Paradiesische Inseln

7 07 2010

Ich und der weis(s)e Mann (oder Rothaut oder „Reetschäli“, wie ich ihn im Moment auch zu nennen pflege) wir sind ja jetzt seit gut zwei Wochen endlich wieder vereint.

Gestartet haben wir unsere gemeinsamen Ferien in einem riesen Hotel in Jakarta, wos einen Swimming-Pool, Restaurant und Bar und alles drum und dran hatte. Natürlich haben die vielen, vorwiegend muslimischen, Familien mit furchtbar vielen Kindern nicht gefehlt. (btw: In Jakarta ist ein sehr grosser Anteil der Bevölkerung muslimisch.) Ich kam mir ja schon recht komisch vor, als einzige Frau weit und breit ohne Kopftuch. Oder dass ich im Swimming-Pool die einzige Frau war, die nicht einen ganzkörper Badeanzug trug. Da ist man ganz plötzlich recht „anders“.

Ganz zu Beginn haben wir ja noch die dämlichsten Touristen-Alpträume erlebt: Von einem bösen Taxifahrer reingelegt worden (ich), auf Gepäck ganze drei Tage warten dürfen (Simon), morgens am Bahnhof stehen und erfahren, dass der Zug in die gewünschte Richtung erst Abends um neun fährt und schon ausverkauft ist (beide). Bei den ersten beiden Problemen galt, tief durch zu atmen und sich nicht zu fest aufzuregen und beim letzteren: Ein Taxi zum Flughafen zu nehmen und vorort Tickets für einen Flug am Nachmittag in die gewünschte Richtung zu kaufen. Ist ja schliesslich auch ein Erlebnis.

Wir flogen also von Jakarta nach Yogyakarta, diese Stadt ist bekannt als die kulturelle Hauptstadt von Indonesien. Unterschreiben würden wir dies beide nicht, weil vor lauter Autos, Roller, Menschen, Gehupe, kleinen Geschäften und dreckigen Strassen ohne Troittoirs konnten wir nicht viel davon erkennen. Wir machten einen Ausflug an den Fuss des Vulkans und genossen die Aussicht auf nichts, weil er gerade von einer grossen Rauchwolke umgeben war. Jedoch bekamen wir dabei einen ersten Einblick in die ländliche Gegend und die ist schon total unterschiedlich zu den Städten. Viel grün, viele Reisfelder, die Menschen wohnen in kleinen Hütten mit Strohdächern. Sie tragen „Burdinen“ mit frischen Gras umher, überhaupt, sie tragen alles selber, jenachdem auf dem Rücken, Kopf oder ihren Rollern, man sieht hier keine landwirtschaftlichen Maschinen. Ausserdem waren wir noch im Monkey-Forest (Affen-Wald) wo wir sehr viele wilde Äffli gesehen haben, die man füttern konnte. Wenn dann so ein dummer Mensch auf die dämliche Idee kam, so ein süsses Äffli anfassen zu wollen, hat man scharfe Zähne zu sehen bekommen. (Wieso ich das weiss?? Pfff…. Nur so…).

Wir hatten genug von den Grossstädten und wollten endlich los, auf unsere Inselreise durch Indonesien. So flogen wir nach Bali, der gutbekannten Ferieninsel. Dort war es ja schon sehr traumhaft. Wir haben immer in sehr guten Hotels logiert, die wir zum Teil auch nach den Tipps aus dem Reiseführer ausgesucht haben. Man findet in jeder Preisklasse sehr gute Hotels an bester Lage und nachdem sich meine Ansprüche an eine Unterkunft wieder etwas erhöht, resp. an Simons angepasst haben (bisher war ich gewöhnt möglichst günstig zu wohnen und habe eigentlich immer mein Zimmer und das Bad mit anderen Leuten geteilt), ist es auch nicht mehr ganz so schlimm, wieder etwas mehr für ein Zimmer zu bezahlen. Ich komme mir fast vor wie in der TV-Sendung „Einfach/Luxuriös“, bisher war ich „Einfach“ am Reisen, jetzt bin ich „Luxuriös“ in den Ferien. 🙂

Wir haben auf Bali einmal zwei Roller gemietet, schliesslich musste ich dem Neuankömmling zeigen, dass ich jetzt ein Profi auf diesem Gefährt bin. Während vier Tagen haben wir auch noch ein Auto gemietet und sind damit rumgefahren. Es gienge ja noch, sich ans Fahren auf der anderen Strassenseite zu gewöhnen, wenn dann nicht noch die schmalen Strassen, der Gegenverkehr und die Millionen von Rollerfahrern wären und die Tatsache, dass Indonesier scheinbar ein anderes Gefühl von Abstand haben. Mit anderen Worten: „mä chund schiär Vegel uber!“ hätte man nicht starke Nerven. So wie wir. Meistens. 🙂

Übrigens gibts hier ja praktisch keine Fussgänger. Ausser Nachts. Und dann sieht man die ja nicht. Ausser die Touristen, die sieht man nämlich, weil die Taschenlampen mitführen. Oder vielleicht wars auch deren Sonnenbrand, der so geleuchtet hat (wie bei meinem Herrn Freund (man will ja nicht auf mich hören…)) 🙂

Mittlerweilen sind wir auf der nächsten Insel Lombok mit einer Fähre angekommen. Diese Insel ist noch besser! Mehr grün, weniger Verkehr, noch nettere Einheimische… weniger Taxis aber dafür Pferdekutschen! 🙂

Hier ist es ja sehr heiss. Heisser als bei es bei Euch angeblich im Moment sei. Auch nachts wird es nicht besonders kühler. Somit kommt jeweils, wenn wir uns Abends auf den Weg zum ausgehen machen, der Standardwitz zum Zuge: „nimmsch de nu äs Jäckli mit, gäll. Hahahahaha.“ Hehe.

Übrigens haben wir hier in Indonesien schon 4 Schweizer getroffen und drei davon kamen auch aus Obwalden! Das ist schon recht witzig.

Armenviertel in Yogyakarta

Armenviertel in Yogyakarta

Burditrägermeisterschaft?

Burditrägermeisterschaft?

Äffli hirten

Äffli hirten

Indonesisch lernen gehört halt auch dazu

Indonesisch lernen gehört halt auch dazu

im Pool in einem Hotel auf Bali

im Pool in einem Hotel auf Bali

Terrassen mit Reisfelder auf Bali

Terrassen mit Reisfelder auf Bali

Eiertransport

Eiertransport

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Meine (eine) liebe grosse Schwester

24 04 2010

Sie musste die letzten drei Wochen (resp. die ersten drei Wochen überhaupt) in ihrem nigelnagelneuen gelben grossen schönen Haus ohne Internet und Telefon überstehen! Sie muss jetzt alles nachholen und nachlesen was in dieser Zeit im Internet so passiert ist und freue mich natürlich über ganze drei neue Kommentare. Während ich nun auf meiner Reise mittlerweilen schon um die halbe Welt geflogen bin, habe ich für sie gesammelt. Nein, nicht Geld und auch keinen Stoff (den ich dir, liebe grosse Schwester, ganz sicher nicht heimbringen werden würde, weil ich nur für Stoff, den man noch nicht mal anziehen kann, ganz sicher keinen Platz in meinem Gepäck, das ohnehin schon 23kg wiegt, mehr habe). Ich habe Ideen gesammelt. Weil, wer hats noch nicht entdeckt, meine grosse Schwester ist unglaublich kreativ und setzt alle ihre Ideen mit ihren unglaublich tollen Nähmaschinen in Tat, resp. unglaublich brauchbare Kleider und Taschen, um. Hier ein Link als Beweis.
Auf meiner Reise sind mir bisher schon einige lustige Motive aufgefallen, die als Inspiration für neue lustige Werke gelten sollen. In ihrem neuen riesengrossen Nähatelier in ihrem nigelnagelneuen Haus entsteht ja vielleicht schon bald etwas davon.

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Falls gefunden, bitte diese Prinzessin zum nächsten Schloss bringen.
(gesehen im Disneyland)

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Am Flughafen in L.A. Waren zwei härzige Mädchen mit solchen Rollköfferchen unterwegs, auf denen jeweils ihr Name drauf gestickt war.

Auf Hawaii entdeckt:
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Ich schreie nur wenn mich hässliche Menschen halten.

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Sieht mein Hintern mit der Windel dick aus?

In Sydney habe ich auch lustige Sprüche auf Kinderkleidern gesehen, die ich leider nicht fotografieren konnte, aber die Sprüche gingen ungefähr so:
– Wenn du mich schon süss findest, dann solltest du erst meine Mutter/Tante/Gotte/Grossmutter sehen!
– …weil ich eine Prinzessin bin, darum! (und das natürlich in rosa und viel glitzer und glimmer und Sternchen und so drumherum)

Ja, das wärs mal für den Anfang. Falls mir noch weitere lustige Sachen über den Weg laufen, lasse ich euch das wissen.

Da ich meiner grossen Schwester schon keinen Stoff heimbringe, habe ich dafür einen Stoffmärt in Brisbane fotografiert. Ist doch auch was.
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über Lamas, Hollywood, Shrek und Co.

27 03 2010

Nach einer Woche in L.A. wirds morgen langsam Zeit, dass ich wieder mal was Neues sehe (ist ja fast schon langweilig hier). Ich habe aber auch einiges zu berichten, war doch auch diese Woche wieder spannend, unterhaltsam und abwechslungsreich.

Zuersteinmal möchte ich aber noch über zwei Sachen schreiben:
1. Ich hatte gar nicht erwähnt, dass ich seit Dienstag vor einer Woche wieder alleine unterwegs bin. Nach dem 2. gemeinsamen Tag in Las Vegas habe ich mich wieder von meiner (entfernten) Verwandten Rosemary und ihrem Mann Bob verabschiedet. Wir waren ja 10 Tage zusammen unterwegs und ich konnte (nicht nur finanziell) mächtig davon profitieren. Sie sind nach 2 Tagen Vegas wieder zurück gefahren, weil sie ja nicht ewigs Ferien machen können (so wie ich). Seit her bin ich ja wieder alleine unterwegs (jedenfalls mehr oder weniger) und schliesse fleissig kontakte, seis mit den anderen Görls im Hostelzimmer oder im Bus oder wo auch immer.

2. Wer hats gemerkt, hääää??? Wem ists aufgefallen??? Na?? Ich kann wieder ä und ö und ü und so schreiben! Tadaaaaa! Ich habe mir nämlich am Mittwoch nach vielen reiflichen Überlegungen ein munzugkleines süsses Netbook gekauft (=miniversion von einem Notebook). Ja, es musste sein. Es ist schwieriger als ich dachte ein Internetcafe zu finden, und die 10minuten-Preise für die PC-und Internenutzung in den Hostels sind einfach… zu hoch. Und die PC’s da sind alle USB-Anschluss los (den ich zum Fotos hochladen und speichern benötige) und saumässig unpraktisch aufgesetzt. Drum habe ich mir jetzt meinen kleinen Acer Aspire one gekauft. Die Tastatur kann man im PC ja so einstellen, dass ich eben wieder alle Umlaute schreiben kann. Und auch das Z und das Y wieder an der gewohnten Stelle sind. Und auch alle anderen Tasten wieder da wo ich sie suche. Das Problem ist nur, dass halt die Tasten trotzdem verkehrt angeschrieben sind. Aber damit muss ich leben. (Ich kann auch ganz einfach von der englischen auf die deutsche Tastatur switchen. So einfach geht das.)

So, nun komme ich mal zu einem kleinen Foto-Rückblick, über das Zeug von dem ich schon berichtet habe:

Im Sea-Aquarium in Monterey habe ich diese Sea-Dragons gesehen. (Keine Ahnung ob die auch einen Deutschen Namen haben, bisher wusste ich nicht, dass es die gibt.)
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Mit Bob und Rosemary am fein essen (ich musste immer von allem probieren)
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Die Fahrt und die Aussicht auf dem Highway No. 1 war einfach gigantisch!
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Mein Speichel klebt jetzt an der Bubble-Gum-Gasse in San Luis Obispo
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In Disneyland wars ja sooooo kuuuul! Leider konnte man ihn nicht in einem der 10’000 Souvenier-Shops kaufen.
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Mit Bob (manchmal auch mit Rosemary) bin ich auf fast allen von den mind. 5’000 Bahnen gefahren.
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Auf der Fahrt zum Grand Canyon haben uns die Guides gegen die Langeweile so lustige Brillen verteilt. (Die Langeweile konnte damit jedoch nicht vertrieben werden. (Man beachte bitte vorallem die Frau hinter mir.)
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Ich und der Grand Canyon. Der Grand Canyon und ich.
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Das ist ein Dach. Dieses Dach befindet sich in Downtown Las Vegs (der gute Alte Teil, nicht da wo all die grossen Hotels sind). In der Nacht verwandelt sich dieses Dach in eine gigantisch grosse Leinwand, auf der man TV oder Musikvideos sehen kann. Wahnsinn!
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So. Und nun zu dem, was ich diese Woche in L.A. so erlebt habe:

Ich war natürlich (wiedermal) auf Verwandten-Besuch. Diese Woche war Elsie in Chino an der Reihe. Sie wäre (wenn er denn noch leben würde) eine Cousine von meinen Grossvater, väterlicherseits. Sie hatte riesen freude, Besuch aus der Schweiz zu empfangen und ich hatte auch riesen freude, sie endlich mal kennen zu lernen. (Nachdem ich nun mein halbes Leben ein Album mit Fotos von ihrer Famile fürschi und hinderschi durchgeblättert habe). Einen kurzen Augenblick glaubte ich auch fast, in der Schweiz zu sein, als ich ihren Briefkasten mit der grossen Aufschrift The Omlins gesehen habe. Sie wusste mir auch einiges zu erzählen, allerdings fast nur in Englisch, da sie halt langsam alt und grau ist (so ungefährt hat sies mir erklärt). Das bin ich mit Elsie vor ihrem Haus.
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Dann habe ich eine Tour durch LA gemacht und dabei alle wichtigen Orte gesehen (Venice Beach, Rodeo Drive, Sunset Blvd., Farmers Market, Hollywood Sign, Kodak Theatre, Chinese Theatre, und natürlich den Hollywood Blvd.) und natürlich auch das Pretty Woman-Hotel!! Wohooo, ja ich war da. Leider waren weder Richard Gere noch Julia Roberts weit und breit, deshalb habe ich halt selber vor dem Eingang gepost. (ich kann meine Schwestern praktisch hören, wie sie gerade ganz neidisch den einen Satz vor sich hinmurmeln….)
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Wie bereits erwähnt, habe ich nicht grosse Mühe, Leute kennen zu lernen, egal welcher Gattung.
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Und auch wenn die nur so dastehen und sich nicht bewegen und nichts sagen, das isch mir glich.
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Dann habe ich noch sämtliche zweitausensiebenhundertirgendwas Sterne gezählt. Bin aber nicht ganz fertig geworden.
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Und im Universal Studio Park war ich auch noch. Aber nachdem ich Disneyland schon gesehen habe, gabs da nicht viel neues. Ausser natürlich die Studio-Tour, bei der man einen Blick hinter die Kulissen werfen konnte. Das war schon kuul. Als wir über die Wisteria Lane fuhren (aus Desperate Houswifes) war ich ganz häppi. Aber Rückblickend gesehen muss ich sagen, sind 70 Dollar Eintritt viel zu viel. Immerhin konnte ich ein wenig mit Shrek kuscheln (sorry Simon, aber du bist soooooo weeeeeeit weg!)
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Morgen gehts dann also weiter nach Hawaii! Dort werde ich 2 Wochen lang dasselbe machen, wie dieses Lama im Secret Garden in Las Vegas:
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