überall diese Beaches…

20 04 2010

Jetzt ists mal wieder Zeit für ein Update. Liest überhaupt noch wer mit?? 🙂

Die ersten vier Tage in Sydney war ich in einem Hostel am Bondi Beach. Dort konnte ich schon die ersten schlechten Eindrücke von den sogenannten Backpackern in Australien machen. Meine bisherigen Eindrücke, die ich in den USA (und davor bei meinen Hostel-Erfahrungen in Europa) gemacht habe, waren durchwegs gut, alles anständige Leute, hatte immer angenehme Zimmergspändli etc. Aber hier… grmbl…. Ich habe mir das Zimmer mit 3 speziellen Damen geteilt, die sich alle gegenseitig nicht ausstehen konnten und von denen aber keine besser als die andere war. Ich habe allen dreien natürlich geduldigt zugehört, wenn sie über die anderen zwei geschimpft haben, aber natürlich habe ich mich schön diplomatisch schweizerisch neutral aus allem rausgehalten. Ich hätte auch nicht viel bewirken können, da ich zwei von denen, die Engländerin (brrrrr britisch inglisch… uaaa….) und die Uruguayanerin (mit eines breeeeeeeiten sphanisen aksent… uuurgh), praktisch nicht verstanden habe. Die dritte im Bunde, eine Deutsche, dafür umso besser (weisste, und dann kommt die und macht solchen Lärm und blablabla…)
Trotz allem (nächtliches Kommen und Gehen der Zimmergspändli, ergo nicht viel schlaf und auch Nachwirkungen vom Jet-Lag) bin ich mit dem Bus in die City zum Circular Quay gefahren, bin mit einer Fähre auf die andere Seite zum Zoo rüber geschifft, und dort mit einem Luftseilbähndli über den Zoo rüber gedüst und habe mir im Zoo wiedermal Giraffen, Elefanten und Löwen angeschaut. Und diesmal aber auch noch Kängurus, Koalas und Emus. Sonst gabs nicht viel Spannendes. Drum bin ich dann wieder zum Circular Quay rüberge“fähr“t und habe tonnenweise Fotos vom Opera House und von der Harbour Bridge gemacht.
An einem anderen Tag habe ich einen Coast-Walk (zu Deutsch: Küsten-Spaziergang) gemacht vom Bondi Beach zum Tamarama Beach und zum Bronte Beach. Dort habe ich etwas ganz Spezielles gesehen: Einen Friedhof an bester Lage, direkt an der Küste. Da dieser Friedhof über 100 Jahre alt ist und hier ja noch keine Gräber ausgehoben werden (so wie bei uns nach ca. 20 Jahren) ist er riesig! Und nicht wirklich schön. Dort liegen/stehen hunderte von Grabsteinen, in allen variationen, auf denen steht, wer der verstorbene war, in welchem Altersjahr er gestorben ist, wessen Frau er hinterlässt, wessen Sohn er gewesen ist, welchen Beruf er ausgeübt hat, wo er geboren und gestorben ist, etc. Meistens sind dann das auch Familien-Gräber, das war dann ganz interessant, ganze Stammbäume dort zu entdecken. Aber eigentlich war es ein gruseliger Ort und drum habe ich mich dann schon bald wieder aus dem Staub gemacht.

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Der Friedhof „Waverley Cemetery“

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Auf dem Küsten-Spaziergang, im Hintergrund der Tamrama-Beach

Übers Wochenende konnte ich bei Natalie, der Frau von meinem Cousin, der ja eben jetzt auf Fiji arbeitet, wohnen. Sie lebt mit ihrem 14-jährigen Sohn in einem 3-Zimmer-Appartment und ich konnte dort das Sofa hüten. Wir haben zusammen Ausflüge zum Manly Beach gemacht, der sehr berühmt ist. Auf dem Weg dorthin sind wir über die Harbour Bridge gefahren und als wir anschliessend noch eine andere Brücke überqueren wollten, mussten wir warten, weil diese Brücke gerade für ein paar Yachten, die durchsegeln wollten geöffnet wurde. Am Sonntag sind wir zu dritt mit dem Bus zum Watsons Bay gefahren, dort kann man bis zum Kap hinauslaufen und von dort aus hat man eine wahnsinns Aussicht. Als wir uns auf den Weg zurück machten zu Fuss und mit der Fähre, erlebten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang hinter der Skyline von Sydney. Das war gradächli kuul.

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Sonnenuntergang hinter Sydney und Harbour Bridge, inkl. Vulkan-Wolke, haha kleiner Scherz 🙂

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Natalie und ich

Ich habe zwei total unterhaltsame Tage mit Natalie und ihrem Sohn verbracht und habe mich am Montag morgen wieder verabschiedet. Diesen Tag habe ich noch in Sydney verbracht, um meine kulturelle Seite zu pflegen bin ich ins Australian Museum gegangen (gähn, aber juhui, Studenten-Rabatt, hihi), bin mit dem Gratis-Bus rumgefahren, habe mir die St. Mary Cathedral von innen angesehen und dann habe ich mich in den Hyde-Park geflätzt, ge“lunch“t und begonnen einen Rosamunde Pilcher-Roman zu lesen (es stand leider nichts besseres zur Verügung…) Um 18:30 Uhr konnte ich in den Bus einsteigen und ganze 13 Stunden später, heute morgen um halb 9 Uhr bin ich in Byron Bay wieder ausgestiegen. Läck, war das unbequem… geschlafen habe ich nicht viel, weshalb ich mich heute auch den ganzen Tag müde durch die Strassen geschleppt habe. Ich wohne hier in einem Hostel das zwar teuer (rund 40Dollar pro Nacht!!!) dafür aber zentral und extrem sauber ist. Byron Bay ist ein Hippie-Städtchen, so ganz gemüüütlich. Als ich ankam, habe ich mir zuerst mal einen guten Kaffe in einem Italienischen Kaffee gegönnt und dazu Pancakes. Bekommen habe ich 2 riesige Pancakes und je eine Kugel Vanille- und Schoggi-Glace und tonnenweise süüüüsser Sirup. Nachdem ich das ganze Zeug verputzt hatte, habe ich mich und den ganzen Zucker erstmal durch die gefühlten 3000 Shops gerollt und habe natürlich nichts gekauft. (Von den zwei T-Shirts mal abgesehen.) Was mir an Australien schon aufgefallen ist, dass die in allen Kleider-Läden Räucher-Stäbli anzünden… Nicht nur hier in dem Hippie-Kaff, sondern auch schon in Sydney. Keine Ahnung was die damit bezwecken, vielleicht hoffen die Ladenbesitzer, dass wenn den Kunden davon schlecht wird, die dann länger im Laden bleiben… Weil fein schmöckt das Zeug nicht! Nach einer Woche Sonnenschein in Sydney hat mich hier leider der Regen erwartet, was mir heute aber noch ziemlich egal war, weil ich das in meinem Halbschlaf-Spaziergang sowieso nicht gemerkt habe.

Wie auch immer, morgen werde ich mir ein Velo mieten und die Gegend hier ein wenig erkunden und hoffe, dass es nicht regnet. Habe nämlich gemerkt, dass ich gar keine Regenjacke dabei hätte… 🙂 Ja, ich habe beim packen, damals vor sechs Wochen, nicht so viel studiert… Jänu.

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Welcome to wunderful Sydney!

14 04 2010

Das hat mir gestern Natalie, die Frau von meinem Cousin Bruno, geschrieben, als ich mit ihr Kontakt aufgenommen habe. Sie wohnt und arbeitet hier in der Stadt und ich habe mich gestern Abend schon mit ihr getroffen. Mein Cousin arbeitet seit einigen Monaten auf Fiji, weshalb ich ihn leider nicht treffen kann. Natalie hat mich nun eingeladen, ab Freitag bei ihr zu wohnen, sie möchte mich dann auch noch in Sydney rumführen.

Alles was ich bisher von dieser Insel gesehen habe – zwar nur den Boni Beach – gefällt mir seeeeeehr gut! Es ist traumhaft, riesige Wellen, extrem feiner Sand, so wenig Leute und das in einer Metropole! Ich habe mich jetzt auch endlich mal über die öffentlichen Verkehrsmittel heir im ganzen Land informiert und habe so eine Grobplanung erstellt, wie ich die nächsten zwei Monate hier verbringen könnte. Ich freue mich total darauf, dieses Land, worüber ich schon so viele Bücher gelesen habe, endlich selber zu entdecken. Ich glaube auch, dass wenn ich die Preise gut vergleiche und gut kalkuliere, komme ich relativ günstig und innerhalb meines Budgets voran. Hier ist ja alles so teuer! Vorallem die Lebensmittel… das ist unglaublich. In L.A. gabs noch so riesige 99Cent-Supermärkte, in denen wirklich ALLES nur 99Cent war, auf Hawaii war ich dann schon geschockt, wie teuer alles ist und hier ists grad nochmal extremer… Das ist nur einer von den Unterschieden, die ich bisher schon gegenüber USA festgestellt habe. Auch sprechen einen hier alle mit Darling, Honey, Love etc. an und die kleiden sich auch extremst komisch! Die Mode hier kann man ungefähr mit der in Grossbritannien zu vergleichen, es soll einfach möglichst komsich aussehen und die unpassendsten Sachen sind zu kombinieren. Und: hier gibts an jedem Ecken Internet-Cafes. Dafür nirgendwo Wireless-Internet. Sogar im Hostel müsste man dafür bezahlen. Deshalb sitze ich nun jeden Morgen im Mc Donals und schlürfe ein Kaffee, bei McDonalds gibts ja auf der ganzen Welt freies Internet.