Brisbane und Hervey Bay
30 04 20106 Tage Brisbane und ich hatte einen Stadt-Koller… bin ja auch nur ein Landmeitli und musste drum wieder raus aus ser City. 🙂 Brisbane ist zwar an und für sich eine schöne Stadt, aber halt einfach ohne Meer-Anschluss. Und ohne Beach. (Was soll ich denn ohne Beach schon den ganzen Tag machen??) Wobei, das stimmt nicht ganz: Durch Brisbane hindurch fliesst ein River, der Brisbane River. Und die Einwohner der Stadt fanden, sie müssen auch einen Beach haben und drum haben sie an dem Brisbane River einen Beach hingestellt. Dort tümmeln sich nun tagsüber alle Mütter mit ihren noch nicht schulpflichtigen Kindern. Man könnte es eigentlich als offenes Schwimmbad bezeichnen und das ganze nennen sie nun City Beach. Wirklich beeindruckt hat mich das nicht und ich bin so schnell wie möglich geflüchtet, dorthin wos keine Kinder hatte. Auf ein Parkplätzli neben die grauhaarigen und kahlköpfigen (sprich, die ältere Brigarde).
Zum Thema ältere Leute kann ich noch zwei weitere Geschichten erzählen:
Irgendwann letzte Woche (ich kann im Moment die Wochentage wirklich nicht mehr auseinander halten) habe ich die grösste Bier-Brauerei des Staates Queensland angeschaut. Die brauen dort das hier sehr berühmte XXXX-Bier. (sprich: four-ex) Dort habe ich eine geführte Tour gemacht und dabei einen anderthalbstündigen Einblick ins Bierbrauen erhalten. War interessant, vor allem weil der Tourguide so lustiges Queensland-Dialekt gesprochen hat. Übrigens mahlen (oder haben gemahlt, so genau weiss ichs eben nicht) oder pressen oder was auch immer man damit macht, die den Hopfen mit einer schweizer Maschine von Bührer. Na, wer hätte das gedacht. Jedenfalls, und das war natürlich das Beste an der ganzen Tour, konnte man am Schluss 4 Bier gratis konsumieren. Das war lustig, weil, und jetzt kommts, ich während der Tour ein pensioniertes Päärchen kennen gelernt habe, mit denen ich dann das Bier genossen habe. Die zwei kommen aus der Nähe von Sydney und fahren nun mit ihrem Camper übers ganze Land. Ich hab mich echt gut amüsiert mit diesem Paar. Wir haben uns auch zusammen über die Queensländer lustig gemacht, eben wegen deren Dialekt. Z. b. sagen die ja, das wusste ich schon von Simons Erzählungen, nicht „kuinsländ“ einfach so, wie mans halt normalerweise sagt, sondern eben so recht übertrieben „qiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinslääääänd“. Und was mir noch aufgefallen ist, die sagen zur 8 nicht „eit“, sondern „ait“ und auch hey guys statt „hey gäis“ sagen sie „hai gais“… das hört sich komisch an und ich benötige so noch mehr Zeit um für mich das eben Gehörte zu verstehen. So hatte ich eben einen feuchtfröhlichen Nachmittag in der Bierbrauerei und bin, Nachmittags um 4 Uhr, ganz leicht angetrunken wieder in die City zurück gelaufen. 🙂
Nun zu meiner anderen Geschichte mit den alten Leuten :
Am Sonntag war hier ANZAC-Tag. (ANZAC=Australia New Zealand Army Corps) Da gabs einen riesen Umzug mit vielen vielen vielen Menschen und noch mehr Menschen die zugeschaut haben. Das Ganze läuft zum Zweck, dass man all die Kriegsopfer nie vergisst. Der Umzug an sich war aus meinen Augen schon seeeehr langweilig. Nur um tausende von Menschen, von jeder Altersklasse, in unterschiedlichen Uniformen zu bretrachten, die entweder laufen, eine Fahne tragen, ein Instrument spielen oder auf einem Auto/Golfwägeli/Panzer/Militärauto/Pferd/Rollstuhl (mit und ohne Motor) sitzen brauche ich keinen Umzug. Da kann ich auch an eine Hauptstrasse oder neben eine Militärbaracke sitzen… Während den ersten 40 Nummern habe ich mich noch amüsiert, indem ich halt alles mit „Fasnachts-Augen“ gesehen habe. So musste ich mir das Lachen ab und zu schon sehr verkneifen. Aber während den restlichen 60 Nummern habe ich mich nur noch gelangweilt. Noch mehr Menschen noch mehr und noch mehr und plötzlich: Da! Ein Schaf! Ein einziges!! hihi. Das war dann so ungefähr mein Highlight von dem Tag. Weil: Nach dem Umzug war der ganze Gspass dann eigentlich wieder vorbei. Alle Leute verstoben wieder in alle Ecken und die feschen, jungen Soldaten in ihren knackigen Uniformen führten die jungen Damen aus.
Ein kleines Konzert von drei Damen im Army-Stil mit einer Band die 50-Jahre Musik spielten und sangen konnte man noch sehen.
Eigentlich hätte ich schon mehr erwartet von so einem ANZAC-Tag aber immerhin habe ich ein kleines Souvenier: eine kleine Australien-Flagge. Juhui.



Ansonsten war ich in Brisbane zwei Mal im Kino, einmal auf dem Mt. Coo-tha und habe einmal das Hostel gewechselt. Auf dem Mount Coo-tha hat man eine waaaahnsinns Aussicht auf Brisbane. Sonst habe ich nicht viel gemacht, viel gelesen, viel geschlafen und mich über die lieben Zimmergspändli geärgert, die entweder stanken oder asiatischer Herkunft waren und demzufolge laut und rücksichtslos.
Seit Vorgestern (welcher Tag ist heute? Freitag? may be…) also seit Mittwoch bin ich nun in Hervey Bay. Das ist ein kleines Dörfli direkt am Meer, das aus meiner Sicht nur aus Shops, Hostels und Hotels besteht. Weil die Leute die hier sind ,wollen eigentlich alle irgendwie nach Fraser Island, das ist die weltweit grösste Sandinsel. Hervey Bay ist sowas wie der „Hauptverkehrsknotenpunkt“, man gelangt von hier aus mit der Fähre auf diese Insel. Ich habe für morgen eine Tour gebucht, diese Insel darf ich mir ja schliesslich nicht entgehen lassen (sagt jedenfalls Simon…) 😉
Während meiner ersten Nacht hier im Hostel habe ich nicht viel Schlaf bekommen, weil das Rudel Englisch-Party-People, mit denen ich das Zimmer teilte, sich zuerst im Zimmer warm-trinken mussten und nachher in der Bar, die sich direkt neben meinem Zimmer befand, unglaublich laut Musik gespielt wurde, und zwar bis morgens um 2 Uhr. Nachher konnte ich dann schlafen, aber auch nur bis um 8 Uhr, weil ein übernächtigter Freund meiner Zimmergenossen glaubte, seine Kumpels in meinem Zimmer wecken zu müssen. Ich habe ihm dann ganz freundlich gesagt, dass er gefälligst sofort das Zimmer verlassen soll, weil es ja eben noch solche gibt, die schlafen wollen. Nachher bin ich zur Reception gegangen und habe mir ein anderes Zimmer weeeeeit weg von der Bar geben lassen. Aber auch hier hört man den Bass von der Musik sehr gut. Dieses Zimmer teile ich mit nur 2 Frauen und hier hats sogar ein Bad, das nicht so dreckig ist. Herrlich! Natürlich muesste ich für die zweite Nacht, die ich schon gebucht hatte, keinen Aufpreis bezahlen. Als ich dann gestern noch die 3 Nacht gebucht habe, hat die Frau an der Lobby wieder den tieferen Preis, für das alte Zimmer verlangte. 🙂 da hab ich natürlich ganz schnell bezahlt, mich bedankt und bin davon gedüst, nicht dass die den Fehler noch merkt. Hihi.
Die letzten zwei Tage hier in Hervey Bay habe ich eigentlich nur am Strand verbracht, weil mehr kann man hier eigentlich auch nicht machen. Und dieser Strand ist ein Traum, aber sehet selbst:

Kategorien : Australien



















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