Letzte Australien Tage

11 06 2010

Die letzten Tage (meine letzten überhaupt) in Australien habe ich vorwiegend in Adelaide im Süden unten verbracht. Jedoch, weil in Australien ja alles umgekehrt als bei uns ist, wars im Süden recht kalt. So kalt, dass ich mir am ersten Tag ein anständiges (sprich Stadt-taugliches) Jäckli kaufen musste. Für unsereins nord-europäischer Abstammung wars recht lustig, zu beobachten, wie die Leute sich dort in ihrem sogenannten „Winter“ kleiden. Man sieht da wirklich alles: Von T-Shirt und Flip-Flops bis Winterjacke mit Schal und Kappe (direkt nebeneinander versteht sich). Wer jetzt hören will, welche Temperaturen wir denn hatten: ich weiss es nicht. Warscheindlich so um die 15 Grad oder so.

In Adelaide habe ich in einem gemütlichen Hostel gewohnt, wo ich ein paar gspässige Sachen erlebt habe (die ich hier jetzt aber absichtlich nicht ausführlich beschreibe, muss ja dann auch noch etwas zum erzählen haben). Nebst diesen gspässigen Sachen habe ich auch noch ein paar nette Frauen kennen gelernt, mit denen ich mich während meinem 5-tägigen Aufenthalt gut unterhalten habe. In der City selber gabs ein paar nette Plätze zu sehen. So waren zum Beispiel alle Museen gratis. Ich war im Southern Australian Museum, im Migrations Museum und im Kunst-Museum. War alles ganz nett. Nett war auch die Rundle Mall und die Rundle Street, wos tonnenweise Läden hatte zum Shoppen. Und am Sonntag einen Märt mit vielen selber gemachten Sachen. (Natürlich habe ich nichts gekauft, habe ja schliesslich eine Schwester, die schon alles selber näht.) Die Stadt an sich hat einen recht europäischen Charakter, und auch die Gegend darum herum hat mich sehr an – na? – die Schweiz erinnert. Nein, glaubt nicht, dass mich das Heimweh plagt und ich überall vertraute Orte zu sehen glaube, nein, es ist wirklich so.

Am Donnerstag zum Beispiel habe ich mit einer Deutschen, die ich im Hostel kennen gelernt habe, eine Wein-Degustations-Tour ins Barossa Valley gemacht. Der Weinkenner weiss nun wovon ich spreche: Barossa Valley ist weltberühmt und das grösste Weingebiet Australiens. Man kann Touren buchen, bei denen man mit einem Bus zu diversen Wein-Gütern gebracht wird und dort Weine degustieren kann.

Und hier noch eine gratis Geschichts-Lektion: Der Süden von Australien wurde in der Mitte des 19. Jh vor allem von Deutschen Lutheranern besiedelt (oder besudelt 😉 …) die aus Deutschland geflüchtet sind, weil der damalige deutsche Kaiser die Lutheraner nicht mochte und sie dazu aufforderte, sich mit einer anderen Glaubensgemeinschaft zusammen zu tun. So kam es, dass im Süden viele Ortschaften deutsche Namen hatten, die jedoch praktisch alle während den Weltkriegen umbenannt wurden, in mehr australisch klingende. Nur ein Dorf hat seinen ursprünglichen Namen nach dem Krieg wieder angenommen: Hahndorf. (Läck, ich könnte hier noch so viel schreiben, über dieses Dorf und so, aber das interessiert euch ja doch nicht. (Und falls doch, werde ich euch dass gerne mal erzählen.) Eins noch: Man findet um Adelaide herum praktisch nur Lutheranische Kirchen.

Jedenfalls äbä, im Barossa Valley hat mich die Landschaft sehr an die Schweiz erinnert, wegen den vielen gründen Wiesen, den Kühen auf der Weide, den Bergen (oke, es waren gutgemeinte Hügeli) und halt der ländlichen Gegend. Und es hatte viele Bäume und Heu- und Silo-Ballen (ich hoffe, liebe Familie, diese Frage ist nun damit geklärt und ihr könnt wieder ruhig schlafen.). Während unserer Wein-Tour konnten wir nicht nur riesige Rebberge bestaunen sondern auch einen Baum besichtigen, in dem im 19. Jh. eine Familie 5 Jahre lang gewohnt hat, das weltgrösste Schaukel-Pferd neben einer Holzspielzeug-Fabrik (ja, ich habe an meine Gotten-Meiteli gedacht) besteigen und auch noch eine Früchte-Trocknerei besichtigen (oder ämel den Fabrikladen).

Besagter Baum. "the Herbigs Family Tree"

Besagter Baum. "the Herbigs Family Tree"

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The wolds biggest rocking horse. (ich konnte leider nur auf dem kleinen reiten...)

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die gefallen euch wohl besser als die Schlange, oder?

Übrigens hat meine Begleiterin über unseren Wein-Auflug einen Beitrag für ein deutsch-australisches Radio gemacht. Sobald dieser Beitrag geschaltet wird und im Internet abrufbar ist, werde ich selbstverständlich den Link hier posten.

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zwei möche-gern Weinkennerinnen bei Versuch ein einigermassen ernsthaftes Foto für die Radio-Homepage zu machen.

Ausserdem habe ich am Freitag noch die Meer-Seite gesehen, Adelaide selber liegt ja nicht direkt am Meer. So war ich in Victor Harbor und bin dem Murray River entlang gefahren. Und im bereits erwähnten Hahndorf war ich natürlich auch.

Am Sonntag Abend gings dann weiter mit dem Zug nach Perth. Allerdings nicht mit irgendeinem Zug, sondern mit dem Stolz der Australier: mit dem Indian Pacific. Dieser verkehrt quer über den ganzen Kontinent von Sydney nach Perth und ist bekannt für die längste gerade Zugstrecke der Welt, die durch die Nullarbor-Wüste führt. Langweilig wars mir während dieser 40stündigen Reise nicht, weil eine Engländerin, die ich im Hostel in Adelaide getroffen habe, auch mit im Zug war. Es war ja sooo gemütlich. Den ganzen Tag nur faulenzen und lesen und nichts machen, hach, bis man nicht mehr weiss, wie man noch sitzen soll… 🙂 Der Zug hat unterwegs auch zweimal Halt gemacht, damit man frische Luft schnappen und die Füsse vertreten konnte. In Cook war der erste Halt. Diese Ortschaft ist mitten in der Nullarbor-Wüste, irgendwo im nirgendwo. (Nullarbor bedeutet übrigens „null Bäume“ und dem ist wirklich so, so weit das Auge reicht…) In Cook konnte man lesen, dass die Ortschaft 4 Einwohner, 6 Hühner, 3 Ziegen und 3 Mio. Fliegen hat. 🙂 Der zweite Halt war in Kalgoorlie, das an dem Ort gebaut wurde, wo zwei glückliche Gold-Gräber Ende 19. Jh. per Zufall auf Gold gestossen sind (und somit den Goldrausch im Westen ausgelöst haben).

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zwei Pijama-Tanten irgenwo im nirgendwo

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In Cook im Souvenier-Shop gesehen

Am Dienstag und Mittwoch war ich also noch in Perth, im Westen Australiens. Halt auch eine Stadt wie so viele andere auch. Dort war ich im Perth-Mint, die erste Gold-Münzerei im Westen Australiens, die während dem grossen Gold-Rausch um die vorletzte Jahrhundertwende eine grosse Rolle gespielt hat. Dort konnte man einen echten Goldbarren heben (der leider gesichert war), viele goldige Münzen anschauen und zusehen, wie so ein Goldbarren hergestellt wird. Perth liegt auch nicht am Meer, sondern am Swan-River, der aber zum Meer führt. Am Mittwoch bin ich dann (sozusagen als schöner Abschluss meines Australien-Aufenthalts) mit einem Schiff dem Swan-River entlang nach Fremantle, dem nächsten Städtli direkt am Meer, geschifft. Gemütlich wars und ich hatte eine schöne Aussicht. In Fremantle hoffte ich eigentlich, einen Sonnenuntergang direkt über dem Meer zu ergattern, leider waren mir da aber die Hafen-Giraffen im Weg.

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Blick zurück auf Perth vom Schiff aus

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am Swan River (übrigens hats in diesem River fast 20 Delphine)

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besagter Sonnenuntergang hinter den Hafen-Giraffen.

Am Donnerstag hiess es dann: Adios Aussies, Thailand ich komme. *Freu*

Ja soooo, nun, möchte ich noch ein kurzes Fazit über meine 2monate Australien abgeben:

Es hat mir gefallen, ja, aaaaber, zwei Monate waren jetzt genug. Klar, zum „nur“ Australien ansehen, sind zwei Monate natürlich recht wenig, aber da ich ja auf Weltreise bin, und ja vom Weiterreise-Fieber geplagt bin, ist es wirklich Zeit, mich wieder mal an eine neue Währung zu gewöhnen. Australien war schön. Aber ich muss sagen, die Ostküste hätte ich (bis auf Sydney und das Tauchen am Great Barrier Reef) auch auslassen können. Weil das, was ich mir von diesem Land erhofft habe, habe ich erst im Outback gefunden. Nichtsdestotrotz, ich habs genossen. Die Aussies sind lustige Leute, mit einem speziellen Humor (bei dem ich wegen den speziellen Dialekten häufig gar nicht, oder erst später, nachgekommen bin). Und sie haben gutes Bier (allerdings hat mir kürzlich jemand erklärt, dass meine Favoriten die typischen Frauen-Biere seien… jänusode). Ich habe gemerkt, dass sie furchtbar schlechte Filme und TV-Serien machen, mit so grottenschlechten Schauspielern und furchtbar unpassender Filmmusik! (Mir läufts jedes mal kalt den Rücken runter, wenn ich nur schon dran denke, wuaaaaa.)

Ich habe einiges über das Land gelernt, über die Geschichte vor der Besiedlung der Europäer und auch von der Geschichte nachher und diverse schwarze Kapitel davon. Es war schön, endlich diese Gegend zu sehen, über die ich schon so viel gelesen habe und bin stolz, diese Reise unverletzt, nicht bankrott (noch nicht…) und unbeschadet hinter mich gebracht zu haben. (Ich hoffe ja schwer, dass ich das in zwei Monaten auch wieder schreiben kann…)

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Heute bin ich in Thailand angekommen, auf der Insel Phuket, wo ich es mir die nächsten zwei Wochen so richtig gut gehen lassen werde.



The Ghan, The Alice, The Rock, The Olgas, The King

2 06 2010

Das letzte Wochenende habe ich im Outback verbracht. Wie mir schon viele Leute unterwegs versprochen haben, habe ich dort „the real Australia“ gesehen. Aber lasst mich mal alles von  vorne erzählen:

Am Mittwoch fuhr ich mit dem „The Ghan“ Zug von Darwin nach Alice Springs. Eigentlich ging die Fahrt ca. 1 Tag, aber da der Zug nach ca. 5 Stunden Fahrt in der Ortschaft Katherine einen 4-stündingen Zwischenstopp für Touren zum Katherine River einlegt, relativiert sich das ein wenig. Weil, wenn man dann wieder von dieser Tour zurück kommt (übrigens habe ich an diesem River zwei Wallabies und eine Schlange gesehen… wilde, versteht sich) isst man Znacht und danach legt man sich gelegentlich mal schlafen. Und am Morgen um 10 Uhr ist man ja schon in Alice.

Ich hatte noch eine lustige Begegnung im Ghan: Als ich in den Zug einstieg und meinen mir zugeteilten Sitzplatz suchte, habe ich gemerkt, dass ich wieder neben genau derselben jungen Frau sitze, die schon neben mir im Flugzeug von Cairns nach Darwin sass. Und als wir dann so miteinander über unsere Reise und die weiteren Pläne gesprochen haben, fanden wir heraus, dass wir auch in Alice im selben Hostel wohnen und dieselbe 3-Tages-Tour ins Outback machen. Sie kommt aus Teneriffa und hat diesen lustigen spanischen Akzent. Das war witzig! Die Zugfahrt war übrigens sehr angenehm, man hat genügend Beinfreiheit (mein grosser Bruder würde sagen, es sei „Erwachsenen-Gerecht“) und das Bahn-Restaurant ist nicht so teuer. Und man wird am Morgen von einem waaaaahnsinnig schönen Sonnenaufgang geweckt!

Alice Springs ist ja der Ausgangspunkt um zum Uluru (Ayers Rock) etc. zu gelangen. Deshalb sind eigentlich auch alle Leute, die man dort in den Hostels trifft, entweder am Kommen oder Gehen von dort. Ich habe mir am Donnerstag Alice auch noch angeschaut, aber nach ein paar wenigen Stunden hatte ich eigentlich gesehen, was man sehen muss. Eine schöne Aussicht über das Städtli hat man vom ANZAC-Hill, den man leicht besteigen kann (Reisebusse fahren auch hoch…)

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Aussicht auf Alice vom ANZAC-Hill

Vom Freitag bis Sonntag war ich also auf der Tour zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Australien. Ich war in einer Gruppe mit 24 Leuten, vorwiegend Frauen und die meisten davon auch alleine am Reisen. Es waren tolle und interessante Leute dabei und ich habe gute Bekanntschaften gemacht. Unser Tour-Guide war eine junge Frau, die uns einiges über die Aborigenies und die spirituellen Zwecke der jeweiligen Stätten für die Ureinwohner erklärt hat.

Am ersten Tag fuhren wir ca. 4h zum Kata Tjuta (englischer Name: The Olgas), was in der Aborigenie-Sprache „viele Köpfe“ bedeutet. Das sind riesige runde Felsköpfe, die aus dem Boden ragen. Ich war sehr beeindruckt davon, weil ich mir diese Köpfe viel kleiner vorgestellt habe, als ich im Reise-Führer ein Foto davon gesehen habe. Dort sind wir rumgewandert und unser Guide hat uns erklärt, wie die Kata Tjutas und der Uluru entstanden sind.

Am Abend haben wir dann am Uluru (englischer Name: Ayers Rock) den Sonnenuntergang angeschaut, oder besser gesagt, die Farbveränderung am Uluru, wenn die Sonne untergeht. Übernachtet haben wir unter freiem Himmel in sogenannten „Swags“, das sind wasserdichte Matratzen-Säcke, in die man mit dem Schlafsack reinschlüpft und dann ganz zugedeckt ist. Es war seeeehr kalt!! Hier ist ja jetzt Winter und solange halt die Sonne nicht scheint, wirds so um die 7Grad… Aber es war gemütlich, es kam so eine Lagerstimmung auf mit Lagerfeuer etc.

Am zweiten Tag haben wir auch noch den Sonnenaufgang, oder eben auch die Farbveränderung am Uluru wenn die Sonne aufgeht, angeschaut. Danach konnten wir entweder um den Uluru herumlaufen (Base Walk) oder hochklettern. Da die Aborigenies die Besucher jedoch bitten nicht hochzuklettern und auch aus gesundheitlichen Gründen davon abraten, habe ich natürlich den Base Walk gemacht. Dieser Base Walk dauerte ca. 2h und war zauberhaft. 🙂 Wenn man den Uluru so Nahe anschauen kann, sieht man wie uneben die Obefläche eigentlich ist und dass er von Nahem eigentlich ganz anders aussieht, als man sich das aus der Weite vorstellen kann. Was auch eindrücklich ist, ist die weite Landschaft, die sich darum herum befindet. Vom Uluru aus sieht man z.b. die Kata Tjuta, obwohl sie ca. 40 km. davon entfernt liegen. Auch erscheinen der Uluru oder die Kata Tjuta aus so weiter Distanz gesehen eher wie „Fata Morganas“.

Später am Nachmittag fuhren wir die 4h zum Kings Canyon. Dort verbrachen wir dann die zweite Nacht, gütigerweise in Zelt-Hütten, was jedoch nicht besonders wärmer war…

Am dritten Tag machten wir dann eine 3,5h Wanderung im Kings Canyon, was mir eigentlich am Besten gefallen hat. Dieser Canyon ist sehr eindrücklich! Wie alles hier im Outback ist der Boden, Steine und Felsen rot. Das kommt daher, weil es im Westen Australiens viel Eisen hat, der mit dem Westwind in die Mitte geweht wird. Da dort die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist, rostet das Eisen und daher ist in der Mitte alles rost-rot.

Danach gings wieder zurück nach Alice, mit einer 5stündigen Fahrt. Es war gigantisch, ich hatte viel Spass in diesen drei Tagen und Entfernungen relativieren sich mit so einer Tour total. (Wie weit kommen wir, wenn wir von der Schweiz 5h Auto fahren? Wie oft machen wir das schon?)…

Man bekommt hier auch nie genug von der eigentlich öden Wüstenlandschaft. Weil die Natur mit ihren Farben Kontraste setzt (rote Erde, grünes Gras und Büsche, blauer Himmel und weisse Wolken) woran man sich gar nicht satt sehen kann. Auch ist es spannend die Umgebung zu beobachten, weil immer die Möglichkeit besteht, wilde Tiere zu sehen (ich habe Kühe, Pferde, Adler und Kamele gesehen. Übrigens gibt es nur in Australien wilde Kamele!).

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Am ersten Tag hatten wir auch die Möglichkeit, auf einem Kamel zu reiten, das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

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vor den Kata Tjutas

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Uluru vor Sonnenuntergang

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Uluru aus der Nähe

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Am Kings Canyon

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auch Kings Canyon

Mittlerweilen bin ich nach einer 20stündigen Busfahrt in Adelaide ganz im Süden unten angekommen. Hier ist es jetzt Winter, für unsere Verhältnisse jedoch eher herbstliche Temperaturen.

Nun sind meine Tage in Australien auch schon wieder gezählt… bin nur noch gut 10 Tage hier! Time is running……



Darwin

25 05 2010
Viel gibts von den letzten paar Tagen zwar nicht zu berichten, aber auch das kann ich in einem Beitrag festhalten.
Wie ja schon erwähnt, hat mir die Hitze hier recht zu schaffen gemacht, dass ich davon abgesehen habe, teure Touren in die National Parks hier in der Umgebung zu machen.
Ich habe mir lieber das Städtli angesehen, zwar nicht zu Fuss (*schwitz*), nein in einem klimatisierten Bus. Oder habe mich in den Park gesetzt. Dort kommen allerdings bei Sonnenuntergang (dazu später mehr) nicht nur die Fledermäuse raus, sondern auch die besoffenen Aborigenies. Das ist ja das traurige hier an den Eingeborenen. Ich habe in Darwin alleine schon mehr gesehen als in den ganzen 6 Wochen davor zusammen, aber hier in der Stadt sind viele von ihnen dem Alkohol verfallen oder machen sonst einen verwilderten Eindruck.

Am Sonntag war ich am Mindill-Beach und bin den ganzen Nachmittag am menschenleeren Strand gelegen und habe gelesen. So gegen 17 Uhr habe ich plötzlich gemerkt, dass ganz viele Leute am Strand rumlaufen, ich aber die einzige bin, die im Bikini rumliegt. Habe mich dann angezogen und geschaut, was der Grund für diese Menschenmassen ist. Es war der Mindill-Beach Sunset-Market, der jeden Sonntag und Donnerstag dort stattfindet. Dort gibts unzählige Stände mit Kunst und Handarbeiten (vieles davon ist Aborigenie-Kunst) und auch viele Stände mit Essen aus der ganzen Welt. Und Menschen hatte es dort!! (Ich weiss nicht, wo die sich tagsüber alle verstecken!) Vor Sonnenuntergang habe ich mich dann auf eine Sanddüne gesetzt um den wunderschönen Sonnenuntergang zu beobachten. Ich war allerdings nicht die einzige. Viele viele andere Menschen wollten dasselbe sehen. Wir wurden alle nicht enttäuscht. Ein Sonnenuntergang wie im Bilderbuch! Als das Spektakel sich langsam dem Ende neigte und die Sonne hinter dem Horizont verschwand, ging ein begeistertes raunen durch die Menge. Es hat wohl nicht mehr viel gefehlt und die Leute hätten applaudiert…
Sehet selbst:

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Am Samstag habe ich mir das „Crocosaurus-Cove“ hier im Städtli angeschaut. Das ist ein Krokodil- Schildkröten und Reptilien-Haus. (Meine grösste Nichte hätte wohl einen grossen Bogen um dieses Haus gemacht…) Dort könnte man mit Krokodilen schwimmen und wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, diese auch füttern und halten. Ich konnte immerhin ein Baby-Krokodil streicheln. Und habe einer Schlange zugesehen, wie sie eine Ratte gegessen hat… Urgh. Aber interessant wars schon! Nach den Bildern, die ich in Cairns geshenen habe, mit Schlagen die Känguruhs etc. gegessen haben, habe ich mich schon gefragt, wie so eine lange dünne Schlange ein anderes, grösseres Tier in sich reinstopft. (Btw: Bei einem Schlangen-Käfig bei der Reptilien-Ausstellung war auch ein Bericht zu lesen, dass eine Schlange einen Hund gefressen habe, der schwerer war als sie selber und dass die Schlange mehr als eine Woche zum verdauen brauchte.) Falls jemand Fotos von diesem grusligen Spektakel sehen will, kann man mir ein Mail schreiben. (Ich sehe davon ab die Bilder hier zu zeigen, weil Schwangere und Minderjährige mitlesen…)

Später konnte ich dann auch noch selber eine Schlange halten (natürlich nicht dieselbe, die vorher die Ratte gefressen hat!). Es war gar nicht ecklig, die Schlange hat sich eher wie ein Spielzeug aus Gummi angefühlt, das man leicht verbiegen kann.

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Letzte Nacht, bzw. heute früh um 5.10 Uhr, hatten wir noch etwas „äktschen“ hier im Hostel. Nämlich ging ganz plötzlich der Feueralarm los. Hmm… im Halbschlaf brachte ich es dann fertig, die linke Kontaktlinse einzusetzen und danach Einäugig meine Tasche (inkl. Netbook natürlich, wäre ja schade um all die schönen Fotos) zu nehmen und sich mit allen anderen ca. 200 Hostelgästen zum Ausgang zu begeben. Dort mussten wir im Hinterhof warten und weil ich mich zusammen mit einem Zimmergspändli (aus Deutschland natürlich…) ganz nach vorne zum Zaun gedrängt hatte, konnten wir das Feuerwehrauto beobachten. Und einen Feuerwehrmann, der gelangweilt auf der anderen Strassenseite stand und das Gebäude beobachtet hat. Auch wir konnten keinen Rauch oder sowas entdecken und nach ca. 15 Minuten wurde Entwarnung gegeben und wir durften wieder auf unsere Zimmer. (Ich bin hier auf einer Etage, wos nur Zimmer für Frauen hat, mit jeweils einem Gemeinschaftsbad an jedem Ende des Ganges. Und ihr könnt euch ja vorstellen, dass nachdem wir wieder reindurften, natürlich erstmal alle WC’s besetzt waren…) 🙂

Morgen gehts weiter nach Alice Springs, wo mich angeblich wieder kühlere Temperaturen (und auch der Ayers Rock, die Olgas und der Kings Canyon) erwarten. Bin gespannt!



From „Gheeeens“ to Darwin

21 05 2010

Nebst dem saukuulen Tauchkurs habe ich während meinen 10 Tagen in Cairns nicht viel gemacht: In der City rumlaufen, shopping, am Meer an der Esplanade rumhängen, lesen oder einfach nur im Hostel relaxen. Am Sonntag habe ich allerdings noch eine kleine Tour nach Kuranda gemacht. Das ist ein kleines Dörfli mitten im Regenwald und total auf Touristen ausgerichtet, sprich tonnenweise Shops, Marktstände und Restaurants. Es gab auch noch eine Schmetterling-Zucht, ein Koala-Garten und ein Vogel-Park, aber ich hab mir das gespart (vor allem den Eintritt dafür). Und man konnte auf diversen kleinen Wegen durch den weltweit ältesten Regenwald laufen. Das habe ich natürlich gemacht, war ja auch gratis. 🙂 Kuranda an sich war eigentlich nicht so besonders, viel mehr beeindruckt hat mich aber der Weg dorthin und zurück, resp. die Transportmittel.

Hingefahren bin ich nämlich mit der Seilbahn, direkt über dem Regenwald. Das war wirklich ein Erlebnis (diese Attraktion hat auch schon Preise gewonnen), man sieht den Regenwald von oben und kann sich so ein Bild machen, wie weit und gross der eigentlich ist. Wohin man schaut, nur grün. Wahnsinn! Auch die Aussicht auf Cairns, die umliegenden Dörfer, Smithfield (ein Goldfeld) und das Meer waren atemberaubend.

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Zurück fuhr ich dann mit dem Zug, der Nostalgischen „Scenic Rail“. Die Zugstrecke führt über hohe Schluchten, vorbei an meterhohen Felsen und an Wasserfällen und es werden unterwegs einige Informationen von der Geschichte dieser Bahnstrecke erzählt. Es war schon ganz eindrücklich, weil die Männer, die vor ca. 120 Jahren am Bau beteiligt waren, nicht besonders komfortable Umstände genossen und die Baustellen sehr gefährlich waren.

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Es war zwar ganz schön, aber weil diese Fahrt zurück total 2 Stunden dauerte, es warm war und der Zug nicht besonders schnell, wird man halt sehr schläfrig. (Ich bin ja auch nur das Kind meiner Eltern…)

Ich war auch noch im historischen Museum in Cairns (weils so günstig war) und weil ich der einzige Besucher dort war, habe ich auch grad noch eine persönliche Führung bekommen. 🙂 Mein persönlicher Guide hat mir einiges über die Anfänge der Stadt erzählt und mir viele Gegenstände und Werkzeuge von früher gezeigt. Wirklich erstaunt haben mich diese Dinge nicht, weil ja alles europäischen Ursprung hat und unsereiner solche Sachen schon mind. einmal im Ballenberg gesehen hat. 🙂 Nebstdem hatte er aber noch Bilder von Schlangen zu bieten, die gerade ein Tier verschluckt hatten: Hunde, Katzen, Wallabies oder ein ganzes Känguruh. Eine Schlange hat sogar einen Plüsch-Hasen verschluckt… Das war wohl nicht so ergibig.

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Das sei angeblich früher (vor der Elekrizität) ein Kühlschrank gewesen. Oben Eis rein, in der Mitte die zu kühlenden Lebensmittel und zu unterst ein Topf für das geschmolzene Eiswasser.

In Cairns gabs auch noch den „Swiss Cake and Coffe Shop“ und das „SwissIn“ (ein Restaurant) und natürlich musste ich beides ausprobieren. Das Gipfeli und der Kaffee im Cake- and Coffee-Shop waren nicht so wirklich schweizerisch, aber das Zürcher Gschnätzlete im SwissIn dafür umso mehr. Ausserdem kam ich mir in dem Restaurant vor wie im Kreuz in Sachseln (ich war der einzige Gast) und die Preise auf der Menükarte waren auch schweizerisch (sauteuer!).

Am Mittwoch flog ich von Cairns („Gheeeens“) nach Darwin („Darwin“) und logiere in einem Hostel zmitzt in der City. Wobei City ein bitzeli übertrieben ist. Ich bin sehr froh, dasss ich nicht weit laufen muss um irgendwo hinzukommen, weil es ist sooo warm und wahnsinnig tüppig. Man hat das Gefühl, beim Laufen ständig vor sich hin blasen zu müssen um überhaupt vorwärts zu kommen. So tüppig ist es hier. Am Besten geht man einfach von Shop zu Shop weil die sind so schön klimatisiert.

Ich bleibe nun hier bis nächsten Mittwoch, weil ich erst dann einen Platz im Zug nach Alice Springs ergattern konnte. (Der Zug heisst „The Ghan“ und fährt nur zweimal wöchentlich.) Nun schaue ich mal, wie ich die nächsten paar Tage hier noch verbringen kann.

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I’m a diver!!

13 05 2010

Ihr dürft mich jetzt von und zu Level 1 open water Diver nennen! Habe die letzten 4 Tage einen Tauchkurs absolviert und heute doch tatsächlich die Zertifikation zum Tauchen bekommen. Das waren vier anstrengende Tage! Am Montag und Dienstag hatte ich jeweils einen halben Tag Theorie und am anderen halben Tag übten wir im Übungspool. Die Theorie bestand eigentlich aus DVD schauen und zuhören, was unser Instruktor so zu sagen hat und als Hausaufgabe ein Tauch-Buch mit 6 Kapiteln zu lesen und am Ende jedes Kapitels die 20 Fragen zu beantworten. Am Dienstag Nachmittag hatten wir dann die Theorie-Prüfung, vor der ich ein bitzeli Bammel hatte (zu unrecht) weil, naja so eine Prüfung auf English… hmm… aber glücklicherweise war das eine Multiple-Choice-Prüfung (Antworten waren schon vorgegeben, man musste nur die richtige ankreuzen) und so bestand ich die Prüfung mit nur 3 Fehlern (bei 50 Fragen).

Gestern und heute gings dann raus aufs Meer. Besser gesagt: Raus aufs weltberühmte Great Barrier Reef!! Das war der Hammer! Wir hatten pro Tag zwei Tauchgänge und gestern bestanden die auch mehr oder weniger aus Übungen, zum Beispiel mussten wir auf 12m unter Wasser unsere Schwimmbrillen ab- und wieder anziehen, den Luftschlauch (ich kenne die deutschen Namen für das Zeug nicht… in englisch heisst der Schlauch „Regulator“) und auch das Gstältli und den Gewicht-Gurt ab- und wieder anziehen. Und wir mussten demonstrieren, was machen, wenn unser Gspändli mal keine Luft mehr haben sollte. (Man muss seinem Gspändli seinen zweiten Regulator in den Mund schieben und langsam nach oben gehen. Dass das auch nicht ganz ohne ist, habe ich selber erlebt, nämlich wenn das Gspändli so doof ist und einem das Mundstück zunderobsi in den Mund schiebt, weil dann atmet man nämlich nicht Luft sondern Wasser…)
Nebst diesen „skills“ konnten wir (ich spreche da von meinem beiden Tauchkurs-Gspändli-Görls und mir) gestern das Tauchen und das Reef noch gar nicht so sehr geniessen. Auch waren wir ja noch zu unsicher und mussten uns recht darauf konzentrieren alles richtig zu machen. (das heisst: immer zu atmen und zu „equalizen“ d.h. Luftdruck im Kopf ausgleichen).

Heute wars dann dafür um so besser. Ich war schon um einiges sicherer unter Wasser und ich habe unglaublich viele verschiedene Fische gesehen! Häi, war das kuuul!!! Sowas muss man erlebt haben. Leider habe ich keine Schildkröten und auch Nemo nicht geshen, aber dafür viele andere Lustige Tierchen, über die halt noch kein Trickfilm gemacht wurde. 🙂
Hier ein paar Eindrücke:

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Yeah, I’m a diver!

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Mit unserem Instruktor (ich bin 2.v.l.)

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das ist ein irgendwas pineapple ding, ich weiss den Namen nicht mehr, das lag da so rum und wir konnten es halten

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Richtig gute Fotos von den Fischen hats halt keine gegeben, weils Fotografieren unter Wasser so eine Sache für sich ist, aber unter diesem Link könnt ihr schöne Fotos vom Reef anschauen.

Übrigens bin ich ja jetzt in Cairns (die einheimischen sagen so lustig „gheeeeens“) wo ich sicher noch bis mitte nächste Woche bleiben werde, weil erstens ist das Hostel so günstig (14Dollar pro Nacht), zweitens gibts hier gratis Internet (juhui, skypeeeen!!!) und drittens kann ich mich noch nicht so ganz entscheiden, wohin ich nachher will und wie ich dorthin gehen könnte/sollte/kann (selbstverständlich will ich nicht gehen, sondern fliegen oder fahren).



River Raften

9 05 2010

Am Freitag war ich River Raften auf dem Tully River. Das war der absolute Hammer!! Ihr dürft dreimal raten, wer schon nach dem ersten Hindernis vom Boot gefallen ist…Wir sind nicht nur über viele verschiedene Hindernisse und zwischen engen Felsen durchgeschifft, nein, ich musste auch noch von einem 4m Felsen ins Wasser gumpen. Ich hatte eine lustige Gruppe mit guten Leuten getroffen und einem gutaussehenden Guide. 🙂

Hier ein paar Bilder:
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Übrigens konnte ich dabei auch grad den Spass mit etwas Nützlichem verbinden: Weil, was macht man mit einem Shirt, das man tagszuvor bei einer Wanderung durch einen National Park verschwitzt hat und erst gerade 2 Tage vorher die ganze Wäsche gewaschen hat? Na? Genau – man zieht das Shirt zum River Raften an, danach ists nämlich wieder sauber. 🙂

Als ich nachher meiner Mutter per SMS mitgeteilt habe, dass ich den Spass überlebt habe, hat sie gesagt, dass sie das auch gerne einmal machen würde.
(Oder habe ich das etwas falsch verstanden?)



Fraser Island und Townsville

3 05 2010

Und schon wieder ein neuer Beitrag! Ich muss nämlich unbedingt von meinem Ausflug nach Fraser Island berichten, bevor ichs wieder vergesse und ich wieder lange nicht internetlen kann.

Ich war ja eben letzte Woche 3 Tage in Hervey Bay und wie ich ja schon geschrieben habe, kann man von dort aus sehr gut auf die weltweit grösste Sandinsel Fraser Island gelangen. Ich habe am Samstag eine Eintagestour auf Fraser gemacht, bei der ich von einem Guide viel interessantes und wissenswertes über die Insel gehört habe. (Und das Mittagessen war im Preis inkl.) Man schifft da also mit einer Fähre rüber und kann auf der ganzen Insel nur mit Allrad-Antriebs-Autos fahren, weil eben, die ganze Insel besteht aus Sand. Das ist schon kuul, in einem 4WD-Monsterbus zu sitzen, während der Fahrer über all die Schlaglöcher und die unebene Sandstrasse düst. Und man weiss ganz genau, dass er das schon seeehr oft gemacht hat und man darum vollstes Vertrauen in ihn haben kann. Diese Insel ist wirklich ein Erlebnis. Sie hat über einen Regenwald und einem Sand-Highway vieles zu bieten. Durch den Wald wurden wir auch zu Fuss ein wenig herumgeführt, der Guide hat uns spezielle Bäume gezeigt, viele ohne Rinde (was auch der Grund dafür ist, wieso es dort keinen Borkenkäfer gibt, aha, wieder was gelernt) und auch gezeigt, wie die früheren Bewohner aus verdürrten (waren es Farnblätter? Ich weiss es nicht mehr) riesigen Blättern Wasserkörbe gebaut haben. Ausserdem lag der spezielle Duft von Eukalyptus in der Luft, entsprechende Bäume gibts dort nämlich zu Hauf. Es war eine seeeehr beruhigende, ja schier relaxte Stimmung in dem Wald. Totale stille, kein Wind, irgendwo das stumme Plätschern eines kleinen Bächlein in einem Sandbeet, ganz entfernt ein paar Vögel, die zwitschern. Irgendwie verzaubert… Weiter konnten wir noch im Lake McKenzie baden gehen (ich habe allerdings nur die Füsse reingestreckt, weils grad nicht so gut ausgesehen hat, wettertechnisch). Das ist der bekanntestes See dort und hat auch etwas magisches, beruhigendes, relaxtes an sich. Oke, grundsätzlich ists ein grosser Tümpel zmitzt auf der Insel, der sich wunderbar als Postkarten-Motiv eignet. Ein elendlanger Highway führt auf einer Seite der Insel am ganzen Strand entlang. Das war kuul. Dort konnte der Fahrer mal so richtig Gas geben. Auf der rechten Seite der Ozean, auf der Linken die Sanddünen und dazwischen Wochenend-Verkehr ausschliesslich mit 4WD-Autos. 🙂 das muss man sich mal vorstellen. Auf dieser Strecke gabs noch zwei spezielle Sachen zu besichtigen: Zum einen der Eli Creek, das ist ein Fluss, der irgendwo aus der Insel zum Meer fliesst und ganz schön erfrischend ist. Und dann gabs noch ein Schiffs-Wrack, das vor glaubich ca. 50 Jahren dort an die Küste gespült wurde und sich nun auch unglaublich gut als Postkarten-Motiv eignet. Bevor wir am späteren Nachmittag wieder den Weg zurück zur Fähre in den angriff nahmen, konnten wir uns auf der (einzigen? Keine Ahnung) Hotelanlage die Füsse vertreten und dort war ein extrem lautes und wirres Gekreische von sehr vielen Papageien zu hören, die sich auf Palmenkronen gegenseitig übertönten. War ganz speziell, ich kenne das ja sonst nur von Krähen. Herrlich abgerundet wurde mein Ausflug dann, als ich auf der Fähre wartend, Zeuge eines wunderschönen Sonnenunterganges wurde. Hach. Ich glaube, das Paradies ist nicht mehr weit entfernt von hier… 😉
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am Lake McKenzie

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Highway über den Strand

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das Schiff-Wrack

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hach, der Sonnenuntergang

Hier noch ein Witz von unserem lustigen Tour-Guide: Was ist der Unterschied zwischen einem Passagier und einem Auto-Stöppler? 2 Minuten.

Mittlerweilen (nach einer laaaangen 15stündigen Busfahrt) bin ich in Townsville angekommen. Das ist eine kleine Stadt, südlich von Cairns und ich werde sie immer als ein unglaublich verschlafenes Kaff in Erinnerung behalten, weil: morgen fahre ich weiter und die zwei Tage an denen ich nun hier war, sind Sonntag und Montag-Feiertag (Labour Day) und demzufolge (wobei das ja nicht in ganz Australien so ist) alle Läden geschlossen waren. Da man hier nicht besonders viel unternehmen kann, ausser Ausflüge auf die Magnetic Island oder ans Great Barrier Reef, habe ich eben beschlossen wieder weiter zu fahren. Weil: ans Reef will ich dann von Cairns aus und Inseln werde ich wohl in Indonesien genug sehen und ich möchte danach endlich mal ins Landesinnere (sprich durch die Mitte.) Eine kleine Unternehmung, die nichts kostet habe ich jedoch heute Vormittag schon gemacht: Ich bin auf den hiesigen Castle-Hill gewandert. Das ist der Haus-Berg und man kann da ca. Eine Stunde über viele viele viele steile Stufen hinaufsteigen und hat zuoberst eine atemberaubende Aussicht. Der Aufstieg war zwar anstrengend (man könnte auch mit dem Auto hochfahren, aber hey, wer bin ich denn…!?!) es ist sooo heiss hier und ich hab mich doch schon lange nicht mehr sportlich betätigt. Aber ich habs dennoch geschafft und habe die Aussicht sehr genossen.

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da bin ich heute rauf geklettert

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das ist die Aussicht auf Townsville

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Brisbane und Hervey Bay

30 04 2010

6 Tage Brisbane und ich hatte einen Stadt-Koller… bin ja auch nur ein Landmeitli und musste drum wieder raus aus ser City. 🙂 Brisbane ist zwar an und für sich eine schöne Stadt, aber halt einfach ohne Meer-Anschluss. Und ohne Beach. (Was soll ich denn ohne Beach schon den ganzen Tag machen??) Wobei, das stimmt nicht ganz: Durch Brisbane hindurch fliesst ein River, der Brisbane River. Und die Einwohner der Stadt fanden, sie müssen auch einen Beach haben und drum haben sie an dem Brisbane River einen Beach hingestellt. Dort tümmeln sich nun tagsüber alle Mütter mit ihren noch nicht schulpflichtigen Kindern. Man könnte es eigentlich als offenes Schwimmbad bezeichnen und das ganze nennen sie nun City Beach. Wirklich beeindruckt hat mich das nicht und ich bin so schnell wie möglich geflüchtet, dorthin wos keine Kinder hatte. Auf ein Parkplätzli neben die grauhaarigen und kahlköpfigen (sprich, die ältere Brigarde).
Zum Thema ältere Leute kann ich noch zwei weitere Geschichten erzählen:

Irgendwann letzte Woche (ich kann im Moment die Wochentage wirklich nicht mehr auseinander halten) habe ich die grösste Bier-Brauerei des Staates Queensland angeschaut. Die brauen dort das hier sehr berühmte XXXX-Bier. (sprich: four-ex) Dort habe ich eine geführte Tour gemacht und dabei einen anderthalbstündigen Einblick ins Bierbrauen erhalten. War interessant, vor allem weil der Tourguide so lustiges Queensland-Dialekt gesprochen hat. Übrigens mahlen (oder haben gemahlt, so genau weiss ichs eben nicht) oder pressen oder was auch immer man damit macht, die den Hopfen mit einer schweizer Maschine von Bührer. Na, wer hätte das gedacht. Jedenfalls, und das war natürlich das Beste an der ganzen Tour, konnte man am Schluss 4 Bier gratis konsumieren. Das war lustig, weil, und jetzt kommts, ich während der Tour ein pensioniertes Päärchen kennen gelernt habe, mit denen ich dann das Bier genossen habe. Die zwei kommen aus der Nähe von Sydney und fahren nun mit ihrem Camper übers ganze Land. Ich hab mich echt gut amüsiert mit diesem Paar. Wir haben uns auch zusammen über die Queensländer lustig gemacht, eben wegen deren Dialekt. Z. b. sagen die ja, das wusste ich schon von Simons Erzählungen, nicht „kuinsländ“ einfach so, wie mans halt normalerweise sagt, sondern eben so recht übertrieben „qiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinslääääänd“. Und was mir noch aufgefallen ist, die sagen zur 8 nicht „eit“, sondern „ait“ und auch hey guys statt „hey gäis“ sagen sie „hai gais“… das hört sich komisch an und ich benötige so noch mehr Zeit um für mich das eben Gehörte zu verstehen. So hatte ich eben einen feuchtfröhlichen Nachmittag in der Bierbrauerei und bin, Nachmittags um 4 Uhr, ganz leicht angetrunken wieder in die City zurück gelaufen. 🙂

Nun zu meiner anderen Geschichte mit den alten Leuten :
Am Sonntag war hier ANZAC-Tag. (ANZAC=Australia New Zealand Army Corps) Da gabs einen riesen Umzug mit vielen vielen vielen Menschen und noch mehr Menschen die zugeschaut haben. Das Ganze läuft zum Zweck, dass man all die Kriegsopfer nie vergisst. Der Umzug an sich war aus meinen Augen schon seeeehr langweilig. Nur um tausende von Menschen, von jeder Altersklasse, in unterschiedlichen Uniformen zu bretrachten, die entweder laufen, eine Fahne tragen, ein Instrument spielen oder auf einem Auto/Golfwägeli/Panzer/Militärauto/Pferd/Rollstuhl (mit und ohne Motor) sitzen brauche ich keinen Umzug. Da kann ich auch an eine Hauptstrasse oder neben eine Militärbaracke sitzen… Während den ersten 40 Nummern habe ich mich noch amüsiert, indem ich halt alles mit „Fasnachts-Augen“ gesehen habe. So musste ich mir das Lachen ab und zu schon sehr verkneifen. Aber während den restlichen 60 Nummern habe ich mich nur noch gelangweilt. Noch mehr Menschen noch mehr und noch mehr und plötzlich: Da! Ein Schaf! Ein einziges!! hihi. Das war dann so ungefähr mein Highlight von dem Tag. Weil: Nach dem Umzug war der ganze Gspass dann eigentlich wieder vorbei. Alle Leute verstoben wieder in alle Ecken und die feschen, jungen Soldaten in ihren knackigen Uniformen führten die jungen Damen aus.
Ein kleines Konzert von drei Damen im Army-Stil mit einer Band die 50-Jahre Musik spielten und sangen konnte man noch sehen.
Eigentlich hätte ich schon mehr erwartet von so einem ANZAC-Tag aber immerhin habe ich ein kleines Souvenier: eine kleine Australien-Flagge. Juhui.
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Ansonsten war ich in Brisbane zwei Mal im Kino, einmal auf dem Mt. Coo-tha und habe einmal das Hostel gewechselt. Auf dem Mount Coo-tha hat man eine waaaahnsinns Aussicht auf Brisbane. Sonst habe ich nicht viel gemacht, viel gelesen, viel geschlafen und mich über die lieben Zimmergspändli geärgert, die entweder stanken oder asiatischer Herkunft waren und demzufolge laut und rücksichtslos.

Seit Vorgestern (welcher Tag ist heute? Freitag? may be…) also seit Mittwoch bin ich nun in Hervey Bay. Das ist ein kleines Dörfli direkt am Meer, das aus meiner Sicht nur aus Shops, Hostels und Hotels besteht. Weil die Leute die hier sind ,wollen eigentlich alle irgendwie nach Fraser Island, das ist die weltweit grösste Sandinsel. Hervey Bay ist sowas wie der „Hauptverkehrsknotenpunkt“, man gelangt von hier aus mit der Fähre auf diese Insel. Ich habe für morgen eine Tour gebucht, diese Insel darf ich mir ja schliesslich nicht entgehen lassen (sagt jedenfalls Simon…) 😉
Während meiner ersten Nacht hier im Hostel habe ich nicht viel Schlaf bekommen, weil das Rudel Englisch-Party-People, mit denen ich das Zimmer teilte, sich zuerst im Zimmer warm-trinken mussten und nachher in der Bar, die sich direkt neben meinem Zimmer befand, unglaublich laut Musik gespielt wurde, und zwar bis morgens um 2 Uhr. Nachher konnte ich dann schlafen, aber auch nur bis um 8 Uhr, weil ein übernächtigter Freund meiner Zimmergenossen glaubte, seine Kumpels in meinem Zimmer wecken zu müssen. Ich habe ihm dann ganz freundlich gesagt, dass er gefälligst sofort das Zimmer verlassen soll, weil es ja eben noch solche gibt, die schlafen wollen. Nachher bin ich zur Reception gegangen und habe mir ein anderes Zimmer weeeeeit weg von der Bar geben lassen. Aber auch hier hört man den Bass von der Musik sehr gut. Dieses Zimmer teile ich mit nur 2 Frauen und hier hats sogar ein Bad, das nicht so dreckig ist. Herrlich! Natürlich muesste ich für die zweite Nacht, die ich schon gebucht hatte, keinen Aufpreis bezahlen. Als ich dann gestern noch die 3 Nacht gebucht habe, hat die Frau an der Lobby wieder den tieferen Preis, für das alte Zimmer verlangte. 🙂 da hab ich natürlich ganz schnell bezahlt, mich bedankt und bin davon gedüst, nicht dass die den Fehler noch merkt. Hihi.
Die letzten zwei Tage hier in Hervey Bay habe ich eigentlich nur am Strand verbracht, weil mehr kann man hier eigentlich auch nicht machen. Und dieser Strand ist ein Traum, aber sehet selbst:

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überall diese Beaches…

20 04 2010

Jetzt ists mal wieder Zeit für ein Update. Liest überhaupt noch wer mit?? 🙂

Die ersten vier Tage in Sydney war ich in einem Hostel am Bondi Beach. Dort konnte ich schon die ersten schlechten Eindrücke von den sogenannten Backpackern in Australien machen. Meine bisherigen Eindrücke, die ich in den USA (und davor bei meinen Hostel-Erfahrungen in Europa) gemacht habe, waren durchwegs gut, alles anständige Leute, hatte immer angenehme Zimmergspändli etc. Aber hier… grmbl…. Ich habe mir das Zimmer mit 3 speziellen Damen geteilt, die sich alle gegenseitig nicht ausstehen konnten und von denen aber keine besser als die andere war. Ich habe allen dreien natürlich geduldigt zugehört, wenn sie über die anderen zwei geschimpft haben, aber natürlich habe ich mich schön diplomatisch schweizerisch neutral aus allem rausgehalten. Ich hätte auch nicht viel bewirken können, da ich zwei von denen, die Engländerin (brrrrr britisch inglisch… uaaa….) und die Uruguayanerin (mit eines breeeeeeeiten sphanisen aksent… uuurgh), praktisch nicht verstanden habe. Die dritte im Bunde, eine Deutsche, dafür umso besser (weisste, und dann kommt die und macht solchen Lärm und blablabla…)
Trotz allem (nächtliches Kommen und Gehen der Zimmergspändli, ergo nicht viel schlaf und auch Nachwirkungen vom Jet-Lag) bin ich mit dem Bus in die City zum Circular Quay gefahren, bin mit einer Fähre auf die andere Seite zum Zoo rüber geschifft, und dort mit einem Luftseilbähndli über den Zoo rüber gedüst und habe mir im Zoo wiedermal Giraffen, Elefanten und Löwen angeschaut. Und diesmal aber auch noch Kängurus, Koalas und Emus. Sonst gabs nicht viel Spannendes. Drum bin ich dann wieder zum Circular Quay rüberge“fähr“t und habe tonnenweise Fotos vom Opera House und von der Harbour Bridge gemacht.
An einem anderen Tag habe ich einen Coast-Walk (zu Deutsch: Küsten-Spaziergang) gemacht vom Bondi Beach zum Tamarama Beach und zum Bronte Beach. Dort habe ich etwas ganz Spezielles gesehen: Einen Friedhof an bester Lage, direkt an der Küste. Da dieser Friedhof über 100 Jahre alt ist und hier ja noch keine Gräber ausgehoben werden (so wie bei uns nach ca. 20 Jahren) ist er riesig! Und nicht wirklich schön. Dort liegen/stehen hunderte von Grabsteinen, in allen variationen, auf denen steht, wer der verstorbene war, in welchem Altersjahr er gestorben ist, wessen Frau er hinterlässt, wessen Sohn er gewesen ist, welchen Beruf er ausgeübt hat, wo er geboren und gestorben ist, etc. Meistens sind dann das auch Familien-Gräber, das war dann ganz interessant, ganze Stammbäume dort zu entdecken. Aber eigentlich war es ein gruseliger Ort und drum habe ich mich dann schon bald wieder aus dem Staub gemacht.

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Der Friedhof „Waverley Cemetery“

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Auf dem Küsten-Spaziergang, im Hintergrund der Tamrama-Beach

Übers Wochenende konnte ich bei Natalie, der Frau von meinem Cousin, der ja eben jetzt auf Fiji arbeitet, wohnen. Sie lebt mit ihrem 14-jährigen Sohn in einem 3-Zimmer-Appartment und ich konnte dort das Sofa hüten. Wir haben zusammen Ausflüge zum Manly Beach gemacht, der sehr berühmt ist. Auf dem Weg dorthin sind wir über die Harbour Bridge gefahren und als wir anschliessend noch eine andere Brücke überqueren wollten, mussten wir warten, weil diese Brücke gerade für ein paar Yachten, die durchsegeln wollten geöffnet wurde. Am Sonntag sind wir zu dritt mit dem Bus zum Watsons Bay gefahren, dort kann man bis zum Kap hinauslaufen und von dort aus hat man eine wahnsinns Aussicht. Als wir uns auf den Weg zurück machten zu Fuss und mit der Fähre, erlebten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang hinter der Skyline von Sydney. Das war gradächli kuul.

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Sonnenuntergang hinter Sydney und Harbour Bridge, inkl. Vulkan-Wolke, haha kleiner Scherz 🙂

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Natalie und ich

Ich habe zwei total unterhaltsame Tage mit Natalie und ihrem Sohn verbracht und habe mich am Montag morgen wieder verabschiedet. Diesen Tag habe ich noch in Sydney verbracht, um meine kulturelle Seite zu pflegen bin ich ins Australian Museum gegangen (gähn, aber juhui, Studenten-Rabatt, hihi), bin mit dem Gratis-Bus rumgefahren, habe mir die St. Mary Cathedral von innen angesehen und dann habe ich mich in den Hyde-Park geflätzt, ge“lunch“t und begonnen einen Rosamunde Pilcher-Roman zu lesen (es stand leider nichts besseres zur Verügung…) Um 18:30 Uhr konnte ich in den Bus einsteigen und ganze 13 Stunden später, heute morgen um halb 9 Uhr bin ich in Byron Bay wieder ausgestiegen. Läck, war das unbequem… geschlafen habe ich nicht viel, weshalb ich mich heute auch den ganzen Tag müde durch die Strassen geschleppt habe. Ich wohne hier in einem Hostel das zwar teuer (rund 40Dollar pro Nacht!!!) dafür aber zentral und extrem sauber ist. Byron Bay ist ein Hippie-Städtchen, so ganz gemüüütlich. Als ich ankam, habe ich mir zuerst mal einen guten Kaffe in einem Italienischen Kaffee gegönnt und dazu Pancakes. Bekommen habe ich 2 riesige Pancakes und je eine Kugel Vanille- und Schoggi-Glace und tonnenweise süüüüsser Sirup. Nachdem ich das ganze Zeug verputzt hatte, habe ich mich und den ganzen Zucker erstmal durch die gefühlten 3000 Shops gerollt und habe natürlich nichts gekauft. (Von den zwei T-Shirts mal abgesehen.) Was mir an Australien schon aufgefallen ist, dass die in allen Kleider-Läden Räucher-Stäbli anzünden… Nicht nur hier in dem Hippie-Kaff, sondern auch schon in Sydney. Keine Ahnung was die damit bezwecken, vielleicht hoffen die Ladenbesitzer, dass wenn den Kunden davon schlecht wird, die dann länger im Laden bleiben… Weil fein schmöckt das Zeug nicht! Nach einer Woche Sonnenschein in Sydney hat mich hier leider der Regen erwartet, was mir heute aber noch ziemlich egal war, weil ich das in meinem Halbschlaf-Spaziergang sowieso nicht gemerkt habe.

Wie auch immer, morgen werde ich mir ein Velo mieten und die Gegend hier ein wenig erkunden und hoffe, dass es nicht regnet. Habe nämlich gemerkt, dass ich gar keine Regenjacke dabei hätte… 🙂 Ja, ich habe beim packen, damals vor sechs Wochen, nicht so viel studiert… Jänu.

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Welcome to wunderful Sydney!

14 04 2010

Das hat mir gestern Natalie, die Frau von meinem Cousin Bruno, geschrieben, als ich mit ihr Kontakt aufgenommen habe. Sie wohnt und arbeitet hier in der Stadt und ich habe mich gestern Abend schon mit ihr getroffen. Mein Cousin arbeitet seit einigen Monaten auf Fiji, weshalb ich ihn leider nicht treffen kann. Natalie hat mich nun eingeladen, ab Freitag bei ihr zu wohnen, sie möchte mich dann auch noch in Sydney rumführen.

Alles was ich bisher von dieser Insel gesehen habe – zwar nur den Boni Beach – gefällt mir seeeeeehr gut! Es ist traumhaft, riesige Wellen, extrem feiner Sand, so wenig Leute und das in einer Metropole! Ich habe mich jetzt auch endlich mal über die öffentlichen Verkehrsmittel heir im ganzen Land informiert und habe so eine Grobplanung erstellt, wie ich die nächsten zwei Monate hier verbringen könnte. Ich freue mich total darauf, dieses Land, worüber ich schon so viele Bücher gelesen habe, endlich selber zu entdecken. Ich glaube auch, dass wenn ich die Preise gut vergleiche und gut kalkuliere, komme ich relativ günstig und innerhalb meines Budgets voran. Hier ist ja alles so teuer! Vorallem die Lebensmittel… das ist unglaublich. In L.A. gabs noch so riesige 99Cent-Supermärkte, in denen wirklich ALLES nur 99Cent war, auf Hawaii war ich dann schon geschockt, wie teuer alles ist und hier ists grad nochmal extremer… Das ist nur einer von den Unterschieden, die ich bisher schon gegenüber USA festgestellt habe. Auch sprechen einen hier alle mit Darling, Honey, Love etc. an und die kleiden sich auch extremst komisch! Die Mode hier kann man ungefähr mit der in Grossbritannien zu vergleichen, es soll einfach möglichst komsich aussehen und die unpassendsten Sachen sind zu kombinieren. Und: hier gibts an jedem Ecken Internet-Cafes. Dafür nirgendwo Wireless-Internet. Sogar im Hostel müsste man dafür bezahlen. Deshalb sitze ich nun jeden Morgen im Mc Donals und schlürfe ein Kaffee, bei McDonalds gibts ja auf der ganzen Welt freies Internet.