Phuket

24 06 2010

Diese zwei Wochen auf Phuket waren genial!
Gleich an meinem ersten Tag habe ich eine Australierin kennen gelernt, mit der ich mein Hostelzimmer teilte und da wir beide neu angekommen waren, beide alleinreisend und gleichlang bleiben wollten, haben wir diese zwei Wochen zusammen verbracht. Wir hatten so viel Spass, ich weiss gar nicht wo anfangen.

Ich habe im Städtchen Patong residiert, das ist nach Phuket die zweitgrösste Stadt auf der Insel. Es lässt sich dort extrem günstig Ferien machen und ich kann es jedem weiter entfehlen. Man kann dort so viel unternehmen: Von Ausflügen auf andere Inseln, Fischen, Elefantentrekking, Shopping, gut Essen, die Insel erkunden, sich vom Partyfieber anstecken lassen oder einfach nur am traumhaften Strand liegen. Hier ein Auszug von unseren Erlebnissen mit Bildern:

Ausflug nach Phi Phi Island (sprich: „Pi Pi“, nicht „Fi Fi“ oder so)
dort gabs schöne Strände, Gelegenheiten zum Schnorcheln, feines Essen und viele viele Kleidershops… Hab beim schnorcheln endlich doch noch Nemo gesehen! Juhuu!
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Fisching-Tour
Das war wirklich ein Erlebnis! Selber die Fische aus dem Wasser ziehen und direk am Abend essen. Mhhhhh!
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Big Buddha
Im südlichen Teil der Insel wurde auf einem Berg ein riesengrosser Buddha gebaut, resp. die bauen eigentlich immer noch. (Ich glaube, den Thais pressierts allig nicht so, wenn die am Bauen sind. Es hat ja soooooooo viele Baustellen!) Das war eindrücklich, wir hatten eine traumhafte Aussicht und wurden sogar von einem buddhistischen Mönch gesegnet.
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Buddhistischer Tempel anschauen
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Fischermarkt in Rawai Beach
Das ist ja auch mal was anderes: Auf dem Markt den Fisch aussuchen und ins Restaurant nebenan bringen und kochen lassen. Mhhhhh! Die Auswahl war gross, man konnte sich zwischen allen möglichen Tieren aus dem Meer entscheiden und falls man Bedenken über die Frische dieser toten Tiere hat, kann man ja auch einfach einen noch lebigen Krebs oder so aussuchen….

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Rollerfahren
In Thailand sind ja sooo viele Roller unterwegs, da kommts ja auf zwei mehr auch nicht mehr an. 🙂 Es war sooo kuuul, auf den hügeligen Strassen entlang der Küste zu düsen. Unterwegs hat uns auch noch der Regen eingeholt, wir waren ja sowas von pflotschnass. Glücklicherweise hat er aber nicht so lange gedauert und schon bald waren wir wieder vom Fahrtwind trocken geföhnt.
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Schweizer WM-Spiele schauen
gehört ja schliesslich auch dazu, oder! Natürlich durften dabei die feinen Cocktails nicht fehlen.
Sich ins Nachtleben zu mischen gehörte hier irgendwie einfach dazu. Das Angebot der unterschiedlichsten Bars (ich glaub für jede Europäische Nationalität ist eine Lokalität vorhanden) ist gross, allerdings hat sich jetzt, in der Nebensaison, alles auf die Haupt-Ausgeh-Strasse konzentriert. Ausserdem konnte man direkt am Beach live Musik hören und sehen.
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Shopping
für jede Frau ein Paradies!! Sämtliche Designer-Marken die man sich vorstellen kann, zu recht erschwinglichen Preisen. Und in allen Versionen. Da gabs ja alles: Taschen, Kleider, Schmuck, Gürtel, Schuhe, Koffer, Parfums, etc. Natürlich war alles zum verhandelbaren Preis, mittlerweilen bin ich ja ein echter Profi was das betrifft.
Die Lieblingssätze der Shopbesitzer konnten wir dann auch nach kurzer Zeit schon auswendig: „Hello Määm, come in, take a look, yes, come in. Shirts, nice dresses, yeeeees come in. Make you a goooood price. Very cheap!“ „Same same, but diffrent!“ das war hier so der Standard-Satz.
Auch gabs eine Märthalle wo man wirklich alles kaufen konnte: Früchte, Gemüse, Gewürze, Fleisch, Fisch (tod und läbig) etc.
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Beauty & Wellness
Da auch dieses Angebot recht gross und günstig war, konnte ich mir das natürlich nicht entgehen lassen. So gabs Manicure, Pedicure, eine neue Haarfarbe, enthaarte Beine und einige Massagen für wenig Geld.

Tierwelt
Ich hab hier Bekanntschaft mit einigen lustigen Tieren gemacht!
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Am letzten Sonntag und Montag hats mich aber noch mit einer Migräne, die sich dann in eine Hals-Cheeri verwandlet hat, ins Bett geworfen. (So musste ich dann halt am Montag Abend das Schweiz-WM-Spiel mit einem Halstuch (bei der Hitze!!) ansehen.) Mitterlweilen gehts mir aber wieder besser.

Wir haben auch mit einigen Einheimischen Bekanntschaft gemacht und es war interessant etwas über deren Leben und die Kultur zu lernen. Der Sex-Tourismus ist hier wirklich present und ehrlich gesagt bin ich am Anfang recht erschrocken darüber. Man sieht hier die direkten Gegensätze: Riesige Hotel-Komplexe und direkt daneben hausen die armen Thais in Wellblech-Hütten. Die hübschen jungen Thai-Frauen, die ihren Körper an die alten weissen Männer verkaufen müssen, um die Familie zu ernähren. Es ist krass, was man hier alles mitansehen muss, es ist einfach nur traurig.
Die Thais an sich sind sehr freundlich und wenn man will auch sehr offen und erzählen gerne über ihre Kultur. Einer „unserer“ Beachboys, die uns immer die Sonnenschirme und Liegestühle bereit gestellt haben, hat uns einiges erzählt und uns geraten, einen Thai-Boyfriend zu suchen, weil es dann viiiiel einfacher sei, hier Urlaub zu machen, man müsse keine Unterkunft suchen und werde auf der ganzen Insel rumgeführt. 🙂

Von der Tsunami-Katastrophe, die diese Insel auch recht getroffen hatte, hat man eigentlich oberflächlich gesehen, nichts gesehen. Wir haben im Nachbarstädli einen Gedenkstein besichtigt und überall entlang der Strände waren „Tsunani-Evacuation-Zone“ markiert. Was mir aber aufgefallen ist, und was bestimmt auch auf den Tsunami zurück zu führen ist, man sieht praktisch nur neuere Autos. Ich hatte erwartet, dass hier viele schrottreife alter Klapperkisten rumfahren mit unzähligen Thais hinten drin und man sich fragen würde, wie dieses Gefährt das überhaupt aushält. Aber ich nehme an, dass diese nach dem Tsunami wohl gar nicht mehr fahrtauglich waren und ersetzt wurden, eben mit neueren Autos. Trotzdem habe ich glaubich zwei solche alte total verrostete Vehikel gesehen, an denen wirklich nicht mehr alle Teile dran waren. Bei den grossen neueren Autos wurde scheinbar gerne das Spiel gespielt „Wie bringen wir möglichst viele Leute auf meinen Jeep hintendrauf und fahren damit über die steilsten Strassen?“ Und auch bei den Rollern galt: Je mehr der Bauch eingezogen wird, desto mehr Leute haben Platz. Zum Teil wird dieses zweirädrige motorisierte Fortbewegungsmittel wirklich als Familienkutsche benutzt, ich habe nicht nur einmal Vater, Mutter mit 2-3 Kindern auf einem Roller gesehen. Alle ohne Helm natürlich. 🙂

Abgerundet wurde mein traumhafter Phuket-Aufenthalt am Mittwoch noch mit der Nachricht meiner lieben grössten Schwester, dass sie frischgebackene Mutter geworden ist und jetzt wieder ein neues Menschlein in meinem Leben eine Rolle spielt. Ich freue mich schon drauf, in gut zwei Monaten den kleinen Mann kennen zu lernen!

Jetzt gehts weiter in Indonesien, wo ich nun endlich endlich endlich meinen schweizer Boyfriend wiedersehe!! Und mich dann sicher für die nächsten sieben Wochen nicht mehr von ihm trennen werde. 🙂

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Letzte Australien Tage

11 06 2010

Die letzten Tage (meine letzten überhaupt) in Australien habe ich vorwiegend in Adelaide im Süden unten verbracht. Jedoch, weil in Australien ja alles umgekehrt als bei uns ist, wars im Süden recht kalt. So kalt, dass ich mir am ersten Tag ein anständiges (sprich Stadt-taugliches) Jäckli kaufen musste. Für unsereins nord-europäischer Abstammung wars recht lustig, zu beobachten, wie die Leute sich dort in ihrem sogenannten „Winter“ kleiden. Man sieht da wirklich alles: Von T-Shirt und Flip-Flops bis Winterjacke mit Schal und Kappe (direkt nebeneinander versteht sich). Wer jetzt hören will, welche Temperaturen wir denn hatten: ich weiss es nicht. Warscheindlich so um die 15 Grad oder so.

In Adelaide habe ich in einem gemütlichen Hostel gewohnt, wo ich ein paar gspässige Sachen erlebt habe (die ich hier jetzt aber absichtlich nicht ausführlich beschreibe, muss ja dann auch noch etwas zum erzählen haben). Nebst diesen gspässigen Sachen habe ich auch noch ein paar nette Frauen kennen gelernt, mit denen ich mich während meinem 5-tägigen Aufenthalt gut unterhalten habe. In der City selber gabs ein paar nette Plätze zu sehen. So waren zum Beispiel alle Museen gratis. Ich war im Southern Australian Museum, im Migrations Museum und im Kunst-Museum. War alles ganz nett. Nett war auch die Rundle Mall und die Rundle Street, wos tonnenweise Läden hatte zum Shoppen. Und am Sonntag einen Märt mit vielen selber gemachten Sachen. (Natürlich habe ich nichts gekauft, habe ja schliesslich eine Schwester, die schon alles selber näht.) Die Stadt an sich hat einen recht europäischen Charakter, und auch die Gegend darum herum hat mich sehr an – na? – die Schweiz erinnert. Nein, glaubt nicht, dass mich das Heimweh plagt und ich überall vertraute Orte zu sehen glaube, nein, es ist wirklich so.

Am Donnerstag zum Beispiel habe ich mit einer Deutschen, die ich im Hostel kennen gelernt habe, eine Wein-Degustations-Tour ins Barossa Valley gemacht. Der Weinkenner weiss nun wovon ich spreche: Barossa Valley ist weltberühmt und das grösste Weingebiet Australiens. Man kann Touren buchen, bei denen man mit einem Bus zu diversen Wein-Gütern gebracht wird und dort Weine degustieren kann.

Und hier noch eine gratis Geschichts-Lektion: Der Süden von Australien wurde in der Mitte des 19. Jh vor allem von Deutschen Lutheranern besiedelt (oder besudelt 😉 …) die aus Deutschland geflüchtet sind, weil der damalige deutsche Kaiser die Lutheraner nicht mochte und sie dazu aufforderte, sich mit einer anderen Glaubensgemeinschaft zusammen zu tun. So kam es, dass im Süden viele Ortschaften deutsche Namen hatten, die jedoch praktisch alle während den Weltkriegen umbenannt wurden, in mehr australisch klingende. Nur ein Dorf hat seinen ursprünglichen Namen nach dem Krieg wieder angenommen: Hahndorf. (Läck, ich könnte hier noch so viel schreiben, über dieses Dorf und so, aber das interessiert euch ja doch nicht. (Und falls doch, werde ich euch dass gerne mal erzählen.) Eins noch: Man findet um Adelaide herum praktisch nur Lutheranische Kirchen.

Jedenfalls äbä, im Barossa Valley hat mich die Landschaft sehr an die Schweiz erinnert, wegen den vielen gründen Wiesen, den Kühen auf der Weide, den Bergen (oke, es waren gutgemeinte Hügeli) und halt der ländlichen Gegend. Und es hatte viele Bäume und Heu- und Silo-Ballen (ich hoffe, liebe Familie, diese Frage ist nun damit geklärt und ihr könnt wieder ruhig schlafen.). Während unserer Wein-Tour konnten wir nicht nur riesige Rebberge bestaunen sondern auch einen Baum besichtigen, in dem im 19. Jh. eine Familie 5 Jahre lang gewohnt hat, das weltgrösste Schaukel-Pferd neben einer Holzspielzeug-Fabrik (ja, ich habe an meine Gotten-Meiteli gedacht) besteigen und auch noch eine Früchte-Trocknerei besichtigen (oder ämel den Fabrikladen).

Besagter Baum. "the Herbigs Family Tree"

Besagter Baum. "the Herbigs Family Tree"

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The wolds biggest rocking horse. (ich konnte leider nur auf dem kleinen reiten...)

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die gefallen euch wohl besser als die Schlange, oder?

Übrigens hat meine Begleiterin über unseren Wein-Auflug einen Beitrag für ein deutsch-australisches Radio gemacht. Sobald dieser Beitrag geschaltet wird und im Internet abrufbar ist, werde ich selbstverständlich den Link hier posten.

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zwei möche-gern Weinkennerinnen bei Versuch ein einigermassen ernsthaftes Foto für die Radio-Homepage zu machen.

Ausserdem habe ich am Freitag noch die Meer-Seite gesehen, Adelaide selber liegt ja nicht direkt am Meer. So war ich in Victor Harbor und bin dem Murray River entlang gefahren. Und im bereits erwähnten Hahndorf war ich natürlich auch.

Am Sonntag Abend gings dann weiter mit dem Zug nach Perth. Allerdings nicht mit irgendeinem Zug, sondern mit dem Stolz der Australier: mit dem Indian Pacific. Dieser verkehrt quer über den ganzen Kontinent von Sydney nach Perth und ist bekannt für die längste gerade Zugstrecke der Welt, die durch die Nullarbor-Wüste führt. Langweilig wars mir während dieser 40stündigen Reise nicht, weil eine Engländerin, die ich im Hostel in Adelaide getroffen habe, auch mit im Zug war. Es war ja sooo gemütlich. Den ganzen Tag nur faulenzen und lesen und nichts machen, hach, bis man nicht mehr weiss, wie man noch sitzen soll… 🙂 Der Zug hat unterwegs auch zweimal Halt gemacht, damit man frische Luft schnappen und die Füsse vertreten konnte. In Cook war der erste Halt. Diese Ortschaft ist mitten in der Nullarbor-Wüste, irgendwo im nirgendwo. (Nullarbor bedeutet übrigens „null Bäume“ und dem ist wirklich so, so weit das Auge reicht…) In Cook konnte man lesen, dass die Ortschaft 4 Einwohner, 6 Hühner, 3 Ziegen und 3 Mio. Fliegen hat. 🙂 Der zweite Halt war in Kalgoorlie, das an dem Ort gebaut wurde, wo zwei glückliche Gold-Gräber Ende 19. Jh. per Zufall auf Gold gestossen sind (und somit den Goldrausch im Westen ausgelöst haben).

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zwei Pijama-Tanten irgenwo im nirgendwo

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In Cook im Souvenier-Shop gesehen

Am Dienstag und Mittwoch war ich also noch in Perth, im Westen Australiens. Halt auch eine Stadt wie so viele andere auch. Dort war ich im Perth-Mint, die erste Gold-Münzerei im Westen Australiens, die während dem grossen Gold-Rausch um die vorletzte Jahrhundertwende eine grosse Rolle gespielt hat. Dort konnte man einen echten Goldbarren heben (der leider gesichert war), viele goldige Münzen anschauen und zusehen, wie so ein Goldbarren hergestellt wird. Perth liegt auch nicht am Meer, sondern am Swan-River, der aber zum Meer führt. Am Mittwoch bin ich dann (sozusagen als schöner Abschluss meines Australien-Aufenthalts) mit einem Schiff dem Swan-River entlang nach Fremantle, dem nächsten Städtli direkt am Meer, geschifft. Gemütlich wars und ich hatte eine schöne Aussicht. In Fremantle hoffte ich eigentlich, einen Sonnenuntergang direkt über dem Meer zu ergattern, leider waren mir da aber die Hafen-Giraffen im Weg.

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Blick zurück auf Perth vom Schiff aus

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am Swan River (übrigens hats in diesem River fast 20 Delphine)

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besagter Sonnenuntergang hinter den Hafen-Giraffen.

Am Donnerstag hiess es dann: Adios Aussies, Thailand ich komme. *Freu*

Ja soooo, nun, möchte ich noch ein kurzes Fazit über meine 2monate Australien abgeben:

Es hat mir gefallen, ja, aaaaber, zwei Monate waren jetzt genug. Klar, zum „nur“ Australien ansehen, sind zwei Monate natürlich recht wenig, aber da ich ja auf Weltreise bin, und ja vom Weiterreise-Fieber geplagt bin, ist es wirklich Zeit, mich wieder mal an eine neue Währung zu gewöhnen. Australien war schön. Aber ich muss sagen, die Ostküste hätte ich (bis auf Sydney und das Tauchen am Great Barrier Reef) auch auslassen können. Weil das, was ich mir von diesem Land erhofft habe, habe ich erst im Outback gefunden. Nichtsdestotrotz, ich habs genossen. Die Aussies sind lustige Leute, mit einem speziellen Humor (bei dem ich wegen den speziellen Dialekten häufig gar nicht, oder erst später, nachgekommen bin). Und sie haben gutes Bier (allerdings hat mir kürzlich jemand erklärt, dass meine Favoriten die typischen Frauen-Biere seien… jänusode). Ich habe gemerkt, dass sie furchtbar schlechte Filme und TV-Serien machen, mit so grottenschlechten Schauspielern und furchtbar unpassender Filmmusik! (Mir läufts jedes mal kalt den Rücken runter, wenn ich nur schon dran denke, wuaaaaa.)

Ich habe einiges über das Land gelernt, über die Geschichte vor der Besiedlung der Europäer und auch von der Geschichte nachher und diverse schwarze Kapitel davon. Es war schön, endlich diese Gegend zu sehen, über die ich schon so viel gelesen habe und bin stolz, diese Reise unverletzt, nicht bankrott (noch nicht…) und unbeschadet hinter mich gebracht zu haben. (Ich hoffe ja schwer, dass ich das in zwei Monaten auch wieder schreiben kann…)

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Heute bin ich in Thailand angekommen, auf der Insel Phuket, wo ich es mir die nächsten zwei Wochen so richtig gut gehen lassen werde.



The Ghan, The Alice, The Rock, The Olgas, The King

2 06 2010

Das letzte Wochenende habe ich im Outback verbracht. Wie mir schon viele Leute unterwegs versprochen haben, habe ich dort „the real Australia“ gesehen. Aber lasst mich mal alles von  vorne erzählen:

Am Mittwoch fuhr ich mit dem „The Ghan“ Zug von Darwin nach Alice Springs. Eigentlich ging die Fahrt ca. 1 Tag, aber da der Zug nach ca. 5 Stunden Fahrt in der Ortschaft Katherine einen 4-stündingen Zwischenstopp für Touren zum Katherine River einlegt, relativiert sich das ein wenig. Weil, wenn man dann wieder von dieser Tour zurück kommt (übrigens habe ich an diesem River zwei Wallabies und eine Schlange gesehen… wilde, versteht sich) isst man Znacht und danach legt man sich gelegentlich mal schlafen. Und am Morgen um 10 Uhr ist man ja schon in Alice.

Ich hatte noch eine lustige Begegnung im Ghan: Als ich in den Zug einstieg und meinen mir zugeteilten Sitzplatz suchte, habe ich gemerkt, dass ich wieder neben genau derselben jungen Frau sitze, die schon neben mir im Flugzeug von Cairns nach Darwin sass. Und als wir dann so miteinander über unsere Reise und die weiteren Pläne gesprochen haben, fanden wir heraus, dass wir auch in Alice im selben Hostel wohnen und dieselbe 3-Tages-Tour ins Outback machen. Sie kommt aus Teneriffa und hat diesen lustigen spanischen Akzent. Das war witzig! Die Zugfahrt war übrigens sehr angenehm, man hat genügend Beinfreiheit (mein grosser Bruder würde sagen, es sei „Erwachsenen-Gerecht“) und das Bahn-Restaurant ist nicht so teuer. Und man wird am Morgen von einem waaaaahnsinnig schönen Sonnenaufgang geweckt!

Alice Springs ist ja der Ausgangspunkt um zum Uluru (Ayers Rock) etc. zu gelangen. Deshalb sind eigentlich auch alle Leute, die man dort in den Hostels trifft, entweder am Kommen oder Gehen von dort. Ich habe mir am Donnerstag Alice auch noch angeschaut, aber nach ein paar wenigen Stunden hatte ich eigentlich gesehen, was man sehen muss. Eine schöne Aussicht über das Städtli hat man vom ANZAC-Hill, den man leicht besteigen kann (Reisebusse fahren auch hoch…)

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Aussicht auf Alice vom ANZAC-Hill

Vom Freitag bis Sonntag war ich also auf der Tour zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Australien. Ich war in einer Gruppe mit 24 Leuten, vorwiegend Frauen und die meisten davon auch alleine am Reisen. Es waren tolle und interessante Leute dabei und ich habe gute Bekanntschaften gemacht. Unser Tour-Guide war eine junge Frau, die uns einiges über die Aborigenies und die spirituellen Zwecke der jeweiligen Stätten für die Ureinwohner erklärt hat.

Am ersten Tag fuhren wir ca. 4h zum Kata Tjuta (englischer Name: The Olgas), was in der Aborigenie-Sprache „viele Köpfe“ bedeutet. Das sind riesige runde Felsköpfe, die aus dem Boden ragen. Ich war sehr beeindruckt davon, weil ich mir diese Köpfe viel kleiner vorgestellt habe, als ich im Reise-Führer ein Foto davon gesehen habe. Dort sind wir rumgewandert und unser Guide hat uns erklärt, wie die Kata Tjutas und der Uluru entstanden sind.

Am Abend haben wir dann am Uluru (englischer Name: Ayers Rock) den Sonnenuntergang angeschaut, oder besser gesagt, die Farbveränderung am Uluru, wenn die Sonne untergeht. Übernachtet haben wir unter freiem Himmel in sogenannten „Swags“, das sind wasserdichte Matratzen-Säcke, in die man mit dem Schlafsack reinschlüpft und dann ganz zugedeckt ist. Es war seeeehr kalt!! Hier ist ja jetzt Winter und solange halt die Sonne nicht scheint, wirds so um die 7Grad… Aber es war gemütlich, es kam so eine Lagerstimmung auf mit Lagerfeuer etc.

Am zweiten Tag haben wir auch noch den Sonnenaufgang, oder eben auch die Farbveränderung am Uluru wenn die Sonne aufgeht, angeschaut. Danach konnten wir entweder um den Uluru herumlaufen (Base Walk) oder hochklettern. Da die Aborigenies die Besucher jedoch bitten nicht hochzuklettern und auch aus gesundheitlichen Gründen davon abraten, habe ich natürlich den Base Walk gemacht. Dieser Base Walk dauerte ca. 2h und war zauberhaft. 🙂 Wenn man den Uluru so Nahe anschauen kann, sieht man wie uneben die Obefläche eigentlich ist und dass er von Nahem eigentlich ganz anders aussieht, als man sich das aus der Weite vorstellen kann. Was auch eindrücklich ist, ist die weite Landschaft, die sich darum herum befindet. Vom Uluru aus sieht man z.b. die Kata Tjuta, obwohl sie ca. 40 km. davon entfernt liegen. Auch erscheinen der Uluru oder die Kata Tjuta aus so weiter Distanz gesehen eher wie „Fata Morganas“.

Später am Nachmittag fuhren wir die 4h zum Kings Canyon. Dort verbrachen wir dann die zweite Nacht, gütigerweise in Zelt-Hütten, was jedoch nicht besonders wärmer war…

Am dritten Tag machten wir dann eine 3,5h Wanderung im Kings Canyon, was mir eigentlich am Besten gefallen hat. Dieser Canyon ist sehr eindrücklich! Wie alles hier im Outback ist der Boden, Steine und Felsen rot. Das kommt daher, weil es im Westen Australiens viel Eisen hat, der mit dem Westwind in die Mitte geweht wird. Da dort die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist, rostet das Eisen und daher ist in der Mitte alles rost-rot.

Danach gings wieder zurück nach Alice, mit einer 5stündigen Fahrt. Es war gigantisch, ich hatte viel Spass in diesen drei Tagen und Entfernungen relativieren sich mit so einer Tour total. (Wie weit kommen wir, wenn wir von der Schweiz 5h Auto fahren? Wie oft machen wir das schon?)…

Man bekommt hier auch nie genug von der eigentlich öden Wüstenlandschaft. Weil die Natur mit ihren Farben Kontraste setzt (rote Erde, grünes Gras und Büsche, blauer Himmel und weisse Wolken) woran man sich gar nicht satt sehen kann. Auch ist es spannend die Umgebung zu beobachten, weil immer die Möglichkeit besteht, wilde Tiere zu sehen (ich habe Kühe, Pferde, Adler und Kamele gesehen. Übrigens gibt es nur in Australien wilde Kamele!).

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Am ersten Tag hatten wir auch die Möglichkeit, auf einem Kamel zu reiten, das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

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vor den Kata Tjutas

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Uluru vor Sonnenuntergang

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Uluru aus der Nähe

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Am Kings Canyon

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auch Kings Canyon

Mittlerweilen bin ich nach einer 20stündigen Busfahrt in Adelaide ganz im Süden unten angekommen. Hier ist es jetzt Winter, für unsere Verhältnisse jedoch eher herbstliche Temperaturen.

Nun sind meine Tage in Australien auch schon wieder gezählt… bin nur noch gut 10 Tage hier! Time is running……