Brisbane und Hervey Bay

30 04 2010

6 Tage Brisbane und ich hatte einen Stadt-Koller… bin ja auch nur ein Landmeitli und musste drum wieder raus aus ser City. 🙂 Brisbane ist zwar an und für sich eine schöne Stadt, aber halt einfach ohne Meer-Anschluss. Und ohne Beach. (Was soll ich denn ohne Beach schon den ganzen Tag machen??) Wobei, das stimmt nicht ganz: Durch Brisbane hindurch fliesst ein River, der Brisbane River. Und die Einwohner der Stadt fanden, sie müssen auch einen Beach haben und drum haben sie an dem Brisbane River einen Beach hingestellt. Dort tümmeln sich nun tagsüber alle Mütter mit ihren noch nicht schulpflichtigen Kindern. Man könnte es eigentlich als offenes Schwimmbad bezeichnen und das ganze nennen sie nun City Beach. Wirklich beeindruckt hat mich das nicht und ich bin so schnell wie möglich geflüchtet, dorthin wos keine Kinder hatte. Auf ein Parkplätzli neben die grauhaarigen und kahlköpfigen (sprich, die ältere Brigarde).
Zum Thema ältere Leute kann ich noch zwei weitere Geschichten erzählen:

Irgendwann letzte Woche (ich kann im Moment die Wochentage wirklich nicht mehr auseinander halten) habe ich die grösste Bier-Brauerei des Staates Queensland angeschaut. Die brauen dort das hier sehr berühmte XXXX-Bier. (sprich: four-ex) Dort habe ich eine geführte Tour gemacht und dabei einen anderthalbstündigen Einblick ins Bierbrauen erhalten. War interessant, vor allem weil der Tourguide so lustiges Queensland-Dialekt gesprochen hat. Übrigens mahlen (oder haben gemahlt, so genau weiss ichs eben nicht) oder pressen oder was auch immer man damit macht, die den Hopfen mit einer schweizer Maschine von Bührer. Na, wer hätte das gedacht. Jedenfalls, und das war natürlich das Beste an der ganzen Tour, konnte man am Schluss 4 Bier gratis konsumieren. Das war lustig, weil, und jetzt kommts, ich während der Tour ein pensioniertes Päärchen kennen gelernt habe, mit denen ich dann das Bier genossen habe. Die zwei kommen aus der Nähe von Sydney und fahren nun mit ihrem Camper übers ganze Land. Ich hab mich echt gut amüsiert mit diesem Paar. Wir haben uns auch zusammen über die Queensländer lustig gemacht, eben wegen deren Dialekt. Z. b. sagen die ja, das wusste ich schon von Simons Erzählungen, nicht „kuinsländ“ einfach so, wie mans halt normalerweise sagt, sondern eben so recht übertrieben „qiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinslääääänd“. Und was mir noch aufgefallen ist, die sagen zur 8 nicht „eit“, sondern „ait“ und auch hey guys statt „hey gäis“ sagen sie „hai gais“… das hört sich komisch an und ich benötige so noch mehr Zeit um für mich das eben Gehörte zu verstehen. So hatte ich eben einen feuchtfröhlichen Nachmittag in der Bierbrauerei und bin, Nachmittags um 4 Uhr, ganz leicht angetrunken wieder in die City zurück gelaufen. 🙂

Nun zu meiner anderen Geschichte mit den alten Leuten :
Am Sonntag war hier ANZAC-Tag. (ANZAC=Australia New Zealand Army Corps) Da gabs einen riesen Umzug mit vielen vielen vielen Menschen und noch mehr Menschen die zugeschaut haben. Das Ganze läuft zum Zweck, dass man all die Kriegsopfer nie vergisst. Der Umzug an sich war aus meinen Augen schon seeeehr langweilig. Nur um tausende von Menschen, von jeder Altersklasse, in unterschiedlichen Uniformen zu bretrachten, die entweder laufen, eine Fahne tragen, ein Instrument spielen oder auf einem Auto/Golfwägeli/Panzer/Militärauto/Pferd/Rollstuhl (mit und ohne Motor) sitzen brauche ich keinen Umzug. Da kann ich auch an eine Hauptstrasse oder neben eine Militärbaracke sitzen… Während den ersten 40 Nummern habe ich mich noch amüsiert, indem ich halt alles mit „Fasnachts-Augen“ gesehen habe. So musste ich mir das Lachen ab und zu schon sehr verkneifen. Aber während den restlichen 60 Nummern habe ich mich nur noch gelangweilt. Noch mehr Menschen noch mehr und noch mehr und plötzlich: Da! Ein Schaf! Ein einziges!! hihi. Das war dann so ungefähr mein Highlight von dem Tag. Weil: Nach dem Umzug war der ganze Gspass dann eigentlich wieder vorbei. Alle Leute verstoben wieder in alle Ecken und die feschen, jungen Soldaten in ihren knackigen Uniformen führten die jungen Damen aus.
Ein kleines Konzert von drei Damen im Army-Stil mit einer Band die 50-Jahre Musik spielten und sangen konnte man noch sehen.
Eigentlich hätte ich schon mehr erwartet von so einem ANZAC-Tag aber immerhin habe ich ein kleines Souvenier: eine kleine Australien-Flagge. Juhui.
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Ansonsten war ich in Brisbane zwei Mal im Kino, einmal auf dem Mt. Coo-tha und habe einmal das Hostel gewechselt. Auf dem Mount Coo-tha hat man eine waaaahnsinns Aussicht auf Brisbane. Sonst habe ich nicht viel gemacht, viel gelesen, viel geschlafen und mich über die lieben Zimmergspändli geärgert, die entweder stanken oder asiatischer Herkunft waren und demzufolge laut und rücksichtslos.

Seit Vorgestern (welcher Tag ist heute? Freitag? may be…) also seit Mittwoch bin ich nun in Hervey Bay. Das ist ein kleines Dörfli direkt am Meer, das aus meiner Sicht nur aus Shops, Hostels und Hotels besteht. Weil die Leute die hier sind ,wollen eigentlich alle irgendwie nach Fraser Island, das ist die weltweit grösste Sandinsel. Hervey Bay ist sowas wie der „Hauptverkehrsknotenpunkt“, man gelangt von hier aus mit der Fähre auf diese Insel. Ich habe für morgen eine Tour gebucht, diese Insel darf ich mir ja schliesslich nicht entgehen lassen (sagt jedenfalls Simon…) 😉
Während meiner ersten Nacht hier im Hostel habe ich nicht viel Schlaf bekommen, weil das Rudel Englisch-Party-People, mit denen ich das Zimmer teilte, sich zuerst im Zimmer warm-trinken mussten und nachher in der Bar, die sich direkt neben meinem Zimmer befand, unglaublich laut Musik gespielt wurde, und zwar bis morgens um 2 Uhr. Nachher konnte ich dann schlafen, aber auch nur bis um 8 Uhr, weil ein übernächtigter Freund meiner Zimmergenossen glaubte, seine Kumpels in meinem Zimmer wecken zu müssen. Ich habe ihm dann ganz freundlich gesagt, dass er gefälligst sofort das Zimmer verlassen soll, weil es ja eben noch solche gibt, die schlafen wollen. Nachher bin ich zur Reception gegangen und habe mir ein anderes Zimmer weeeeeit weg von der Bar geben lassen. Aber auch hier hört man den Bass von der Musik sehr gut. Dieses Zimmer teile ich mit nur 2 Frauen und hier hats sogar ein Bad, das nicht so dreckig ist. Herrlich! Natürlich muesste ich für die zweite Nacht, die ich schon gebucht hatte, keinen Aufpreis bezahlen. Als ich dann gestern noch die 3 Nacht gebucht habe, hat die Frau an der Lobby wieder den tieferen Preis, für das alte Zimmer verlangte. 🙂 da hab ich natürlich ganz schnell bezahlt, mich bedankt und bin davon gedüst, nicht dass die den Fehler noch merkt. Hihi.
Die letzten zwei Tage hier in Hervey Bay habe ich eigentlich nur am Strand verbracht, weil mehr kann man hier eigentlich auch nicht machen. Und dieser Strand ist ein Traum, aber sehet selbst:

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Meine (eine) liebe grosse Schwester

24 04 2010

Sie musste die letzten drei Wochen (resp. die ersten drei Wochen überhaupt) in ihrem nigelnagelneuen gelben grossen schönen Haus ohne Internet und Telefon überstehen! Sie muss jetzt alles nachholen und nachlesen was in dieser Zeit im Internet so passiert ist und freue mich natürlich über ganze drei neue Kommentare. Während ich nun auf meiner Reise mittlerweilen schon um die halbe Welt geflogen bin, habe ich für sie gesammelt. Nein, nicht Geld und auch keinen Stoff (den ich dir, liebe grosse Schwester, ganz sicher nicht heimbringen werden würde, weil ich nur für Stoff, den man noch nicht mal anziehen kann, ganz sicher keinen Platz in meinem Gepäck, das ohnehin schon 23kg wiegt, mehr habe). Ich habe Ideen gesammelt. Weil, wer hats noch nicht entdeckt, meine grosse Schwester ist unglaublich kreativ und setzt alle ihre Ideen mit ihren unglaublich tollen Nähmaschinen in Tat, resp. unglaublich brauchbare Kleider und Taschen, um. Hier ein Link als Beweis.
Auf meiner Reise sind mir bisher schon einige lustige Motive aufgefallen, die als Inspiration für neue lustige Werke gelten sollen. In ihrem neuen riesengrossen Nähatelier in ihrem nigelnagelneuen Haus entsteht ja vielleicht schon bald etwas davon.

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Falls gefunden, bitte diese Prinzessin zum nächsten Schloss bringen.
(gesehen im Disneyland)

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Am Flughafen in L.A. Waren zwei härzige Mädchen mit solchen Rollköfferchen unterwegs, auf denen jeweils ihr Name drauf gestickt war.

Auf Hawaii entdeckt:
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Ich schreie nur wenn mich hässliche Menschen halten.

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Sieht mein Hintern mit der Windel dick aus?

In Sydney habe ich auch lustige Sprüche auf Kinderkleidern gesehen, die ich leider nicht fotografieren konnte, aber die Sprüche gingen ungefähr so:
– Wenn du mich schon süss findest, dann solltest du erst meine Mutter/Tante/Gotte/Grossmutter sehen!
– …weil ich eine Prinzessin bin, darum! (und das natürlich in rosa und viel glitzer und glimmer und Sternchen und so drumherum)

Ja, das wärs mal für den Anfang. Falls mir noch weitere lustige Sachen über den Weg laufen, lasse ich euch das wissen.

Da ich meiner grossen Schwester schon keinen Stoff heimbringe, habe ich dafür einen Stoffmärt in Brisbane fotografiert. Ist doch auch was.
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überall diese Beaches…

20 04 2010

Jetzt ists mal wieder Zeit für ein Update. Liest überhaupt noch wer mit?? 🙂

Die ersten vier Tage in Sydney war ich in einem Hostel am Bondi Beach. Dort konnte ich schon die ersten schlechten Eindrücke von den sogenannten Backpackern in Australien machen. Meine bisherigen Eindrücke, die ich in den USA (und davor bei meinen Hostel-Erfahrungen in Europa) gemacht habe, waren durchwegs gut, alles anständige Leute, hatte immer angenehme Zimmergspändli etc. Aber hier… grmbl…. Ich habe mir das Zimmer mit 3 speziellen Damen geteilt, die sich alle gegenseitig nicht ausstehen konnten und von denen aber keine besser als die andere war. Ich habe allen dreien natürlich geduldigt zugehört, wenn sie über die anderen zwei geschimpft haben, aber natürlich habe ich mich schön diplomatisch schweizerisch neutral aus allem rausgehalten. Ich hätte auch nicht viel bewirken können, da ich zwei von denen, die Engländerin (brrrrr britisch inglisch… uaaa….) und die Uruguayanerin (mit eines breeeeeeeiten sphanisen aksent… uuurgh), praktisch nicht verstanden habe. Die dritte im Bunde, eine Deutsche, dafür umso besser (weisste, und dann kommt die und macht solchen Lärm und blablabla…)
Trotz allem (nächtliches Kommen und Gehen der Zimmergspändli, ergo nicht viel schlaf und auch Nachwirkungen vom Jet-Lag) bin ich mit dem Bus in die City zum Circular Quay gefahren, bin mit einer Fähre auf die andere Seite zum Zoo rüber geschifft, und dort mit einem Luftseilbähndli über den Zoo rüber gedüst und habe mir im Zoo wiedermal Giraffen, Elefanten und Löwen angeschaut. Und diesmal aber auch noch Kängurus, Koalas und Emus. Sonst gabs nicht viel Spannendes. Drum bin ich dann wieder zum Circular Quay rüberge“fähr“t und habe tonnenweise Fotos vom Opera House und von der Harbour Bridge gemacht.
An einem anderen Tag habe ich einen Coast-Walk (zu Deutsch: Küsten-Spaziergang) gemacht vom Bondi Beach zum Tamarama Beach und zum Bronte Beach. Dort habe ich etwas ganz Spezielles gesehen: Einen Friedhof an bester Lage, direkt an der Küste. Da dieser Friedhof über 100 Jahre alt ist und hier ja noch keine Gräber ausgehoben werden (so wie bei uns nach ca. 20 Jahren) ist er riesig! Und nicht wirklich schön. Dort liegen/stehen hunderte von Grabsteinen, in allen variationen, auf denen steht, wer der verstorbene war, in welchem Altersjahr er gestorben ist, wessen Frau er hinterlässt, wessen Sohn er gewesen ist, welchen Beruf er ausgeübt hat, wo er geboren und gestorben ist, etc. Meistens sind dann das auch Familien-Gräber, das war dann ganz interessant, ganze Stammbäume dort zu entdecken. Aber eigentlich war es ein gruseliger Ort und drum habe ich mich dann schon bald wieder aus dem Staub gemacht.

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Der Friedhof „Waverley Cemetery“

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Auf dem Küsten-Spaziergang, im Hintergrund der Tamrama-Beach

Übers Wochenende konnte ich bei Natalie, der Frau von meinem Cousin, der ja eben jetzt auf Fiji arbeitet, wohnen. Sie lebt mit ihrem 14-jährigen Sohn in einem 3-Zimmer-Appartment und ich konnte dort das Sofa hüten. Wir haben zusammen Ausflüge zum Manly Beach gemacht, der sehr berühmt ist. Auf dem Weg dorthin sind wir über die Harbour Bridge gefahren und als wir anschliessend noch eine andere Brücke überqueren wollten, mussten wir warten, weil diese Brücke gerade für ein paar Yachten, die durchsegeln wollten geöffnet wurde. Am Sonntag sind wir zu dritt mit dem Bus zum Watsons Bay gefahren, dort kann man bis zum Kap hinauslaufen und von dort aus hat man eine wahnsinns Aussicht. Als wir uns auf den Weg zurück machten zu Fuss und mit der Fähre, erlebten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang hinter der Skyline von Sydney. Das war gradächli kuul.

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Sonnenuntergang hinter Sydney und Harbour Bridge, inkl. Vulkan-Wolke, haha kleiner Scherz 🙂

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Natalie und ich

Ich habe zwei total unterhaltsame Tage mit Natalie und ihrem Sohn verbracht und habe mich am Montag morgen wieder verabschiedet. Diesen Tag habe ich noch in Sydney verbracht, um meine kulturelle Seite zu pflegen bin ich ins Australian Museum gegangen (gähn, aber juhui, Studenten-Rabatt, hihi), bin mit dem Gratis-Bus rumgefahren, habe mir die St. Mary Cathedral von innen angesehen und dann habe ich mich in den Hyde-Park geflätzt, ge“lunch“t und begonnen einen Rosamunde Pilcher-Roman zu lesen (es stand leider nichts besseres zur Verügung…) Um 18:30 Uhr konnte ich in den Bus einsteigen und ganze 13 Stunden später, heute morgen um halb 9 Uhr bin ich in Byron Bay wieder ausgestiegen. Läck, war das unbequem… geschlafen habe ich nicht viel, weshalb ich mich heute auch den ganzen Tag müde durch die Strassen geschleppt habe. Ich wohne hier in einem Hostel das zwar teuer (rund 40Dollar pro Nacht!!!) dafür aber zentral und extrem sauber ist. Byron Bay ist ein Hippie-Städtchen, so ganz gemüüütlich. Als ich ankam, habe ich mir zuerst mal einen guten Kaffe in einem Italienischen Kaffee gegönnt und dazu Pancakes. Bekommen habe ich 2 riesige Pancakes und je eine Kugel Vanille- und Schoggi-Glace und tonnenweise süüüüsser Sirup. Nachdem ich das ganze Zeug verputzt hatte, habe ich mich und den ganzen Zucker erstmal durch die gefühlten 3000 Shops gerollt und habe natürlich nichts gekauft. (Von den zwei T-Shirts mal abgesehen.) Was mir an Australien schon aufgefallen ist, dass die in allen Kleider-Läden Räucher-Stäbli anzünden… Nicht nur hier in dem Hippie-Kaff, sondern auch schon in Sydney. Keine Ahnung was die damit bezwecken, vielleicht hoffen die Ladenbesitzer, dass wenn den Kunden davon schlecht wird, die dann länger im Laden bleiben… Weil fein schmöckt das Zeug nicht! Nach einer Woche Sonnenschein in Sydney hat mich hier leider der Regen erwartet, was mir heute aber noch ziemlich egal war, weil ich das in meinem Halbschlaf-Spaziergang sowieso nicht gemerkt habe.

Wie auch immer, morgen werde ich mir ein Velo mieten und die Gegend hier ein wenig erkunden und hoffe, dass es nicht regnet. Habe nämlich gemerkt, dass ich gar keine Regenjacke dabei hätte… 🙂 Ja, ich habe beim packen, damals vor sechs Wochen, nicht so viel studiert… Jänu.

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Welcome to wunderful Sydney!

14 04 2010

Das hat mir gestern Natalie, die Frau von meinem Cousin Bruno, geschrieben, als ich mit ihr Kontakt aufgenommen habe. Sie wohnt und arbeitet hier in der Stadt und ich habe mich gestern Abend schon mit ihr getroffen. Mein Cousin arbeitet seit einigen Monaten auf Fiji, weshalb ich ihn leider nicht treffen kann. Natalie hat mich nun eingeladen, ab Freitag bei ihr zu wohnen, sie möchte mich dann auch noch in Sydney rumführen.

Alles was ich bisher von dieser Insel gesehen habe – zwar nur den Boni Beach – gefällt mir seeeeeehr gut! Es ist traumhaft, riesige Wellen, extrem feiner Sand, so wenig Leute und das in einer Metropole! Ich habe mich jetzt auch endlich mal über die öffentlichen Verkehrsmittel heir im ganzen Land informiert und habe so eine Grobplanung erstellt, wie ich die nächsten zwei Monate hier verbringen könnte. Ich freue mich total darauf, dieses Land, worüber ich schon so viele Bücher gelesen habe, endlich selber zu entdecken. Ich glaube auch, dass wenn ich die Preise gut vergleiche und gut kalkuliere, komme ich relativ günstig und innerhalb meines Budgets voran. Hier ist ja alles so teuer! Vorallem die Lebensmittel… das ist unglaublich. In L.A. gabs noch so riesige 99Cent-Supermärkte, in denen wirklich ALLES nur 99Cent war, auf Hawaii war ich dann schon geschockt, wie teuer alles ist und hier ists grad nochmal extremer… Das ist nur einer von den Unterschieden, die ich bisher schon gegenüber USA festgestellt habe. Auch sprechen einen hier alle mit Darling, Honey, Love etc. an und die kleiden sich auch extremst komisch! Die Mode hier kann man ungefähr mit der in Grossbritannien zu vergleichen, es soll einfach möglichst komsich aussehen und die unpassendsten Sachen sind zu kombinieren. Und: hier gibts an jedem Ecken Internet-Cafes. Dafür nirgendwo Wireless-Internet. Sogar im Hostel müsste man dafür bezahlen. Deshalb sitze ich nun jeden Morgen im Mc Donals und schlürfe ein Kaffee, bei McDonalds gibts ja auf der ganzen Welt freies Internet.



adee hang-loose…

10 04 2010

ja und schon sind sie vorüber, die zwei Wochen auf Hawaii… Mit ein wenig wehmütigen und doch auch vorfreudigen Gefühlen mache ich mich nun auf den Weg nach good old „Down Under“.

In der letzten Woche war ich doch wieder etwas aktiver als in der vorherigen Woche.
An einem Tag war ich in Pearl Harbor und habe mir das U-Boot „Bowfin“ aus den Kriegszeiten angesehen und auch das Aviation-Museum auf Ford-Island. Es war ganz interessant. Aber das ist auch schon alles. Ich interessiere mich ja schon für Geschichte, aber das war mir einfach etwas zu sehr militärisch. Was ich sagen kann, es war seehr interessant, ein solches U-Boot zu sehen, weil innen drinn ja überhaupt kein Platz für so viele Leute zu sein scheint und es mir unmöglich erscheint, Tage, geschweige denn Wochen, darin zu leben. Die Männer mussten sogar in Schichten schlafen, da es nicht genug Betten für alle hatte…
Dass ich im Waimea-Natural-Park war, habe ich ja schon geschrieben.
Mitte Woche fuhr ich mit zwei Hostel-Gspändli mit dem Bus zum nahe gelegenen „Hanauma Bay“. Dort hats im Meer direkt am Strand ein grosses Korallen-Riff, wo man schnorcheln kann. Dafür bezahlt man allerdings $7.50 Eintritt, weils ein National-Park ist, und man muss zuerst einen Film schauen, bei dem einem eingetrichtert wird, dass man nicht auf das Riff stehen darf, weil man sonst den Lebensraum der dort ansässigen Fische zerstören würde etc. Und dann konnten wir dort schnorcheln. Das war vielleicht kuul! Wir haben viele verschiedene Fische gesehen, in allen Farben, Grössen und Formen. Dort haben wir dann auch den ganzen Tag am Strand rum gelegen und uns mächtig bräunen lassen.
Hier ein Foto vom Hanauma Bay
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Vorgestern habe ich mit der Holländerin, die auch im Hostel war, zwei Roller gemietet und wir sind damit zum „Waimanalo Beach“ gefahren. Um dorthin zu kommen mussten wir uns zwar 1,5 Stunden den Wind um die Ohren sausen lassen, aber das wars total wert. Nicht nur, dass wir auf einer Strasse fuhren, die direkt an der Küste entlang führte, nein, der Beach war auch das absolute Paradies! Grünes Meer, weisser Strand, blauer Himmel, strahlende Sonne und endlich mal keine Wolke in Sicht! So stellt man sich Hawaii vor! Dass es dort auch gaaanz wenig Leute hatte, muss auch noch erwähnt werden. Dort haben wir uns dann auch ein paar Stunden von der Sonne bräunen lassen.
Hier ein paar Fotos dazu:

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hier entlang führte die Strasse, auf der wir fuhren… 🙂

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zwei unerschrockene Scooter-Fahrerinnen, die an diesem Tag zwei gaaaanz gute Schutzengel dabei hatten… 😉

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that’s me on the road! (womit auch das mit dem Schutzengel erklärt ist…)



Ich und die Schtars

8 04 2010

Hier in den USA trifft man ja an jedem Ecken berühmte Personen, sogenannte S(ch)tars. Könnte man meinen. Ist auch so. Ich habe nämlich nicht nur die Schtars auf dem Hollywoodbulevard gezählt, sondern auch noch richtige Schtars gesehen, jaja, man staune.

Als ich nämlich mit dem Sightseeingbus in L.A. über den Rodeo Drive fuhr, kam mir da plötzlich so ein Typ auf dem Trottoir, der doch sehr natürlich und so unbewacht rüber kam, so extrem bekannt vor. Ja und dann kam mir in den Sinn, das ist doch Adam Sandler! Als ich das geschnallt habe, waren wir dann leider mit dem Bus schon wieder 10 Meter weiter und als mir in den Sinn kam, evtl. ein Foto zu machen, waren wir schon viel zu weit.

An der gleichen Strasse konnten wir dann eine halbe Stunde die Füsse vertreten, wo wir dann auch die Fotos vor dem Pretty-Woman-Hotel gemacht haben. Da fiel uns eine Gruppe mit Leuten auf, die so riesige Kameras hatten, Scheinwerfer und allerlei so lustige Sachen und wir merkten, aha, das ist eine Film-Crew. Nach weiterem rumfragen erfuhren wir, das Jennifer Aniston gerade dort einen Film am drehen sei. Wir haben sie zwar nicht gesehen, aber ich kann jetzt sagen: ich war gleichzeitig wie Jennifer Aniston auf dem Rodeo Drive. (und auch mit Adam Sandler.)

Hier auf Hawaii könnte man meinen, sei man mal sicher vor den Schtars, aber nein, nicht mal hier lassen sie einem in Ruhe. Als wir kürzlich auf dem Weg zum Diamonds Head waren, fiel uns ein Sattelschlepper auf, der vorne eine Filmcrew und hinten ein teures Auto hatte. Wir hatten uns nichts weiter gedacht und sind unserem Ziel entgegen gewandert.
Am späteren Nachmittag überquerte ich nochmal dieselbe Strasse und sah zufällig dasselbe Gefährt nochmal und ich achtete mich dabei genau darauf, wer denn hinter dem Steuer von dem gefilmten Auto sitzt und es war kein geringerer als George „Nespresso, what else?!“ Clooney. *Lechtz*. Jaja. Allen, denen ich danach davon erzählt habe, haben gesagt gekreischt: whaaaaat, tschortsch kluuuuuniiii???? on the same time like me on the island???? wwwoooowww!

Hihi, ja, das ist wirklich wow!

(auch da kams mir dann leider auch viel zu spät in den Sinn, dass ich davon ja ein Beweisfoto benötigen täte…)

Heute hat mir jemand erzählt, dass er sich kürzlich von seiner Freundin getrennt habe. Anscheinend hat er mich also auch gesehen. 🙂



Hawaii

6 04 2010

Wenn man sich Hawaii so vorstellt, sieht man eine Insel, immer schönes Wetter, schön warm, nie Regen, alles exotisch und viele gutaussehnde Surfer.

Nundenn, leider ist dem halt nicht so. seit ein paar Tagen geniesse ich mein nichtstun bei Regen und Wind (was meinem Sonnenbrand, den ich mir am ersten Tag eingeholt habe und einer Lichtdermatose im Gesicht (bitte googeln, wenn man wissen will was das ist) eigentlich recht gut bekommen ist) und verbringe so die Tage mit Joggen (man lese und staune), mit lesen (nur englische Bücher natürlich), internetlen, computerspielen (ich kenne jetzt die Regeln vom Spiel „Hearts“ und habe auch schon zwei mal gewonnen!! das mache mir mal einer nach!) und mich mit den Leuten hier im Hostel unterhalten. Hier sind sehr viele alleinreisende, und mit denen kommt man halt schneller in kontakt, als mit „Gruppen-reisenden“. Hier habe ich auch die ersten Schweizer kennen gelernt: zuerst war da eine von Wollerau SZ, danach zwei von Baden AG und jetzt einer vom Kt. Thurgau. Wir habens hier sehr lustig, es ist ein wirklich gutes und empfehlenswertes Hostel.

Natürlich unternehme ich zwischendurch auch was. So war ich schon auf dem Diamonds Head, einem Kratergipfel(i), von dem aus man eine wahnsinns Aussicht auf Honolulu, den Ozean und das Hinterland hat. Dann war ich noch im Honolulu-Zoo, wobei der nicht viel Neues zu bieten hat und noch an ein paar von diesen vielen Stränden hier rund um die Insel. Heute habe ich noch meine bisher beste Tour hier gemacht: Ich war im Waimea-Waterfall-Park. Das ist ein Naturpark, wo man tropische Flora und Fauna bestaunen kann (es ist unglaublich, welche schöne Blumen hier blühen, kuriose Bäume wachsen und sonderbare Meldoien von den Vögel zu hören sind.) Am Ende des Parks war dann noch ein Wasserfall, der berühmt ist aus der Fernseh-Serie „Lost“. Die kenn ich zwar nicht, aber für Original-Filmschauplätze bin ich ja immer zu haben.

Letzten Samstag wollte ich meinen Geburtstag eigentlich nicht gross zelebrieren. Ich habe mich sehr über die vielen SMS und Mails gefreut, aber es ist halt schon nicht dasselbe, wenn nicht die „eigenen“ Leute da sind, und mit einem feiern. Ich habe den Tag joggend (man lese und staune schon wieder) und im Starbucks (guter Kaffee, juhui) und am Strand (trotz Regen) verbracht. Am Abend habe ich mir noch den zweiten Teil von Lord of the Rings im TV reingezogen, nachdem ich am Vorabend schon den ersten Teil gesehen habe. (In erster Linie habe ich nur Gemetzel und unverständliches Zeugs gesehen) Währenddem habe ich einen Blumenstrauss von meinem Boy-Friend gesendet erhalten, zusammen mit einer Flasche Champagner, die ich dann mit einer Österreicherin und einem New York-Schweden getütscht habe. So habe ich einen wirklich richtig gemütlichen Geburtstag verbracht.

Da ich jetzt die ganzen zwei Wochen im selben Hostel verbringe, sehe ich viele Leute kommen und gehen. Mir macht das Spass und ich bin auch mitterweilen schon fast ein wenig „zu Hause“ da. Gestern habe ich schon den zweiten allwöchentlichen Sonntag-Grill-Abend hier erlebt und es war ein seeeehr lustiger, feucht fröhlicher Abend, mit einem hauffen Leute aus der ganzen Welt (vor allem Europa), englischen Witzen und amerikanischem Wein und Bier.

Hier habe ich auch eine Holländerin kennen gelernt, die gleich alt ist wie ich, und in ungefähr der gleichen Zeit wie ich eine ganz ähnliche Weltreise macht. Deshalb werde ich sie ziemlich sicher zwischen Juli und mitte August in Indonesien wieder treffen.

Hier noch ein Foto vom einzigen schoggi Osterhasen, den ich weit und breit gesehen habe und ich mir selber (im Sand natürlich) verstecken musste.
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Und das bin ich, am kämpfen gegen die groossen Wellen.
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