die uns einiges über die Aborigenies und die spirituellen Zwecke der jeweiligen Stätten für die Ureinwohner erklärt hat.

Am ersten Tag fuhren wir ca. 4h zum Kata Tjuta (englischer Name: The Olgas), was in der Aborigenie-Sprache „viele Köpfe“ bedeutet. Das sind riesige runde Felsköpfe, die aus dem Boden ragen. Ich war sehr beeindruckt davon, weil ich mir diese Köpfe viel kleiner vorgestellt habe, als ich im Reise-Führer ein Foto davon gesehen habe. Dort sind wir rumgewandert und unser Guide hat uns erklärt, wie die Kata Tjutas und der Uluru entstanden sind.

Am Abend haben wir dann am Uluru (englischer Name: Ayers Rock) den Sonnenuntergang angeschaut, oder besser gesagt, die Farbveränderung am Uluru, wenn die Sonne untergeht. Übernachtet haben wir unter freiem Himmel in sogenannten „Swags“, das sind wasserdichte Matratzen-Säcke, in die man mit dem Schlafsack reinschlüpft und dann ganz zugedeckt ist. Es war seeeehr kalt!! Hier ist ja jetzt Winter und solange halt die Sonne nicht scheint, wirds so um die 7Grad… Aber es war gemütlich, es kam so eine Lagerstimmung auf mit Lagerfeuer etc.

Am zweiten Tag haben wir auch noch den Sonnenaufgang, oder eben auch die Farbveränderung am Uluru wenn die Sonne aufgeht, angeschaut. Danach konnten wir entweder um den Uluru herumlaufen (Base Walk) oder hochklettern. Da die Aborigenies die Besucher jedoch bitten nicht hochzuklettern und auch aus gesundheitlichen Gründen davon abraten, habe ich natürlich den Base Walk gemacht. Dieser Base Walk dauerte ca. 2h und war zauberhaft. 🙂 Wenn man den Uluru so Nahe anschauen kann, sieht man wie uneben die Obefläche eigentlich ist und dass er von Nahem eigentlich ganz anders aussieht, als man sich das aus der Weite vorstellen kann. Was auch eindrücklich ist, ist die weite Landschaft, die sich darum herum befindet. Vom Uluru aus sieht man z.b. die Kata Tjuta, obwohl sie ca. 40 km. davon entfernt liegen. Auch erscheinen der Uluru oder die Kata Tjuta aus so weiter Distanz gesehen eher wie „Fata Morganas“.

Später am Nachmittag fuhren wir die 4h zum Kings Canyon. Dort verbrachen wir dann die zweite Nacht, gütigerweise in Zelt-Hütten, was jedoch nicht besonders wärmer war…

Am dritten Tag machten wir dann eine 3,5h Wanderung im Kings Canyon, was mir eigentlich am Besten gefallen hat. Dieser Canyon ist sehr eindrücklich! Wie alles hier im Outback ist der Boden, Steine und Felsen rot. Das kommt daher, weil es im Westen Australiens viel Eisen hat, der mit dem Westwind in die Mitte geweht wird. Da dort die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist, rostet das Eisen und daher ist in der Mitte alles rost-rot.

Danach gings wieder zurück nach Alice, mit einer 5stündigen Fahrt. Es war gigantisch, ich hatte viel Spass in diesen drei Tagen und Entfernungen relativieren sich mit so einer Tour total. (Wie weit kommen wir, wenn wir von der Schweiz 5h Auto fahren? Wie oft machen wir das schon?)…

Man bekommt hier auch nie genug von der eigentlich öden Wüstenlandschaft. Weil die Natur mit ihren Farben Kontraste setzt (rote Erde, grünes Gras und Büsche, blauer Himmel und weisse Wolken) woran man sich gar nicht satt sehen kann. Auch ist es spannend die Umgebung zu beobachten, weil immer die Möglichkeit besteht, wilde Tiere zu sehen (ich habe Kühe, Pferde, Adler und Kamele gesehen. Übrigens gibt es nur in Australien wilde Kamele!).

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Am ersten Tag hatten wir auch die Möglichkeit, auf einem Kamel zu reiten, das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

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vor den Kata Tjutas

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Uluru vor Sonnenuntergang

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Uluru aus der Nähe

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Am Kings Canyon

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auch Kings Canyon

Mittlerweilen bin ich nach einer 20stündigen Busfahrt in Adelaide ganz im Süden unten angekommen. Hier ist es jetzt Winter, für unsere Verhältnisse jedoch eher herbstliche Temperaturen.

Nun sind meine Tage in Australien auch schon wieder gezählt… bin nur noch gut 10 Tage hier! Time is running……



Darwin

25 05 2010
Viel gibts von den letzten paar Tagen zwar nicht zu berichten, aber auch das kann ich in einem Beitrag festhalten.
Wie ja schon erwähnt, hat mir die Hitze hier recht zu schaffen gemacht, dass ich davon abgesehen habe, teure Touren in die National Parks hier in der Umgebung zu machen.
Ich habe mir lieber das Städtli angesehen, zwar nicht zu Fuss (*schwitz*), nein in einem klimatisierten Bus. Oder habe mich in den Park gesetzt. Dort kommen allerdings bei Sonnenuntergang (dazu später mehr) nicht nur die Fledermäuse raus, sondern auch die besoffenen Aborigenies. Das ist ja das traurige hier an den Eingeborenen. Ich habe in Darwin alleine schon mehr gesehen als in den ganzen 6 Wochen davor zusammen, aber hier in der Stadt sind viele von ihnen dem Alkohol verfallen oder machen sonst einen verwilderten Eindruck.

Am Sonntag war ich am Mindill-Beach und bin den ganzen Nachmittag am menschenleeren Strand gelegen und habe gelesen. So gegen 17 Uhr habe ich plötzlich gemerkt, dass ganz viele Leute am Strand rumlaufen, ich aber die einzige bin, die im Bikini rumliegt. Habe mich dann angezogen und geschaut, was der Grund für diese Menschenmassen ist. Es war der Mindill-Beach Sunset-Market, der jeden Sonntag und Donnerstag dort stattfindet. Dort gibts unzählige Stände mit Kunst und Handarbeiten (vieles davon ist Aborigenie-Kunst) und auch viele Stände mit Essen aus der ganzen Welt. Und Menschen hatte es dort!! (Ich weiss nicht, wo die sich tagsüber alle verstecken!) Vor Sonnenuntergang habe ich mich dann auf eine Sanddüne gesetzt um den wunderschönen Sonnenuntergang zu beobachten. Ich war allerdings nicht die einzige. Viele viele andere Menschen wollten dasselbe sehen. Wir wurden alle nicht enttäuscht. Ein Sonnenuntergang wie im Bilderbuch! Als das Spektakel sich langsam dem Ende neigte und die Sonne hinter dem Horizont verschwand, ging ein begeistertes raunen durch die Menge. Es hat wohl nicht mehr viel gefehlt und die Leute hätten applaudiert…
Sehet selbst:

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Am Samstag habe ich mir das „Crocosaurus-Cove“ hier im Städtli angeschaut. Das ist ein Krokodil- Schildkröten und Reptilien-Haus. (Meine grösste Nichte hätte wohl einen grossen Bogen um dieses Haus gemacht…) Dort könnte man mit Krokodilen schwimmen und wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, diese auch füttern und halten. Ich konnte immerhin ein Baby-Krokodil streicheln. Und habe einer Schlange zugesehen, wie sie eine Ratte gegessen hat… Urgh. Aber interessant wars schon! Nach den Bildern, die ich in Cairns geshenen habe, mit Schlagen die Känguruhs etc. gegessen haben, habe ich mich schon gefragt, wie so eine lange dünne Schlange ein anderes, grösseres Tier in sich reinstopft. (Btw: Bei einem Schlangen-Käfig bei der Reptilien-Ausstellung war auch ein Bericht zu lesen, dass eine Schlange einen Hund gefressen habe, der schwerer war als sie selber und dass die Schlange mehr als eine Woche zum verdauen brauchte.) Falls jemand Fotos von diesem grusligen Spektakel sehen will, kann man mir ein Mail schreiben. (Ich sehe davon ab die Bilder hier zu zeigen, weil Schwangere und Minderjährige mitlesen…)

Später konnte ich dann auch noch selber eine Schlange halten (natürlich nicht dieselbe, die vorher die Ratte gefressen hat!). Es war gar nicht ecklig, die Schlange hat sich eher wie ein Spielzeug aus Gummi angefühlt, das man leicht verbiegen kann.

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Letzte Nacht, bzw. heute früh um 5.10 Uhr, hatten wir noch etwas „äktschen“ hier im Hostel. Nämlich ging ganz plötzlich der Feueralarm los. Hmm… im Halbschlaf brachte ich es dann fertig, die linke Kontaktlinse einzusetzen und danach Einäugig meine Tasche (inkl. Netbook natürlich, wäre ja schade um all die schönen Fotos) zu nehmen und sich mit allen anderen ca. 200 Hostelgästen zum Ausgang zu begeben. Dort mussten wir im Hinterhof warten und weil ich mich zusammen mit einem Zimmergspändli (aus Deutschland natürlich…) ganz nach vorne zum Zaun gedrängt hatte, konnten wir das Feuerwehrauto beobachten. Und einen Feuerwehrmann, der gelangweilt auf der anderen Strassenseite stand und das Gebäude beobachtet hat. Auch wir konnten keinen Rauch oder sowas entdecken und nach ca. 15 Minuten wurde Entwarnung gegeben und wir durften wieder auf unsere Zimmer. (Ich bin hier auf einer Etage, wos nur Zimmer für Frauen hat, mit jeweils einem Gemeinschaftsbad an jedem Ende des Ganges. Und ihr könnt euch ja vorstellen, dass nachdem wir wieder reindurften, natürlich erstmal alle WC’s besetzt waren…) 🙂

Morgen gehts weiter nach Alice Springs, wo mich angeblich wieder kühlere Temperaturen (und auch der Ayers Rock, die Olgas und der Kings Canyon) erwarten. Bin gespannt!



From „Gheeeens“ to Darwin

21 05 2010

Nebst dem saukuulen Tauchkurs habe ich während meinen 10 Tagen in Cairns nicht viel gemacht: In der City rumlaufen, shopping, am Meer an der Esplanade rumhängen, lesen oder einfach nur im Hostel relaxen. Am Sonntag habe ich allerdings noch eine kleine Tour nach Kuranda gemacht. Das ist ein kleines Dörfli mitten im Regenwald und total auf Touristen ausgerichtet, sprich tonnenweise Shops, Marktstände und Restaurants. Es gab auch noch eine Schmetterling-Zucht, ein Koala-Garten und ein Vogel-Park, aber ich hab mir das gespart (vor allem den Eintritt dafür). Und man konnte auf diversen kleinen Wegen durch den weltweit ältesten Regenwald laufen. Das habe ich natürlich gemacht, war ja auch gratis. 🙂 Kuranda an sich war eigentlich nicht so besonders, viel mehr beeindruckt hat mich aber der Weg dorthin und zurück, resp. die Transportmittel.

Hingefahren bin ich nämlich mit der Seilbahn, direkt über dem Regenwald. Das war wirklich ein Erlebnis (diese Attraktion hat auch schon Preise gewonnen), man sieht den Regenwald von oben und kann sich so ein Bild machen, wie weit und gross der eigentlich ist. Wohin man schaut, nur grün. Wahnsinn! Auch die Aussicht auf Cairns, die umliegenden Dörfer, Smithfield (ein Goldfeld) und das Meer waren atemberaubend.

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Zurück fuhr ich dann mit dem Zug, der Nostalgischen „Scenic Rail“. Die Zugstrecke führt über hohe Schluchten, vorbei an meterhohen Felsen und an Wasserfällen und es werden unterwegs einige Informationen von der Geschichte dieser Bahnstrecke erzählt. Es war schon ganz eindrücklich, weil die Männer, die vor ca. 120 Jahren am Bau beteiligt waren, nicht besonders komfortable Umstände genossen und die Baustellen sehr gefährlich waren.

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Es war zwar ganz schön, aber weil diese Fahrt zurück total 2 Stunden dauerte, es warm war und der Zug nicht besonders schnell, wird man halt sehr schläfrig. (Ich bin ja auch nur das Kind meiner Eltern…)

Ich war auch noch im historischen Museum in Cairns (weils so günstig war) und weil ich der einzige Besucher dort war, habe ich auch grad noch eine persönliche Führung bekommen. 🙂 Mein persönlicher Guide hat mir einiges über die Anfänge der Stadt erzählt und mir viele Gegenstände und Werkzeuge von früher gezeigt. Wirklich erstaunt haben mich diese Dinge nicht, weil ja alles europäischen Ursprung hat und unsereiner solche Sachen schon mind. einmal im Ballenberg gesehen hat. 🙂 Nebstdem hatte er aber noch Bilder von Schlangen zu bieten, die gerade ein Tier verschluckt hatten: Hunde, Katzen, Wallabies oder ein ganzes Känguruh. Eine Schlange hat sogar einen Plüsch-Hasen verschluckt… Das war wohl nicht so ergibig.

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Das sei angeblich früher (vor der Elekrizität) ein Kühlschrank gewesen. Oben Eis rein, in der Mitte die zu kühlenden Lebensmittel und zu unterst ein Topf für das geschmolzene Eiswasser.

In Cairns gabs auch noch den „Swiss Cake and Coffe Shop“ und das „SwissIn“ (ein Restaurant) und natürlich musste ich beides ausprobieren. Das Gipfeli und der Kaffee im Cake- and Coffee-Shop waren nicht so wirklich schweizerisch, aber das Zürcher Gschnätzlete im SwissIn dafür umso mehr. Ausserdem kam ich mir in dem Restaurant vor wie im Kreuz in Sachseln (ich war der einzige Gast) und die Preise auf der Menükarte waren auch schweizerisch (sauteuer!).

Am Mittwoch flog ich von Cairns („Gheeeens“) nach Darwin („Darwin“) und logiere in einem Hostel zmitzt in der City. Wobei City ein bitzeli übertrieben ist. Ich bin sehr froh, dasss ich nicht weit laufen muss um irgendwo hinzukommen, weil es ist sooo warm und wahnsinnig tüppig. Man hat das Gefühl, beim Laufen ständig vor sich hin blasen zu müssen um überhaupt vorwärts zu kommen. So tüppig ist es hier. Am Besten geht man einfach von Shop zu Shop weil die sind so schön klimatisiert.

Ich bleibe nun hier bis nächsten Mittwoch, weil ich erst dann einen Platz im Zug nach Alice Springs ergattern konnte. (Der Zug heisst „The Ghan“ und fährt nur zweimal wöchentlich.) Nun schaue ich mal, wie ich die nächsten paar Tage hier noch verbringen kann.

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I’m a diver!!

13 05 2010

Ihr dürft mich jetzt von und zu Level 1 open water Diver nennen! Habe die letzten 4 Tage einen Tauchkurs absolviert und heute doch tatsächlich die Zertifikation zum Tauchen bekommen. Das waren vier anstrengende Tage! Am Montag und Dienstag hatte ich jeweils einen halben Tag Theorie und am anderen halben Tag übten wir im Übungspool. Die Theorie bestand eigentlich aus DVD schauen und zuhören, was unser Instruktor so zu sagen hat und als Hausaufgabe ein Tauch-Buch mit 6 Kapiteln zu lesen und am Ende jedes Kapitels die 20 Fragen zu beantworten. Am Dienstag Nachmittag hatten wir dann die Theorie-Prüfung, vor der ich ein bitzeli Bammel hatte (zu unrecht) weil, naja so eine Prüfung auf English… hmm… aber glücklicherweise war das eine Multiple-Choice-Prüfung (Antworten waren schon vorgegeben, man musste nur die richtige ankreuzen) und so bestand ich die Prüfung mit nur 3 Fehlern (bei 50 Fragen).

Gestern und heute gings dann raus aufs Meer. Besser gesagt: Raus aufs weltberühmte Great Barrier Reef!! Das war der Hammer! Wir hatten pro Tag zwei Tauchgänge und gestern bestanden die auch mehr oder weniger aus Übungen, zum Beispiel mussten wir auf 12m unter Wasser unsere Schwimmbrillen ab- und wieder anziehen, den Luftschlauch (ich kenne die deutschen Namen für das Zeug nicht… in englisch heisst der Schlauch „Regulator“) und auch das Gstältli und den Gewicht-Gurt ab- und wieder anziehen. Und wir mussten demonstrieren, was machen, wenn unser Gspändli mal keine Luft mehr haben sollte. (Man muss seinem Gspändli seinen zweiten Regulator in den Mund schieben und langsam nach oben gehen. Dass das auch nicht ganz ohne ist, habe ich selber erlebt, nämlich wenn das Gspändli so doof ist und einem das Mundstück zunderobsi in den Mund schiebt, weil dann atmet man nämlich nicht Luft sondern Wasser…)
Nebst diesen „skills“ konnten wir (ich spreche da von meinem beiden Tauchkurs-Gspändli-Görls und mir) gestern das Tauchen und das Reef noch gar nicht so sehr geniessen. Auch waren wir ja noch zu unsicher und mussten uns recht darauf konzentrieren alles richtig zu machen. (das heisst: immer zu atmen und zu „equalizen“ d.h. Luftdruck im Kopf ausgleichen).

Heute wars dann dafür um so besser. Ich war schon um einiges sicherer unter Wasser und ich habe unglaublich viele verschiedene Fische gesehen! Häi, war das kuuul!!! Sowas muss man erlebt haben. Leider habe ich keine Schildkröten und auch Nemo nicht geshen, aber dafür viele andere Lustige Tierchen, über die halt noch kein Trickfilm gemacht wurde. 🙂
Hier ein paar Eindrücke:

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Yeah, I’m a diver!

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Mit unserem Instruktor (ich bin 2.v.l.)

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das ist ein irgendwas pineapple ding, ich weiss den Namen nicht mehr, das lag da so rum und wir konnten es halten

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Richtig gute Fotos von den Fischen hats halt keine gegeben, weils Fotografieren unter Wasser so eine Sache für sich ist, aber unter diesem Link könnt ihr schöne Fotos vom Reef anschauen.

Übrigens bin ich ja jetzt in Cairns (die einheimischen sagen so lustig „gheeeeens“) wo ich sicher noch bis mitte nächste Woche bleiben werde, weil erstens ist das Hostel so günstig (14Dollar pro Nacht), zweitens gibts hier gratis Internet (juhui, skypeeeen!!!) und drittens kann ich mich noch nicht so ganz entscheiden, wohin ich nachher will und wie ich dorthin gehen könnte/sollte/kann (selbstverständlich will ich nicht gehen, sondern fliegen oder fahren).