Es neige sich dem Ende

10 08 2010

höre ich es von den Bäumen zwitschern. Tatsächlich ist heute der drittletzte Tag unserer Reise. Läck bobi, ist das schnell gegangen.

Die letzten zwei Wochen verbrachten wir auf Malaysias Festland und auf der Trauminsel Tioman. Meinen letzten Beitrag habe ich aus Kota Bahru, ganz im Norden an der Ostküste, geschrieben, wo wir uns eine zweitägige Verschnaufpause vom Autofahren gönnten. Anschliessend fuhren wir die Ostküste runter nach Kuantan und dann direkt weiter nach Kuala Lumpur. Wir konnten es kaum erwarten, wieder in einer Gross-Stadt zu sein, wo vermehrt der „Westliche Wind“ pfeifft. Der nördliche Teil von Malaysia ist sehr schön, hat viele Wälder, Bergen etc. aber für Touristen wird noch nicht besonders viel geboten. Und wie ich ja schon geschrieben habe, kommt man sich dort als Frau ohne Kopftuch sehr komisch vor.

Uns hat KL sehr gut gefallen. Dort lebts! Drum blieben wir auch grad zwei Tage dort. Wir gastierten im Stadtteil China-Town, wos einen riesen Nacht-Markt und viele verschiedene Restaurants und Hotels gibt. Dort waren wir endlich mal wieder nicht die einzigen Touris und wir haben es genossen, in einem Strassen-Cafe zu sitzen und „Leute zu schauen“ und dabei ein Bier – Tigerbeer – zu trinken! 🙂
Um uns die Stadt mit all ihren Besonderheiten etwas genauer anzuschauen, haben wir eine Sight-Seeing-Tour mit einem Touri-Bus gemacht. So sahen wir viele Gebäude, Parks und Moscheen, aber am Eindrucksvollsten waren die Petronas-Towers, die höchsten Zwillings-Türme der Welt. Die sind also schon sehr hoch! Leider wars nicht möglich dort hoch zu fahren, aber direkt im Komplex der Towers gabs ein riesiges 6-stöckiges Einkaufs-Center, mit dem waren wir auch ganz zufrieden. Das war auch sehr eindrücklich! Dort fand man praktisch alle internationalen Läden, die man sich vorstellen kann und zu jeder erdenklichen Kleidermarke gabs einen Shop. Und all diese Menschen! Läck bobi!

die Petronas-Tower von unten

die Petronas-Tower von unten

Nachtmarkt in China-Town

Nachtmarkt in China-Town

mmmmmh, Rossfleisch! :-)

mmmmmh, Rossfleisch! 🙂

Nach KL ging unsere Reise weiter nach Melakka, die älteste Stadt Malaysias. Diese Stadt ist geschichtlich sehr interessant, da sich dort zuerst die Portugiesen, anschliessend die Holländer und zuletzt die Engländer nieder- /Spuren hinterliessen. An der Architektur der Gebäude ist dieser europäische Einfluss sehr gut zu sehen. Wir sahen zum ersten Mal seit langem wieder mal eine Kirche! Und dass auf einem backsteinernen Gebäude „Stadthuis“ stand, fanden wir auch witzig. Als wir einmal am Abend in einem Restaurant direkt am Fluss assen, kamen wir uns vor wie in Italien, der Ort hatte schon etwas südländisches. Auch sonst hat Melakka seinen Charme. So gabs auch dort einen Nachtmarkt, allerdings wesentlich kleiner als der in KL, doch sogar inkl. Karaoke Bühne. Dort konnte jeder Möchtegern sein nicht vorhandenes Gesangs-Talent in voller Lautstärke dem recht grossen Publikum um die Ohren schleudern. Hmmmm.

die grosse Karaoke-Bühne inkl. Zuschauer in Melakka

die grosse Karaoke-Bühne inkl. Zuschauer in Melakka

Die Stadt haben wir uns dann auch noch von oben angeschaut. Nämlich gibts dort einen Aussichts-Turm, dessen Plattform hoch und runter fährt und man für wenig Geld einsteigen kann und 15 Minuten lang die Aussicht über das schöne Städtchen am Meer geniessen darf.

ein wenig Melakka von oben

ein wenig Melakka von oben

Velo-Taxi mit Blumengarnitur

Velo-Taxi mit Blumengarnitur

Unsere nächste Station war Johor Bharu, die südlichste Stadt, ziemlich direkt an der Grenze zu Singapur. Dort lieferten wir unser Auto ab, das uns über 2’500km während 13 Tagen hervorragende Dienste geleistet hatte. In Johor Bharu gönnten wir uns ein Zimmer in einem riesen Hotelkomplex, wo es Fittness-Raum, Sauna, Jacuzzi, Swimming-Pool, div. Restaurants etc. hatte. Was wir natürlich auch alles nutzten.

Am letzten Mittwoch fuhren wir dann von Johor Bharu aus mit einem Reisebus ins zweistunden entfernte Mersing an der Ostküste. Das der Reisebus komfortabler war als alle, die ich bisher in Europa, USA und Australien gesehen habe, muss ich unbedingt noch erwähnen und die Tatsache, dass diese zweistündige Fahrt uns umgerechnet Fr. 4.- pro Person gekostet hat, auch. In Mersing konnten wir gleich die nächste Fähre erwischen und „fährten“ so nach Tioman, gemäss Times-Magazin eine der zehn schönsten Inseln der Welt. Und, ja, sie ist sehr schön.

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Wir gastierten hier die ersten zwei Tage in der grössten Hotel Anlage der Insel und liessen es uns bei Frühstück-Büffet mit feinem Chörndli-Brot und Znacht-Büffet so riiiichtig gut gehen. Nach zwei Tagen nahmen wir ein Boot-Taxi, weil es sehr wenige Strassen auf der Insel gibt, geschweige denn Autos, und liessen uns an einen anderen Beach kutschieren. Das war vielleicht eine Spritztour!! Wir waren, als wir am Salang Beach ankamen, total nass und haben dann gleich unser nächstes Hotel gesucht, wo wir nun die letzten vier Tage verbrachten.

Auf Tioman hat es an ca. 6, 7 Stränden Dörfchen, die aus Hotels mit kleinen Chalets, kleinen Restaurants, kleinen Shops, kleinen Souvenier-Geschäften und Tauch-Schulen bestehen. Die Einheinmischen leben praktisch alle vom Tourismus und es hat verhältnismässig  viele Touristen. Alles ist sehr einfach, aber alle sind sehr freundlich und wir haben wirklich angenehme, relaxende Tage auf der Insel verbracht. Beim Schnorcheln wurde ich zweimal von einem kleinen frechen schwarzen Fisch gebissen, wir haben ein Seepferdchen gesehen, Simons Wanderung zum nahegelegenen einsamen Monkey Beach hatte sich zu einem Adventure-Trip entwickelt, der ihn über Stock und Stein führte, er sich nur an den am ganzen Weg entlangführenden Stromkabeln orientieren konnte und ihm zu guter Letzt auch noch eine drei Meter lange, faustdicke Schlange über den Weg lief. Jaja, es war ganz schön.

Simon am Monkey-Beach

Simon am Monkey-Beach

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Nun sind wir in Singapur angekommen, der letzten Destination unserer Reise. Hier wollen wir auch noch die Stadt anschauen, und das machen, was man halt in Singapur so macht: Shopping  und Sightseeing.

Und am Freitag morgen sind wir schon wieder zu Hause. Hmpf. Mittlerweilen hätte ich mich schon so ans Reisen gewöhnt, dass ich glatt noch weiter könnte, aber mein leeres Bankkonto und meine Mutter sind anderer Meinung. 🙂

Natürlich freue ich mich sehr, alle meine Leute wieder zu sehen, aber dennoch ist es unglaublich, dass meine Reise schon wieder vorbei ist. Habe ich doch so lange daraufhin gefiebert, konnte kaum erwarten bis es endlich losgeht. Dann gings los, und ganz ehrlich gesagt, als ich am 2. März in Zürich ins Flugzeug eingestiegen bin, wäre ich am Liebsten wieder umgekehrt. 😉 Ich musste mich am Anfang schon ans Reise-Leben gewöhnen, aber rückblickend finde ich, dass ich es gar nicht so schlecht gemacht habe. Ich habe so viele verschiedene Orte, Plätze, Stätten gesehen, Leute kennen gelernt, Reisende getroffen, Verwandte besucht, Zufälle erlebt und hatte sicher auch ein paar Mal grosses Glück. Ich bin froh, dass ich gesund und mit einem grossen Rucksack voller Eindrücke und Erfahrungen (und bestimmt 3000 Fotos) heimkehren kann und eeeeendlich meinen jüngsten Neffen kennen lernen kann! 😉 (und natürlich auch alle anderen Nichten und Neffen wiedersehe, die ja schon soooo groooss geworden sind!).

Am Ende meines letzten Beitrages, bedanke ich mich herzlich für alle Kommentare und E-Mails, die ich während den letzten 5,5 Monaten von Euch erhalten habe. Ich habe mich immer sehr gefreut, etwas aus der Heimat zu hören, so war ich doch noch ein Stück weit zu Hause.

Ich freue mich auf Älplermagronä, sälber chochä, Lindt Schoggi, Bratwurscht, Senf, Orangen Jus, Zopf vom Anni, Omelettä vom Mutti, Fondue, Tischgrill, Wasser vom Hahnä, Toilettenpapier ohne Grenzen, Gorgonzola Käse, alle anderen Käse-Sorten, Brot, Brot, Brot, Uifschnitt, Latte Macchiato, Zweifel Pommes-Chips und am Liäbschtä grad alles Midänand! Hehe

Bis bald

Annelis (mittlerweilen wieder Tschau-Sepp-Champion, nach langer Durststrecke) und Simon (Schlangen-König und momentan TS-Zweiter)



Malaysia, Malaysia

28 07 2010

In Malaysia ist einiges ganz anders.

Zwar mussten wir zum Glück nicht schon wieder eine neue Sprache erlernen, weil sowohl in Indonesien wie auch hier wird Bahasa gesprochen, einfach mit kleinen Dialektunterschieden. Somit können wir uns auch hier weiterhin mit unseren Sprachkenntnissen durchschlagen (dass sich diese auf „Terima Khasi“ beschränken, was „Vielen Dank“ bedeutet, muss ich nicht unbedingt erwähnen.) 🙂
Glücklicherweise kommt man überall mit Englisch recht gut durch, allerdings hier noch besser als in Indonesien (in Indonesien galt scheinbar das Gesetz, wenn der Indonesier etwas nicht verstehen will, versteht er es nicht, auch wenn er es verstehen würde).

Aber zurück zu den Unterschieden.
Dass in Malaysia 53% der Einwohner zum Islam gehören, haben wir bevor wir hierher kamen nur so kurz im Reiseführer überflogen und dachten uns jaja, so schlimm wirds wohl nicht sein, ist ja doch nur die Hälfte.
Hmpf.
Meine neue Definition vom Islam ist: Ich werde mit Blicken durchlöchert. Und wir müssen elendlich verdursten.

Wie mir Simon erzählt hat, sind in Europa im Moment Diskussionen über Burka-Verbote im Gange. Ich meinerseits bin ja froh, dass die hier keine Burka-Pflicht haben. Weil bei der Hitze (30-40Grad) so einen dicken schwarzen Ganz-Körperschleier zu tragen…. ich glaube, ich würde verschmelzen.
Und die trinken ja auch alle keinen Alkohol… Im Moment könnte man schon fast meinen, wir seien Alkis, weil wir seit zwei Tagen ständig auf der Suche sind nach einem Bier… Was löscht den Durst besser als ein eiskaltes Bier an so einem schwülheissen Tag? Äbä.

Wenn ich schon am Jammern bin, dann noch dies: In Indonesien haben wir seeeehr viel Reis und Nüdeli gegessen. Zu viel. Vorallem auf unserer super Boots-Tour, da haben wir so richtig genug davon bekommen. Seither vermeiden wir diese typischen hiesigen Gerichte (z.b. Nasi und Mie Goreng) wenn möglich.

Nun ist es ja so, dass in Malaysia einige Millionen Chinesen leben. Jeder Zweite von denen führt ein Restaurant (und der andere ein Lebensmittelgeschäft). Die chinesischen Restaurants sind also praktisch die einzigen, die man wirklich überall findet. Der Kenner weiss, zu chinesischem Essen isst man Reis, und der aufmerksame Leser merkt nun, dass wir nun oft auch auf der Suche nach einem nicht-chinesischem Restaurant sind. Nicht nur der Reis und die Nüdeli lassen mich davonlaufen, auch hatte ich bisher jeweils das Gefühl, wenn ich einen Teller mit chinesischem Essen vor mir hatte (mit Fisch, Chicken oder was auch immer), das sei Hund oder Katz. Und solche Gedanken verderben mir den Appetitt (die vielen wilden Katzen mit den verstummelten Schwänzen, die überall rumstreunen, machen das Ganze auch nicht besser).
Glücklicherweise findet man hier in Malaysia in jedem Kaff mindestens einen KFC (Kentucky Fried Chicken). Und in jedem grösseren Ort einen McDonalds. Und in jedem grösseren Einkaufscentrum einen Starbucks. Und Glücklicherweise zeigt uns das gute GPS-Navi auch jeweils treuherzig den kürzesten Weg dorthin. 🙂

So, fertig gejammert, nun noch zu unserer bisherigen Entdeckungs-Tour durch malaisches Territorium.

Gestartet sind wir in Kuala Lumpur (im Volks-Släng spricht man nur von KL), wo wir unser ganzes Zeug in einen schönen Mietwagen (Ford Focus) geworfen haben und mir das Navi sogleich die undankbare Aufgabe des Kartenlesens abgenommen hat. Es hat uns gut und sicher durch the big city KL geführt (wir konnten sogar noch ein paar Blicke auf die weltgrössten Zwillingstürme, Petronas-Towers, werfen und sind dann grad oberhalb der Stadt eine Hindu-Schreine anschauen gegangen. Die heisst „Batu Caves“ und ist eine grosse goldige Statue, direkt vor dem grössten auf asiatischem Boden stehenden Kalkfelsen. Man konnte auch die vielen Treppenstufen hochlaufen und in den Felsen reingehen, dort wimmelte es nur so von kleinen Äffli, die sämtlichen Abfall durchschnoisen und wahnsinnig frech sind.

Wir fuhren weiter richtung Norden, in die Berge. Cameron Highlands hiess unser Ziel und wir hatten fast einen Kälte-Schock, weil 20Grad, sowas kennen wir ja schon fast nicht mehr. Dieses feuchte, kühle Klima ist jedoch gut für Plantagen welcher Art auch immer. Dort sieht man deshalb riesige Flächen mit allerlei Gemüse, Erdbeeri und Tee. Wir konnten es natürlich nicht lassen und pflückten in einer dieser Erdbeeri-Plantagen ein paar rote Früchtchen. Wie es in Asien halt ist, gabs natürlich an jeder Ecke einen Souvenier-Shop, wo man allen Seich mit Erdbeeri drauf kaufen konnte. Auch fuhren wir dort auf den höchsten mit dem Auto zu befahrenden Berg Malaysias, aber Aussicht würde ich dem nicht sagen, was man von dort aus gesehen hat, ich habe eigentlich nur Wald gesehen. (N.b.: die Wälder bestehen hier aus Mangroven-Bäumen.)

Wir flüchteten mit unserem gutklimatisierten Auto wieder in die Wärme, ans Meer natürlich und fuhren auf die Insel Penang. Diese Insel ist vom Festland aus über eine 13,5km lange Autobahnbrücke zu erreichen (eine der längsten Brücken der Welt). Dort wars ganz schön, wir logierten in einem Hotel am bekanntesten Beach und schlugen uns im Hard Rock Cafe die Bäuche voll (das war grad ächli ein Festschmaus!!). Wir fuhren auch mit unserem Schlitten über die ganze Insel und besichtigten so den „Tropical Spice Garden“, die „Tropical Fruit Farm“ und einen schönen auffälligen Hindu Tempel, wo wir auch gleich gesegnet wurden.

Wir fuhren anschliessend weiter in den Norden und wollten eigentlich noch auf eine andere Insel rüber“fähren“, aber leider hätten wir unser Auto nicht mitnehmen können und so haben wir ganz amerikanisch entschieden: Ohne Auto gehen wir nirgendwo hin.

Deshalb fuhren wir von der Westküste quer durchs Land an die Ostküste und sind nun in Kota Bharu, der Kulturellen-Hauptstadt Malaysias, und logieren am „Pantai Cinta Berahi“, zu deutsch: Strand der leidenschaftlichen Liebe. 🙂

In diesem Teil des Landes werden zwar praktisch keine Burkas mehr getragen, dafür tragen alle alle alle Frauen ein Kopftuch. A L L E ! (Anm. Simon: Alle ausser Annelis und Chinesinnen, da gibts dann auch noch einige).
Und man kann diese Kopftücher auch an allen Märt-Ständen kaufen. (Glaubt mir, ich war schon ein paar Mal kurz davor, so ein lustiges Ding zu kaufen, am liebsten in pink mit ganz vielen glitzernden Steinchen dran.)
Ich finde ja, dass diese Kopftücher für die meist pfuisibäggli runden Frauenköpfe nicht gerade vorteilhaft sind. Eine lustige Frisur würde da viel eher passen. Aber mich fragt ja keiner.

Wie dem auch sei, für uns gilt weiterhin: Malaysiaaa, Malaysiaaa, wenn chemmer endlich wieder äs Biär go haa?
😉

Batu Cave, nördlich von KL

Batu Cave, nördlich von KL

im Erdbeeri-Paradies

im Erdbeeri-Paradies

die Teeplantagen erstrecken sich wie ein grüner Teppich über die Cameron Highlands (Zitat aus dem Reiseführer)

die Teeplantagen erstrecken sich wie ein grüner Teppich über die Cameron Highlands (Zitat aus dem Reiseführer)

Hindu-Tempel auf Penang

Hindu-Tempel auf Penang



von Lombok nach Flores

17 07 2010

Hawaii? Naja.  Phuket? Hmm.  Bali? Oke.  Lombok? Wooow!

Wir sind praktisch verliebt in eine Insel! 🙂 Gleich nach unserer Ankunft mit der Schnellfähre von Bali sind wir mit einem Taxi zum Touristen-Hauptort Sengigi gefahren. Auf dieser 20minütigen Fahrt haben wir nur so gestaunt über die grünen Reisfelder, die Küsten, die Strände, die Aussicht aufs Meer, über einfach alles. Zwischendurch mussen wir den Mund vor lauter Staunen wieder schliessen.

Wir logierten in einem kleinen aber feinen Hotel in Sengigi mit sehr netten Angestellten. Wir waren fünf Tage dort und haben u. a. mit dem Roller die Insel entdeckt und einmal wurden wir auch einen Tag lang von einem Hotelangestellten auf der Insel rumgeführt und bekamen so wahnsinnig Interessante Einblicke in das Leben der Einheimischen.

Lombok wird die „kleine Schwester von Bali“ genannt. Aber unserer Meinung nach hat sie viel mehr zu bieten. Die Einheimischen leben noch in den kleinen Hütten mit Lehmboden, geflochtenen Wänden und Strohdach. Sie führen ihre eine Kuh pro Familie spazieren, es laufen wahnsinnig viele wilde Hühner und Hunde rum, viele halten ein paar Ziegen und die Menschen sind ja soooo unglaublich freundlich! Es hatte wirklich wenig andere Touristen dort und immer wenn uns die Einheimischen zum Beispiel auf dem Roller gesehen haben, strahlten die uns jeweils an (mich jedenfalls, Simon meinte, die würden mich einfach nur auslachen…) Jedenfalls, und das wurde uns auch von den Hotelangestellten bestätigt, haben die Einheimischen einen sehr fröhlichen und aufgestellten Charakter.

Auf unserer Entdeckungsreise über die Insel, waren wir in einer Holzschnitzerei, einer Töpferei, einem Weberei-Dorf, einer Batik-Malerei und einem original Lombok-Dorf. Die Arbeiten wurden übrigens nur von den sehr begabten Frauen verrichtet, die Männer sind dort nur zuständig für den Verkauf der Produkte. Jede Frau erlernt ihre Handarbeit von ihrer Mutter und Grossmutter, sie wird also in die Zunft „reingeboren“ und gibt sie später ihren Töchtern weiter. Eine Frau ist dort nur heiratsfähig, wenn sie eine Handarbeit beherrscht. Männer, die eine dieser Handarbeiten erlernen, gelten als zeugungsunfähig und können nicht heiraten.

Die hergestellten Produkte sind sehr schön und wir konnten uns nicht davon abhalten, praktisch überall ein paar Souveniers zu kaufen. Ich konnte mich übrigens auch noch in einen solchen Web-Rahmen einspannen lassen (da wird man wirklich eingespannt, sonst funktioniert das ganze Gerät nicht) und konnte unter der Anleitung einer Weberin und unter den Augen von mind. 4 Frauen und 6 Kindern eine Linie weben. Folglich bin ich jetzt ja heiratsfähig. Glück gha! 😉

Mit dem Roller sind wir auch wieder mal durch einen Affen-Wald gefahren (Affen sind ja schon seeeeeehr freche Tiere). Wir fuhren durch das Hinterland, durch Dörfer wo wirklich weit und breit keine Touristen waren und somit total authentisch waren. Das war für uns auch das spezielle an der Insel: Man kann zwar in Hotels mit dem üblichen Standard (sprich: mit westlichen Toiletten) wohnen, aber man muss nicht weit fahren, um das „echte“ Landleben zu sehen. So sahen wir viele Leute bei der Arbeit auf den Reisfeldern oder der Soyaernte. Auf Lombok wird auch der Wasser-Spinat häufig angebaut und ist oft auf den Speise-Karten zu finden.

Wir hatten zwar immer sehr gutes Wetter, wurden allerdings während einer Roller-Fahrt von einem sehr starken einstündigen Regenschauer überrascht und mussten in einem kleinen Unterstand mit ein paar Einheimischen warten, bis der Regen wieder vorüber war. Zwei Kilometer weiter hatte es keinen Tropfen geregnet.

Handgefertigte Holzprodukte mit typischen Lombok Verzierungen

Handgefertigte Holzprodukte mit typischen Lombok Verzierungen

Batik-Bild in der Herstellung

Batik-Bild in der Herstellung

Ich in der Weber-Lehre

Ich in der Weber-Lehre

Wir in original Lombok-Tracht mit Sarongs, die Vorort hergestellt wurden

Wir in original Lombok-Tracht mit Sarongs, die Vorort hergestellt wurden

Simons neuestes Leibgericht: Wasserspinat.

Simons neuestes Leibgericht: Wasserspinat.

typische Lombok Kuh. Sieht aus wie eine Kreuzung zwischen Geiss und Kuh, mit weissem Füdli.

typische Lombok Kuh. Sieht aus wie eine Kreuzung zwischen Geiss und Kuh, mit weissem Füdli.

Simon mit seinen neuen Freunden. Er wurde grad als Fussball- und oder Baseballtrainer dort behalten. (Zugegeben, ich musste noch etwas weniges dafür bezahlen, damit sie ihn behalten haben.)

Simon mit seinen neuen Freunden. Er wurde grad als Fussball- und oder Baseballtrainer dort behalten. (Zugegeben, ich musste noch etwas weniges dafür bezahlen, damit sie ihn behalten haben.)

Soya-Transport

Soya-Transport

Regenpfütze die entstand, als wir uns in einem Unterstand vor dem Regenschauer versteckt haben

Regenpfütze die entstand, als wir uns in einem Unterstand vor dem Regenschauer versteckt haben

Abenteuerliche Boots-Tour

Ist man auf einer Reise, sucht man ja auch das Abenteuer. Und wo könnte man dies im Land mit den meisten Inseln sonst suchen, als auf dem Meer. Folglich haben wir letzte Woche während 4 Tagen (3 Nächte) eine Boots-Tour von Lombok nach Flores gemacht. Diese Tour war schon eine spezielle Erfahrung. Wir waren 18 Passagiere aus dem Welschland, Deutschland, Holland, Schottland, Dänemark und Californien. Bis auf drei junge Frauen waren alle Päärchen. Es waren auch 5 Crew-Mitglieder auf dem Boot, die noch weniger Platz zum schlafen und sich bewegen hatten, als wir. Wir haben uns auf dem Oberdeck in einem Massenlager zum Schlafen zusammen gepfercht, meistens jedoch hat man sich auf dem Unterdeck rumgetrieben um zu sünnelen, zu lesen, zu reden, zu essen oder zu dösen. Eigentlich waren es eine sehr erholsame Fahrt, jedoch lernten wir zu verzichten. Auf Privatsphäre, Platz, Hygiene, sauberes Geschirr, Ruhe während der Fahrt (der Motor war wahnsinnig laut), während zwei Nächten auf Schlaf (wenn wir während der Nacht fuhren -> lauter Motor) und vorallem auf ein anständiges WC. Dieses war nämlich nur ein einquadratmeter grosses Kämmerli, mit einem Loch im Boden, durch das man direkt ins Meer sehen konnte und man sich eine gute Taktik zum Treffen überlegen musste, wenn mans sich nicht den ganzen Tag „verheben“ wollte. Und: man wurde von einer ekligen Kakerlake beim „Geschäfte machen“ beobachtet. Wie ihr wohl merkt, es war nicht so angenehm und wir alle vermieden den Besuch dieses Örtchen so lange wies nur ging.

Die zweite Nacht war wirklich ein Abenteuer, weil wir eben die ganze Nacht durch gefahren sind und es sehr fest gewindet hat, folglich hatte unser Klapperschiff mit grossen Wellen zu kämpfen. Unser vertrauen an die Sicherheit des Schiffes und in die Fähigkeiten der Matrosen hat sich recht schnell verflüchtigt, als wir entweder krampfhaft versucht haben, sich in den Schlaf schütteln zu lassen (was fast unmöglich war, weil: lauter Motor) oder man wie Simon, zwei Crew-Mitglieder beobachten musste, die eine sich verselbständigte Blache versuchten wieder am Masten zu befestigen. Ohne Licht. Und es war ja sowas von stockdunkel, ohne Mondlicht und nichts. Diese Nacht war wirklich der Horror und am nächsten Morgen teilten wir alle unseren schlimmsten Befürchtungen und Eindrücke, die wir während einer schlaflosen Nacht erlebt haben, miteinander. Weil, wir hatten ja weder eine seriöse Sicherheitseinführung, noch einen Leader, der einigermassen gut Englisch konnte, noch wusste keiner von uns, wo denn eigentlich Sicherheitswesten wären, resp. ob es überhaupt hat. Glücklicherweise haben wirs ja überlebt. (Ob ich allerdings wiedermal so eine lange Boots-Tour machen will, sei mal so dahin gestellt….)

Natürlich haben wir auch kuule Sachen erlebt. So haben wir ein paar Inseln unterwegs besichtigt, wo wir in einem Wasserfall duschten , in einem Salz-See schwammen, einen Berg mit einer wahnsinns Aussicht auf das Meer und die umliegenden Inseln besgtiegen und zum Schluss die eigentliche Attraktion des östlichen Indonesiens: die Komodo-Drachen anschauen. Diese werden auch Warrane genannt und sehen eigentlich weniger wie Drachen aus, eher wie Riesen-Eidechsen. Sie gelten als einzigen noch lebenden direkten Nachkommen der Dinosaurier. Wir waren auf zwei Inseln, wos jeweils einen National-Park mit freilaufenden Warranen, Büffel, Hirsche, Wildschweinen, Affen etc. hatte und wir haben auch alle diese Tiere gesehen. Ich war auch noch Zeuge einer eher seltenen Darbietung: Zwei Warrane beim Kämpfen! Das war der wahnsinn. Leider hatte ich ausgerechnet dann keinen Fotoapparat dabei…

Am Donnerstag sind wir dann mit dem Boot in Labuan Bajo auf der Insel Flores angekommen. Weil wir hier nun bemerkt haben, dass es schwieriger ist, auf der Insel herumzureisen, als uns gesagt wurde, haben wir entschieden die nächsten vier Tage hier relaxed anzugehen, in einem Luxus-Hotel zu logieren und uns auf unsere Malaysia-Reise vorzubereiten. Natürlich wollen wir mit Tagestouren schon noch was von der Insel sehen. Vergeben sind wir ja schon nicht hier.

Falls es jemanden interessieren sollte, obs uns denn nie langweilig wird, den muss ich enttäuschen. Nein. Weil, wir sind ja fast süchtig nach unserem lieblings Karten-Spiel, „Tschau Sepp“. (Falls sich jetzt noch jemand fragen sollte, wer denn schon seit längerem in deutlicher Führung liegt: selbstverständlich ich.) 🙂

Aussicht vom Berg auf der Insel Gili Laba

Aussicht vom Berg auf der Insel Gili Laba

Ein Komodo-Dragon, oder auch Warran genannt

Ein Komodo-Dragon, oder auch Warran genannt

Unser Nachtlager auf dem Oberdeck

Unser Nachtlager auf dem Oberdeck

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Paradiesische Inseln

7 07 2010

Ich und der weis(s)e Mann (oder Rothaut oder „Reetschäli“, wie ich ihn im Moment auch zu nennen pflege) wir sind ja jetzt seit gut zwei Wochen endlich wieder vereint.

Gestartet haben wir unsere gemeinsamen Ferien in einem riesen Hotel in Jakarta, wos einen Swimming-Pool, Restaurant und Bar und alles drum und dran hatte. Natürlich haben die vielen, vorwiegend muslimischen, Familien mit furchtbar vielen Kindern nicht gefehlt. (btw: In Jakarta ist ein sehr grosser Anteil der Bevölkerung muslimisch.) Ich kam mir ja schon recht komisch vor, als einzige Frau weit und breit ohne Kopftuch. Oder dass ich im Swimming-Pool die einzige Frau war, die nicht einen ganzkörper Badeanzug trug. Da ist man ganz plötzlich recht „anders“.

Ganz zu Beginn haben wir ja noch die dämlichsten Touristen-Alpträume erlebt: Von einem bösen Taxifahrer reingelegt worden (ich), auf Gepäck ganze drei Tage warten dürfen (Simon), morgens am Bahnhof stehen und erfahren, dass der Zug in die gewünschte Richtung erst Abends um neun fährt und schon ausverkauft ist (beide). Bei den ersten beiden Problemen galt, tief durch zu atmen und sich nicht zu fest aufzuregen und beim letzteren: Ein Taxi zum Flughafen zu nehmen und vorort Tickets für einen Flug am Nachmittag in die gewünschte Richtung zu kaufen. Ist ja schliesslich auch ein Erlebnis.

Wir flogen also von Jakarta nach Yogyakarta, diese Stadt ist bekannt als die kulturelle Hauptstadt von Indonesien. Unterschreiben würden wir dies beide nicht, weil vor lauter Autos, Roller, Menschen, Gehupe, kleinen Geschäften und dreckigen Strassen ohne Troittoirs konnten wir nicht viel davon erkennen. Wir machten einen Ausflug an den Fuss des Vulkans und genossen die Aussicht auf nichts, weil er gerade von einer grossen Rauchwolke umgeben war. Jedoch bekamen wir dabei einen ersten Einblick in die ländliche Gegend und die ist schon total unterschiedlich zu den Städten. Viel grün, viele Reisfelder, die Menschen wohnen in kleinen Hütten mit Strohdächern. Sie tragen „Burdinen“ mit frischen Gras umher, überhaupt, sie tragen alles selber, jenachdem auf dem Rücken, Kopf oder ihren Rollern, man sieht hier keine landwirtschaftlichen Maschinen. Ausserdem waren wir noch im Monkey-Forest (Affen-Wald) wo wir sehr viele wilde Äffli gesehen haben, die man füttern konnte. Wenn dann so ein dummer Mensch auf die dämliche Idee kam, so ein süsses Äffli anfassen zu wollen, hat man scharfe Zähne zu sehen bekommen. (Wieso ich das weiss?? Pfff…. Nur so…).

Wir hatten genug von den Grossstädten und wollten endlich los, auf unsere Inselreise durch Indonesien. So flogen wir nach Bali, der gutbekannten Ferieninsel. Dort war es ja schon sehr traumhaft. Wir haben immer in sehr guten Hotels logiert, die wir zum Teil auch nach den Tipps aus dem Reiseführer ausgesucht haben. Man findet in jeder Preisklasse sehr gute Hotels an bester Lage und nachdem sich meine Ansprüche an eine Unterkunft wieder etwas erhöht, resp. an Simons angepasst haben (bisher war ich gewöhnt möglichst günstig zu wohnen und habe eigentlich immer mein Zimmer und das Bad mit anderen Leuten geteilt), ist es auch nicht mehr ganz so schlimm, wieder etwas mehr für ein Zimmer zu bezahlen. Ich komme mir fast vor wie in der TV-Sendung „Einfach/Luxuriös“, bisher war ich „Einfach“ am Reisen, jetzt bin ich „Luxuriös“ in den Ferien. 🙂

Wir haben auf Bali einmal zwei Roller gemietet, schliesslich musste ich dem Neuankömmling zeigen, dass ich jetzt ein Profi auf diesem Gefährt bin. Während vier Tagen haben wir auch noch ein Auto gemietet und sind damit rumgefahren. Es gienge ja noch, sich ans Fahren auf der anderen Strassenseite zu gewöhnen, wenn dann nicht noch die schmalen Strassen, der Gegenverkehr und die Millionen von Rollerfahrern wären und die Tatsache, dass Indonesier scheinbar ein anderes Gefühl von Abstand haben. Mit anderen Worten: „mä chund schiär Vegel uber!“ hätte man nicht starke Nerven. So wie wir. Meistens. 🙂

Übrigens gibts hier ja praktisch keine Fussgänger. Ausser Nachts. Und dann sieht man die ja nicht. Ausser die Touristen, die sieht man nämlich, weil die Taschenlampen mitführen. Oder vielleicht wars auch deren Sonnenbrand, der so geleuchtet hat (wie bei meinem Herrn Freund (man will ja nicht auf mich hören…)) 🙂

Mittlerweilen sind wir auf der nächsten Insel Lombok mit einer Fähre angekommen. Diese Insel ist noch besser! Mehr grün, weniger Verkehr, noch nettere Einheimische… weniger Taxis aber dafür Pferdekutschen! 🙂

Hier ist es ja sehr heiss. Heisser als bei es bei Euch angeblich im Moment sei. Auch nachts wird es nicht besonders kühler. Somit kommt jeweils, wenn wir uns Abends auf den Weg zum ausgehen machen, der Standardwitz zum Zuge: „nimmsch de nu äs Jäckli mit, gäll. Hahahahaha.“ Hehe.

Übrigens haben wir hier in Indonesien schon 4 Schweizer getroffen und drei davon kamen auch aus Obwalden! Das ist schon recht witzig.

Armenviertel in Yogyakarta

Armenviertel in Yogyakarta

Burditrägermeisterschaft?

Burditrägermeisterschaft?

Äffli hirten

Äffli hirten

Indonesisch lernen gehört halt auch dazu

Indonesisch lernen gehört halt auch dazu

im Pool in einem Hotel auf Bali

im Pool in einem Hotel auf Bali

Terrassen mit Reisfelder auf Bali

Terrassen mit Reisfelder auf Bali

Eiertransport

Eiertransport

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Phuket

24 06 2010

Diese zwei Wochen auf Phuket waren genial!
Gleich an meinem ersten Tag habe ich eine Australierin kennen gelernt, mit der ich mein Hostelzimmer teilte und da wir beide neu angekommen waren, beide alleinreisend und gleichlang bleiben wollten, haben wir diese zwei Wochen zusammen verbracht. Wir hatten so viel Spass, ich weiss gar nicht wo anfangen.

Ich habe im Städtchen Patong residiert, das ist nach Phuket die zweitgrösste Stadt auf der Insel. Es lässt sich dort extrem günstig Ferien machen und ich kann es jedem weiter entfehlen. Man kann dort so viel unternehmen: Von Ausflügen auf andere Inseln, Fischen, Elefantentrekking, Shopping, gut Essen, die Insel erkunden, sich vom Partyfieber anstecken lassen oder einfach nur am traumhaften Strand liegen. Hier ein Auszug von unseren Erlebnissen mit Bildern:

Ausflug nach Phi Phi Island (sprich: „Pi Pi“, nicht „Fi Fi“ oder so)
dort gabs schöne Strände, Gelegenheiten zum Schnorcheln, feines Essen und viele viele Kleidershops… Hab beim schnorcheln endlich doch noch Nemo gesehen! Juhuu!
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Fisching-Tour
Das war wirklich ein Erlebnis! Selber die Fische aus dem Wasser ziehen und direk am Abend essen. Mhhhhh!
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Big Buddha
Im südlichen Teil der Insel wurde auf einem Berg ein riesengrosser Buddha gebaut, resp. die bauen eigentlich immer noch. (Ich glaube, den Thais pressierts allig nicht so, wenn die am Bauen sind. Es hat ja soooooooo viele Baustellen!) Das war eindrücklich, wir hatten eine traumhafte Aussicht und wurden sogar von einem buddhistischen Mönch gesegnet.
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Buddhistischer Tempel anschauen
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Fischermarkt in Rawai Beach
Das ist ja auch mal was anderes: Auf dem Markt den Fisch aussuchen und ins Restaurant nebenan bringen und kochen lassen. Mhhhhh! Die Auswahl war gross, man konnte sich zwischen allen möglichen Tieren aus dem Meer entscheiden und falls man Bedenken über die Frische dieser toten Tiere hat, kann man ja auch einfach einen noch lebigen Krebs oder so aussuchen….

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Rollerfahren
In Thailand sind ja sooo viele Roller unterwegs, da kommts ja auf zwei mehr auch nicht mehr an. 🙂 Es war sooo kuuul, auf den hügeligen Strassen entlang der Küste zu düsen. Unterwegs hat uns auch noch der Regen eingeholt, wir waren ja sowas von pflotschnass. Glücklicherweise hat er aber nicht so lange gedauert und schon bald waren wir wieder vom Fahrtwind trocken geföhnt.
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Schweizer WM-Spiele schauen
gehört ja schliesslich auch dazu, oder! Natürlich durften dabei die feinen Cocktails nicht fehlen.
Sich ins Nachtleben zu mischen gehörte hier irgendwie einfach dazu. Das Angebot der unterschiedlichsten Bars (ich glaub für jede Europäische Nationalität ist eine Lokalität vorhanden) ist gross, allerdings hat sich jetzt, in der Nebensaison, alles auf die Haupt-Ausgeh-Strasse konzentriert. Ausserdem konnte man direkt am Beach live Musik hören und sehen.
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Shopping
für jede Frau ein Paradies!! Sämtliche Designer-Marken die man sich vorstellen kann, zu recht erschwinglichen Preisen. Und in allen Versionen. Da gabs ja alles: Taschen, Kleider, Schmuck, Gürtel, Schuhe, Koffer, Parfums, etc. Natürlich war alles zum verhandelbaren Preis, mittlerweilen bin ich ja ein echter Profi was das betrifft.
Die Lieblingssätze der Shopbesitzer konnten wir dann auch nach kurzer Zeit schon auswendig: „Hello Määm, come in, take a look, yes, come in. Shirts, nice dresses, yeeeees come in. Make you a goooood price. Very cheap!“ „Same same, but diffrent!“ das war hier so der Standard-Satz.
Auch gabs eine Märthalle wo man wirklich alles kaufen konnte: Früchte, Gemüse, Gewürze, Fleisch, Fisch (tod und läbig) etc.
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Beauty & Wellness
Da auch dieses Angebot recht gross und günstig war, konnte ich mir das natürlich nicht entgehen lassen. So gabs Manicure, Pedicure, eine neue Haarfarbe, enthaarte Beine und einige Massagen für wenig Geld.

Tierwelt
Ich hab hier Bekanntschaft mit einigen lustigen Tieren gemacht!
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Am letzten Sonntag und Montag hats mich aber noch mit einer Migräne, die sich dann in eine Hals-Cheeri verwandlet hat, ins Bett geworfen. (So musste ich dann halt am Montag Abend das Schweiz-WM-Spiel mit einem Halstuch (bei der Hitze!!) ansehen.) Mitterlweilen gehts mir aber wieder besser.

Wir haben auch mit einigen Einheimischen Bekanntschaft gemacht und es war interessant etwas über deren Leben und die Kultur zu lernen. Der Sex-Tourismus ist hier wirklich present und ehrlich gesagt bin ich am Anfang recht erschrocken darüber. Man sieht hier die direkten Gegensätze: Riesige Hotel-Komplexe und direkt daneben hausen die armen Thais in Wellblech-Hütten. Die hübschen jungen Thai-Frauen, die ihren Körper an die alten weissen Männer verkaufen müssen, um die Familie zu ernähren. Es ist krass, was man hier alles mitansehen muss, es ist einfach nur traurig.
Die Thais an sich sind sehr freundlich und wenn man will auch sehr offen und erzählen gerne über ihre Kultur. Einer „unserer“ Beachboys, die uns immer die Sonnenschirme und Liegestühle bereit gestellt haben, hat uns einiges erzählt und uns geraten, einen Thai-Boyfriend zu suchen, weil es dann viiiiel einfacher sei, hier Urlaub zu machen, man müsse keine Unterkunft suchen und werde auf der ganzen Insel rumgeführt. 🙂

Von der Tsunami-Katastrophe, die diese Insel auch recht getroffen hatte, hat man eigentlich oberflächlich gesehen, nichts gesehen. Wir haben im Nachbarstädli einen Gedenkstein besichtigt und überall entlang der Strände waren „Tsunani-Evacuation-Zone“ markiert. Was mir aber aufgefallen ist, und was bestimmt auch auf den Tsunami zurück zu führen ist, man sieht praktisch nur neuere Autos. Ich hatte erwartet, dass hier viele schrottreife alter Klapperkisten rumfahren mit unzähligen Thais hinten drin und man sich fragen würde, wie dieses Gefährt das überhaupt aushält. Aber ich nehme an, dass diese nach dem Tsunami wohl gar nicht mehr fahrtauglich waren und ersetzt wurden, eben mit neueren Autos. Trotzdem habe ich glaubich zwei solche alte total verrostete Vehikel gesehen, an denen wirklich nicht mehr alle Teile dran waren. Bei den grossen neueren Autos wurde scheinbar gerne das Spiel gespielt „Wie bringen wir möglichst viele Leute auf meinen Jeep hintendrauf und fahren damit über die steilsten Strassen?“ Und auch bei den Rollern galt: Je mehr der Bauch eingezogen wird, desto mehr Leute haben Platz. Zum Teil wird dieses zweirädrige motorisierte Fortbewegungsmittel wirklich als Familienkutsche benutzt, ich habe nicht nur einmal Vater, Mutter mit 2-3 Kindern auf einem Roller gesehen. Alle ohne Helm natürlich. 🙂

Abgerundet wurde mein traumhafter Phuket-Aufenthalt am Mittwoch noch mit der Nachricht meiner lieben grössten Schwester, dass sie frischgebackene Mutter geworden ist und jetzt wieder ein neues Menschlein in meinem Leben eine Rolle spielt. Ich freue mich schon drauf, in gut zwei Monaten den kleinen Mann kennen zu lernen!

Jetzt gehts weiter in Indonesien, wo ich nun endlich endlich endlich meinen schweizer Boyfriend wiedersehe!! Und mich dann sicher für die nächsten sieben Wochen nicht mehr von ihm trennen werde. 🙂

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